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Groß Mackenstedt ist Nummer 45

Stephen Kraut 31.08.2018 0 Kommentare

Die zweite Wasserstoff-Tankstelle in Niedersachsen ist am Freitag in Groß Mackenstedt von Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen (rechts) und Vertretern verschiedener Institutionen und Shell offiziell eingeweiht worden.
Die zweite Wasserstoff-Tankstelle in Niedersachsen ist am Freitag in Groß Mackenstedt von Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen (rechts) und Vertretern verschiedener Institutionen und Shell offiziell eingeweiht worden. (Jonas Kako)

Stuhr-Groß Mackenstedt. Groß Mackenstedt ist seit Freitag einer von nur zwei Standorten in Niedersachsen für ein nach Angaben der Verantwortlichen zukunftsweisendes Projekt. Denn an der Shell-Tankstelle an der Moordeicher Landstraße ist eine Wasserstoff-Säule samt zugehöriger Anlage eingerichtet worden. Wer künftig mit einem entsprechend betriebenen Auto unterwegs ist, kann dort also tanken. Noch dürften das nicht allzu viele sein, wie die Vertreter von H2 Mobility als Konsortium, das die Entwicklung vorantreibt, einräumt. "Aber das ist das Henne-Ei-Problem", sagte Thomas Zengerly, Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell Deutschland Oil GmbH bei der offiziellen Einweihung. Mit einem von beiden Aspekten – Autos oder Infrastruktur – müsse man anfangen.

100 Wasserstoff-Tankstellen sollen unter der Federführung von H2 Mobilty in Deutschland entstehen, Groß Mackenstedt ist jetzt die Nummer 45. Das Konsortium ist ein Zusammenschluss fünf namhafter Firmen. Aktuell seien etwa 400 Autos mit Wasserstoff-Antrieb auf deutschen Straßen unterwegs, informierte Sybille Riepe, Sprecherin von H2 Mobility. "Damit können wir natürlich noch kein Geld verdienen", erklärte sie. Aber zunächst soll eben auch die nötige Infrastruktur geschaffen werden. Die Idee hinter Wasserstoff ist laut Riepe, dass "grün" produzierter Strom, etwa solcher aus Windkraftanlagen, der nicht direkt verbraucht wird, zur Herstellung von Wasserstoff verwendet wird. So werde der Strom nicht nur sinnvoll genutzt, beim Betrieb des Autos würden auch keine Kohlenstoffdioxid-Emissionen produziert. 

"Die Region rund um Bremen hat allen Grund, stolz zu sein", betonte Zengerly. Die Infrastruktur werde damit noch einmal attraktiver. Und auch Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz lobte die lokalen Initiatoren für die Einrichtung. "Ohne Pioniere kann etwas Neues nicht erfolgreich umgesetzt werden", betonte er. Und weiter: "Menschen, die nicht an den Wasserstoff-Antrieb glauben, werden umdenken müssen."

Stolz sei auch er, erklärte der stellvertretende Landrat Ulf Schmidt von den Grünen den Anwesenden. "Das stärkt den Landkreis als Mobilitätsregion in Norddeutschland", erklärte er. Und auch für die Zukunft wolle man stets ein "kooperativer Partner" sein, versprach Schmidt. 

Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen lobte die Investition als "sehr wichtig". "Die Gemeinde Stuhr erfüllt viele Funktionen, und in diesem Ortsteil liegt der Verkehrsmittelpunkt", erklärte er an der Groß Mackenstedter Tankstelle. "Das Problem ist noch nicht gelöst, aber das ist ein wichtiger Baustein", sagte Thomsen mit Blick auf die Energiewende und der Suche nach neuen Antriebstechnologien.

Aber nicht nur an den Zapfsäulen gibt es etwas Neues, auch der Autohof selbst wurde groß renoviert. So sei eine neue Lounge eingerichtet und der Bistro-Bereich umgestaltet worden. Nach Angaben von Shell erhielten die Sanitäranlagen und Duschen für Fernfahrer zudem eine Rundumerneuerung. Die Klimaanlage sei auf den neuesten Stand der Technik gebracht und die Beleuchtung energiesparender gemacht worden.

Vor Ort präsentierten Vertreter der entsprechenden Hersteller auch ihre Wasserstoff-Autos. Zudem führten die Verantwortlichen über die Anlage und standen für Fragen zur Verfügung. Ein Schild weist aktuell noch nicht auf die neue Tankmöglichkeit hin, das soll sich aber bald ändern. Informationen, wo es Wasserstoff-Tankstellen gibt und wo welche entstehen sollen, gibt es im Internet unter der Adresse h2.live oder in der App von H2 Mobilty.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...