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Startschuss für Sudweyher Begegnungsstätte
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Bahnhof erwacht aus Dornröschenschlaf

Alexandra Penth 07.09.2017 0 Kommentare

Startschuss Sanierung Sudweyher Bahnhof
Zeigen die Pläne für den neuen Bahnhof (v.l.): Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Sönke van Hoorn vom Verein "Sudweyher Bahnhof – Kunst und Kultur am Gleis" sowie Meike Schriefer vom zuständigen Fachbereich. (Alexandra Penth)

Weyhe-Sudweyhe. Der Sudweyher Bahnhof erwacht allmählich aus seinem Dornröschenschlaf. Ein Baugerüst weist darauf hin, dass sich dort in nächster Zeit einiges verändern wird. An diesem Freitag, 8. September, holt Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte ab 16.30 Uhr zum ersten Spatenstich aus. „Wir sind seit Langem dabei, eine Perspektive für das Areal zu entwickeln“, sagte der Rathauschef am Donnerstag. Das Bahnhofsgebäude soll den Sudweyhern ab Mitte kommenden Jahres als Begegnungsstätte mit Kulturcafé dienen.

Die Revitalisierung des Geländes ist nicht zuletzt einer engagierten Gruppe von Bürgern zu verdanken, die bereits den Pachtvertrag mit der Gemeinde geschlossen hat. Die über 70 Mitglieder des Vereins „Sudweyher Bahnhof – Kunst und Kultur am Gleis“ packen bei der Verwirklichung der Pläne zu großen Teilen selbst mit an. Der architektonische Kopf der Gruppe ist Sönke van Hoorn. Der ab dem Nachmittag eingeleitete erste Bauabschnitt umfasst die Erneuerung des Daches und die Erweiterung des Bahnhofes um barrierefrei zugängliche Sanitärräume.

Bahnhofgebäude wird renoviert-Bahnhof Sudweyhe
Das Baugerüst steht schon, in Kürze ist es dann endgültig vorbei mit der Ruhe am Gleisbett. (Janina Rahn)

Sonnabends wird rangeklotzt

Die Wände im Obergeschoss sind schon verschwunden. So richtig losgehen soll es in zwei Wochen. „Ende des Monats sollen die Dachziegel runter kommen, bis dahin sollten wir die Arbeiten vergeben haben“, sagte van Hoorn. Auch die beiden Schornsteine zu je 100 Mal 60 Zentimetern und elf Metern Höhe werden abgerissen. „Sie verlaufen mitten durch das Gebäude und stören dort“, begründete van Hoorn diesen Schritt. Auch die Gefache an den Giebeln müssen nach seinen Angaben ausgetauscht werden. Lediglich die Heizungs-, Sanitär- und Malerarbeiten seien noch nicht ausgeschrieben. Um den Trockenbau sowie das Entfernen von Pflastersteinen wollen sich die Vereinsmitglieder eigenhändig kümmern. Sie sind sehr eifrig bei der Sache, wie van Hoorn berichtete. „Wir haben eine Warteliste an Helfern und müssen sie einteilen.“ Die Ehrenamtlichen klotzen immer sonnabends ran, am 16. September sind nun die Schornsteine dran.

Die geplanten Sanitärräume sollen sich in einem Eisenbahnwaggon befinden, der eine Verbindung zum Hauptgebäude bekommen soll. „Das Erdgeschoss im alten Bahnhof umfasst 80 Quadratmeter, WCs sind dort nicht möglich“, sagte van Hoorn. Welchen Farbton die Holzverschalung des Waggons tragen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Nach Angaben von Andreas Bovenschulte sei ein helles Grau im Gespräch.

Auch die 1000 Quadratmeter Außengelände sollen sich am Ende in die Kulisse einfügen. „Wir werden uns dafür mit einem Landschaftsplaner zusammensetzen“, sagte van Hoorn. Das Gelände ist mit dem neuen Bebauungsplan erweitert worden. In die Zuständigkeit des Vereins fällt ab sofort eine Eiche, um die sich vorher die Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) gekümmert hatte. Um für Sicherheit zu sorgen, müssen die Ehrenamtlichen des Sudweyher Bahnhofs einen Zaun zur benachbarten Gleisanlage ziehen, auf der der Pingelheini unterwegs ist.

Der neue Bahnhof soll zum Wochenendcafé unter anderem für Mitreisende der Museumsbahn werden, wenn sie dort einen Zwischenstopp machen. Er soll aber auch ein dauerhafter Treffpunkt für den Ortsteil werden. Dank flexibler Bestuhlung soll das für Gesellschaften von rund 50 Menschen ausgelegte Gebäude Schauplatz verschiedener Veranstaltungen sein – ob es sich nun um Geburtstage, Trauungen oder ein Lesecafé handelt. Im Obergeschoss soll es ein Gästezimmer für Radfahrer geben, die eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Dort wird sich zudem ein Raum befinden, der von Vereinen oder Spielgruppen belegt werden kann. Ein Kartenklub habe bereits Interesse angekündigt, sagte van Hoorn.

Das Investitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf über 300 000 Euro. Unterstützung erhält der Bahnhofsverein von Land und Gemeinde. Mit 105 000 Euro fördert das Amt für regionale Landesentwicklung das Vorhaben, die Gemeinde schießt 75 000 Euro dazu. Die restlichen Kosten möchte der Verein selbst stemmen. Um die Spendenbereitschaft anzukurbeln, präsentieren die Ehrenamtlichen die Pläne auf dem Herbstmarkt in Kirchweyhe. Für den 15. bis 17. Dezember planen sie zudem einen Weihnachtsmarkt am Sudweyher Bahnhof. Wie berichtet, verkauft der Verein auch historische Schienenabschnitte zu je 500 Euro. Die Stücke mit den Namen der Spender darauf werden als Dank später an prominenter Stelle am Gebäude angebracht.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...