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MIA-Modellversuch
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Einwohner-Ticket für Weyhe?

Sebastian Kelm 06.06.2018 0 Kommentare

Wer eine MIA-Karte hat oder erwirbt, könnte damit bald Vorteile erhalten wie beim Job-Ticket.
Wer eine MIA-Karte hat oder erwirbt, könnte damit bald Vorteile erhalten wie beim Job-Ticket. (Frank Thomas Koch)

Die ambitionierte Idee hatte Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte schon länger. Jetzt will er diese tatsächlich Realität werden lassen: Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt der Gemeinde wird sich am Dienstag, 19. Juni, ab 18.30 Uhr im Rathaus mit seinem Vorschlag für einen Modellversuch „MIA Weyhe – das Einwohnerticket“ befassen.

Zu einem entsprechenden Projekt, das in der Region Vorbildcharakter hätte, führt die Gemeinde Weyhe derzeit Gespräche mit dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN), wie der jetzt vorliegenden Sitzungsvorlage zu entnehmen ist. Um die Attraktivität des ÖPNV im Sinne des Schutzes von Klima, Umwelt und Natur weiter zu stärken, kämen verschiedene Angebote oder Tarife in Betracht, heißt es. Ein bereits erfolgreiches Instrument sei das Job-Ticket, das die Nutzung von Bussen, Bahnen und Zügen zu vergünstigten Konditionen ermöglicht. Der Gedanke dabei: Der Arbeitgeber kauft beim VBN ein festes Kontingent an Jahres-Abos für den ÖPNV – je mehr, umso mehr Rabatt gewährt der VBN. Die verbilligten Tickets werden anschließend an interessierte Beschäftigte weitergegeben.

„In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass die Voraussetzungen für die Einführung des Job-Tickets in der Regel nur von großen Arbeitgebern erfüllt werden können“, führt die Gemeindeverwaltung dazu aus. Viele Arbeitnehmer in Weyhe und dem sonstigen VBN-Gebiet können diese Vorzüge daher nicht nutzen, ebenso wie Menschen ohne feste Anstellung.

Daher ist angedacht, zunächst in Weyhe aus dem Job-Ticket ein Einwohner-Ticket zu machen. Schon jetzt hätten Städte und Gemeinden im VBN-Gebiet die Möglichkeit, für ihre Beschäftigten das Job-Ticket einzuführen, so die Verwaltung. Das Einwohner-Tickets würde noch weiter gehen – und für alle Bürger gelten.

Das Konzept sähe so aus, dass Weyher mit dem MIA- oder MIAplus-Abo-Ticket zunächst für zwei Jahre eine Ermäßigung erhalten. Diese würde bei 15 Prozent auf den Abo-Preis liegen und direkt durch die Gemeinde Weyhe an die Nutzer ausgezahlt. „Das wäre nicht nur sozial gerecht, sondern auch verkehrspolitisch sinnvoll, denn es würde den ÖPNV noch attraktiver machen – besonders für Pendler“, heißt es weiter. Die Kosten würden zwischen der Gemeinde und VBN aufgeteilt. Zwar könnten es in der Anfangszeit Einnahmeausfällen entstehen, wenn nicht gleich genug zusätzliche Kunden gewonnen werden. Mittelfristig soll der günstige Preis aber höhere Nutzerzahlen im ÖPNV mit sich bringen.


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Leserkommentare
Wesersteel am 23.10.2019 10:50
Klimanotstand...................sind den ALLE nur noch ganz viel Bluna ?
WESER-KURIER_Onlineredaktion am 23.10.2019 10:44
Danke für den Hinweis. Das Gelände wurde vor 14 Jahren erworben. Die Fläche ist elf Hektar groß. Wir haben das korrigiert.