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Bauernmarkt in Moordeich
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Die vielen Facetten des Landlebens

Alexandra Penth 22.09.2019 0 Kommentare

Trugen zu einer ausgelassenen Stimmung am Neuen Weg in Moordeich bei: die Blockener Blasmusikanten.
Trugen zu einer ausgelassenen Stimmung am Neuen Weg in Moordeich bei: die Blockener Blasmusikanten. (Vasil Dinev)

Stuhr-Moordeich. Maren Bischoff greift nach der Rose mit den zarten Farbverläufen – und mit einer geübten Handbewegung fügt sich die Blüte in den Strauß in der anderen Hand ein. Es muss schnell gehen am Sonntag beim Bauernmarkt in Moordeich. Aber das ist Bischoff schon gewohnt. Solange es den Markt beim Gasthaus und Restaurant Nobel gibt, sagt die Floristin, ist sie schon mit ihren herbstlichen Kreationen vertreten. „Viele kommen gezielt zu mir. Sie wissen, dass es hier die Sträuße gibt“, sagt Maren Bischoff. Das eher spätsommerliche Wetter am Sonntag hielt die Kundschaft scheinbar nicht davon ab, sich der herbstlichen Dekoration zuzuwenden. Mottogerechte Gestecke, Kränze und Sträuße waren gefragt. Wobei der Trend in diesem Jahr ein wenig ungewöhnlich anmutet: „Farblich ist aktuell rosa angesagt“, weiß Bischoff.

Der Publikumsverkehr war groß, an den Tischen der Aussteller standen die Besucher meist in mehreren Reihen an. Modeschmuck, Dekoration, Vogelkästen, Tischdecken, selbst genähte Windeltaschen und sogar Hundeleckerlis waren zu entdecken. Am Knotenpunkt bei der Gaststätte Nobel vermischten sich die Düfte verschiedener Speisen, ob von französischem Crêpes oder norddeutschem Knipp herrührend.

Besonders tummelten sich die Besucher dort, wo drei Alpakas des Stuhrers Soenke Heinken über den Zaun blickten. Heinken, zum vierten Mal bei dem Herbstmarkt, hatte Socken aus der warmen Wolle und sogar Steppdecken dabei. Die unverarbeitete Wolle der Tiere war auch zu erstehen – und nicht nur, um sie für die Handarbeit weiter zu verwenden. Soenke Heinkens Tipp: Alpakawolle als Pflanzendünger. „Das ist so praktisch wie Hornspäne. Nur sie zersetzt sich schneller.“ 

Der Organisator des Bauernmarktes, der Landwirtschaftliche Verein Stuhr, demonstrierte, wie noch Mitte des 20. Jahrhunderts landwirtschaftlich gearbeitet wurde. Einmal stündlich konnten Besucher sehen und hören, wie Korn gedroschen wird, Strohballen gepresst werden und die Mühle aus dem späten 19. Jahrhundert mahlte. „Das Korn wurde früher eingelagert und in den Wintermonaten abgedroschen“, erklärt Rainer True vom Verein. Viel Personal war nötig. Körperlich anstrengend war die Arbeit allemal, jedoch nicht so streng getaktet wie heute, sagt Vereinskollege Klaus-Dieter Dittmar. „Wenn es geregnet hat, wurde eben nicht geackert.“ Die Gemeinde ist nicht mehr so stark landwirtschaftlich geprägt wie einst. Dennoch sei das Interesse daran zu erfahren, wie früher Lebensmittel auf den Tisch kamen, bei den Besuchern des Bauernmarktes stets groß, sagt True.


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Leserkommentare
Sknoe am 18.10.2019 18:10
Mit Oberlehrern gibt es natürlich immer wieder mal Konflikte, die, die ihr vermeintliches Recht durchsetzen wollen. Man sollte aber gar nicht erst ...
MaxHeinken am 18.10.2019 18:04
Ein wirklich sehr guter Beitrag.

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