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40 Jahre RuF Kloster-Heiligenrode
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Eine Kooperation wie eine Ehe

Niklas Golitschek 19.09.2019 0 Kommentare

Verein und Ausbildungsstall sind seit 40 Jahren untrennbar: Alexandra Heins (2.v.l.) mit ihren Söhnen Louis (links), Ely (2.v.r.) und Mutter Imke Frentzel (r.).
Verein und Ausbildungsstall sind seit 40 Jahren untrennbar: Alexandra Heins (2.v.l.) mit ihren Söhnen Louis (links), Ely (2.v.r.) und Mutter Imke Frentzel (r.). (Janina Rahn)

Stuhr-Heiligenrode. Der Reit- und Fahrverein (RuF) Kloster-Heiligenrode und die Familien Cohrs und Frentzel gehören einfach zusammen. „Das ist eine Ehe mit dem Verein“, sagt Imke Frentzel. Seit Vereinsgründung vor 40 Jahren, im Jahr 1979, gehen Verein und Pferdehof Hand in Hand. „Mit Höhen und Tiefen“, merkt Frentzel an; ihre Familie führt den Hof, sie bekleidet das Amt der Vereinsvorsitzenden.

Derzeit laufe alles harmonisch, was vor allem einem jungen, engagierten Vorstand zu verdanken sei. „Wir haben eine tolle Vereinsgemeinschaft“, findet auch Tochter Alexandra Heins. Sie ist erst vor einem Monat mit Mann Guido sowie den beiden Kindern Ely und Louis zurück auf den elterlichen Hof gezogen, nachdem sie unter anderem einen zehnjährigen Ausflug in die Modebranche gewagt hatte. Als Großvater und RuF-Vereinsgründer Friedolin Cohrs, Schwiegervater von Imke Frentzel, vor knapp zehn Jahren verstarb, stand die Familie vor der Frage, wie der Hof weitergeführt werden soll. Sie entschied sich, gemeinsam anzupacken. Und so finden sich mittlerweile vier Generationen unter einem Dach wieder.

Imke Frentzel selbst stieß 1981 zum Verein dazu, also zwei Jahre nach der Gründung – als gerade die Reithalle fertiggestellt wurde, erinnert sie sich. „Ich bin von meinem Mann hergeholt worden“, erzählt sie. Kennengelernt haben sie sich beim Reiterball nach der inzwischen traditionellen Fuchsschwanzjagd des RuF Kloster-Heiligenrode. Wenig später siedelte Frentzel vom elterlichen Hof in Arbergen, den immer noch ihr jüngerer Bruder leitet, um. In diesem Jahr hatte sie auch ein ganz persönliches Jubiläum: „Ich sitze seit diesem Sommer 50 Jahre auf dem Pferd.“

Über die Jahre hat sich auch im Verein so einiges getan. Aus zwei Stunden Unterricht wurden mittlerweile drei bis sechs, sonnabends bietet der Hof Privatstunden, Lehrgänge, Ausritte und Veranstaltungen an. Allerdings musste das Voltigier-Angebot, das zu Hochzeiten rund 100 Kinder nutzten, bereits vor rund 20 Jahren eingestelt werden. Geblieben ist dagegen die traditionelle Fuchsschwanzjagd, über die auch Frentzel einst zum Verein gefunden hatte. Doch die Nachfrage nach einer solchen Veranstaltung schwindet. „Als ich hier hergekommen bin, waren noch 148 Reiter auf der Jagd“, schildert sie. Im Vorjahr seien es nur noch 29 gewesen. Auch die Zahl der Jagden in der Region sei von 14 auf sechs geschrumpft. „Wenn die Teilnehmerzahl in diesem Jahr nicht wieder hochgeht, wissen wir nicht, ob wir das weitermachen. Das kostet den Verein viel Geld“, sagt Frentzel. Um mehr Reiter für die Veranstaltung zu gewinnen, wurde die Jagd in diesem Jahr auf den 19. Oktober vorverlegt, der Reiterball mit Siegerehrung bleibt für den 16. November terminiert.

Doch zu tun gibt es offensichtlich genug. Die Familie bietet Ferienprogramme an, zweijährlich richtet der Verein ein WBO-Turnier für Einsteiger aus. „Es gibt immer genug zu tun. Der Betrieb läuft 365 Tage im Jahr“, sagt Imke Frentzel, die gemeinsam mit Tochter Alexandra das Büro leitet, während ihre Männer andere Berufe ausüben und nebenbei auf dem Hof mithelfen. Unterstützt wird die Familie von einer ausgebildeten Pferdewirtin und fünf ausgebildeten Trainerinnen mit Lizenzen der Reitervereinigung FN.

Frentzel vermutet, dass in den kommenden Jahren die Freizeitreiterei noch zunehmen werde, aktuell seien im Verein nur rund 25 Prozent Sportreiter aktiv. Das heißt, dass Veranstaltungen wie die jährlichen Rallye-Ritte  oder Stallübernachtungen noch gefragter werden könnten. Der Verein bewege sich trotz solcher Trends stabil bei rund 200 Mitgliedern. Auch die Enkel, sechs und drei Jahre alt, engagieren sich: „Louis reitet schon und Ely findet Trecker toll. Beide sind fleißig und sportlich.“


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...