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Erntedankfest in Seckenhausen
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Herbstlich in Schale geworfen

Femke Liebich 16.09.2019 0 Kommentare

Die Handballspielgemeinschaft Stuhr verteilte beim Umzug mit den Erntewagen reichlich Kamelle an die Kinder, die sich fleißig danach bückten. Sie setzten voll auf das Motto Oktoberfest.
Die Handballspielgemeinschaft Stuhr verteilte beim Umzug mit den Erntewagen reichlich Kamelle an die Kinder, die sich fleißig danach bückten. Sie setzten voll auf das Motto Oktoberfest. (Vasil Dinev)

Stuhr-Seckenhausen. Wenn sich an einem Wochenende ein ganzer Ortsteil herbstlich in Schale wirft, kann das nur eines bedeuten: In Seckenhausen findet wieder das traditionelle Erntedankfest statt. Das Schmücken und Herausputzen haben allerdings nicht nur die Seckenhauser wörtlich genommen und ihre Gärten entsprechend dekoriert, auch einige umliegende Vereine und Gruppen haben sich zusammengetan, um ihre Erntewagen für den beliebten Festumzug kreativ zu gestalten.

„Die Stimmung war wieder einmalig. Es herrscht wirklich ein tolles generationsübergreifendes Gemeinschaftsgefühl und alle hatten zusammen viel Spaß und haben harmonisch miteinander gefeiert“, schildert Lena Ilsemann aus dem Organisationsteam des Reit- und Fahrvereins Seckenhausen ihren positiven Gesamteindruck. Der Verein war in diesem Jahr für die Ausrichtung zuständig und somit fanden der Ernteball am Sonnabend sowie der Gottesdienst und der traditionelle Frühschoppen mit Erbsensuppe am Sonntag in der Reithalle statt.

Doch der Reihe nach: Am Sonnabendmittag trafen sich alle Teilnehmer zunächst bei strahlendem Sonnenschein auf dem Hof Seevers. Unter den 14 geschmückten Erntewagen befand sich auch der bunte Wagen der Nachbarschaft aus dem Habenhauser Moor. „Wir haben im vergangenen Jahr das erste Mal mitgemacht und unseren Wagen aufwendig geschmückt, in diesem Jahr mussten wir ihn dann nur ein wenig optimieren“, berichtet Julia Leue. Wie ihre Nachbarn war auch sie farbenfroh als Zwerg verkleidet und bester Stimmung. „Unser Motto lautet Tratsch über den Zaun, denn so heißt auch unsere Whats-App-Gruppe“, verwies Svenja Gerdings auf den Slogan, der zugleich oben auf dem Wagen zu lesen war. Die sieben Familien aus dem genannten Habenhauser Moor haben sich zu dem Ernteumzug erneut nicht nur mit gekühlten Getränken, sondern auch mit reichlich Kamelle eingedeckt. Aus einem ganz bestimmten Grund: „Unsere Kinder waren immer ganz enttäuscht, wenn sie am Ende des Umzugs keine Süßigkeiten mehr abbekommen haben. Deshalb haben wir soviel dabei, dass auch die Letzten am Straßenrand noch etwas erhalten.“

Motto Oktoberfest

Ein paar Wagen weiter nutzten die Korballspielerinnen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ganz zünftig im Dirndl gekleidet die Zeit bis zum Beginn des Umzugs, um für Erinnerungsfotos vor ihrem bayerischen Wagen zu posieren. „Nach ‚magerer Ernte‘ im vergangenen Jahr haben wir uns dieses Mal für das Motto Oktoberfest entschieden“, erklärt Syrina Schriefer. Dem Thema entsprechend haben die jungen Sportlerinnen ihren Erntewagen stilecht in den blau-weißen Landesfarben mit Brezeln geschmückt. „Aber eigentlich machen wir schon allein mit unserem Gesang auf uns aufmerksam“, fügt Svenja Wegner lachend hinzu.

Der Kreativität waren bei allen Teilnehmern offensichtlich keine Grenzen gesetzt. So hatten die einen ihren Wagen ganz traditionell mit Maispflanzen, Getreideähren und Sonnenblumen verziert, während andere zu kompletten Strohpuppen und Flower-Power-Dekoration gegriffen hatten. Zu den beteiligten Gruppen und Vereinen zählten unter anderem die selbsternannten Kickers For Nature, der Club Hest em bi di, der Schützenverein Heiligenrode und die Ortsfeuerwehr Seckenhausen.

Der gesamte Erntetross setzte sich nach den Festreden der Ersten Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins Britta Janßen, des Hofherren Steffen Seevers sowie der stellvertretenden Bürgermeisterin Sigrid Rother und der Seckenhauser Pastorin Judith Matthes in Bewegung. Angeführt wurden die Wagen von der Erntekrone sowie drei Kutschen und sechs Reitern.

Am Ziel erwartete die Teilnehmer eine festlich geschmückte Reithalle, in der am Abend der traditionelle Ernteball gefeiert wurde. „Es war eine gelungene Fete mit circa 860 Besuchern“, resümierte Lena Ilsemann am folgenden Tag. Auf große Resonanz stieß zum Ausklang des Festwochenendes auch der Gottesdienst am Sonntagvormittag. „Musikalisch begleitet wurde dieser in diesem Jahr erstmals von einem Kinderchor, der ordentlich für Stimmung gesorgt hat“, ergänzt sie abschließend.

Selbstverständlich wurden auch die Mühen und das Engagement der Teilnehmer im Laufe des Festwochenendes entsprechend honoriert und flossen bei der Verleihung der Preise mit ein. Die Auszeichnung für den schönsten Wagen erhielten am Ende die Kickers For Nature vor der Gruppe „Tratsch über den Zaun“ und den Strohpuppen. Für den am schönsten geschmückten Garten wurde die Dorfstraße 26 ausgezeichnet.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...