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Themenabend für Eltern
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Hilfe von Tisch zu Tisch

Eike Wienbarg 09.01.2019 0 Kommentare

Am Themenabend sollen Eltern von Mädchen Hilfe bekommen.
Am Themenabend sollen Eltern von Mädchen Hilfe bekommen. (Julian Stratenschulte/DPA)

Stuhr. In der Veranstaltungsreihe „Werkstatt Erziehung“, die die Ambulanten Kinder- und Jugendhilfen Stuhr anbietet, finden sich in erster Linie Vorträge für Eltern zu bestimmten Themen, die ihre Kinder betreffen. Bei der letzten Veranstaltung der Reihe in diesem Semester am Donnerstag, 24. Januar, wird mit dieser Tradition aber ein wenig gebrochen. Zwar geht es unter dem Titel „Weil ich Mädchen bin – unterwegs auf der eigenen Baustelle“ um mögliche Probleme des weiblichen Nachwuchs. Diese sollen aber nicht in Vortrag und Diskussion, sondern an acht Thementischen in Kleingruppen angegangen werden, wie Stuhrs Gleichstellungsbeauftrage Nicole Feldmann-Paske berichtet.

Für die Veranstaltung haben sich die verschiedenen Mitglieder des Netzwerk Mädchen in Stuhr (wir berichteten) eine Art Speeddating für die interessierten Eltern ausgedacht. Der Abend ab 19.30 Uhr im Lesecafé der Bibliothek an der Jupiterstraße 1 in Brinkum steht dabei unter der Leitfrage „Welche Angebote gibt es in der Gemeinde Stuhr für Mädchen mit Problemen und in der Pubertät?“.

An den unterschiedlichen Thementischen sei die Möglichkeit der persönlichen Kontaktaufnahme für individuelle Fragen abseits einer größeren Gruppe und die Verabredung von weiteren Terminen am besten umzusetzen, sagt Feldmann-Paske über die Vorteile des Formats. In dreimal 20 Minuten können sich die Teilnehmer dann über folgende Themen austauschen und informieren:

Tisch 1: „Handy, Handy in der Hand! Wer ist die Schönste im ganzen Land?“ (Jugendtreff No Moor/Gemeinde Stuhr mit Silke Amrhein und Andrea Schattner); An diesem Tisch geht es vor allem um den Umgang mit dem Smartphone und den Sozialen Netzwerken. „Viele Eltern fragen sich, was ihre Tochter den ganzen Tag mit dem Mobiltelefon macht“, weiß Feldmann-Paske. Unter anderem sollen Angebote wie das Soziale Netzwerk Instagram oder die App „Musical.ly“ oder „Tik Tok“ Themen sein. Bei letzterer handelt es sich um ein Format, bei dem die Benutzer eigene Videos hochladen, in denen sie Lieder interpretieren oder dazu tanzen, erklärt Ariane Vollmer, Schulsozialarbeiterin an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Brinkum. Oft sei Eltern nicht bekannt, wie viel ihres privaten Umfelds oder ihres Kindes dort zu sehen sei. Auch gebe es in solchen Formaten oft negatives Feedback für die Kinder.

Tisch 2: „Wieso, weshalb, warum? – Mein Auftritt im Internet“ (Ariane Vollmer, Schulsozialarbeiterin); Gemeinsam mit den Streitschlichterinnen der Schule widmet sich sich Vollmer vor allem dem Thema des sogenannten Hate Speech. „Mit den Streitschlichterinnen können die Eltern vielleicht Sachen besprechen, die sie nicht mit ihren eigenen Teenies besprechen können“, hofft Vollmer. Die Streitschlichterinnen sind im Alter von 14 bis 15 Jahre und haben sich im Vorfeld explizit mit der Kommunikation im Internet beschäftigt. „Früher oder später landet jeder Streit im Netz“, weiß Vollmer aus ihrer Tätigkeit zu berichten.

Tisch 3: „Suchtberatung und Prävention für Mädchen“ (Ilona Drescher und Marion Bödeker, Release); Die beiden Release-Vertreter geben Eltern Hilfestellung bei Fragen zum auffälligen Konsum von Drogen, Medien und gestörtem Essverhalten. Dabei gehe es vor allem darum, was normales, pubertierendes Verhalten ist und was nicht, so Bödeker. „Aus der Praxis wissen wir, dass Eltern gerade im Umgang mit Medien besorgt sind“, sagt sie.

Tisch 4: „... noch pubertäres Verhalten oder schon psychisch auffällig?!“ (Insa Koschnitzke und Maren Friedel, Therapeutische WG Habakuk – Stephansstift); An diesem Tisch geht es laut Koschnitzke um die Grenzen zwischen normalem, pubertätsbedingtem Verhalten und Fällen, in denen psychologische Hilfe nötig ist. Die drei Schwerpunkte sind dabei selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen und depressive Episoden.

Tisch 5: „Partnerschaft und Sexualität heute aus Mädchensicht“ (Renate Barandon und Anna Karenina Liesaus, Allerleirauh); Hier sprechen die Experten über die erste Liebe und die ersten sexuellen Erfahrungen von Mädchen.

Tisch 6: „Influencer zwischen Vorbildfunktion und Dauerwebesendung“ (Förderverein Sie (h) da); An diesem Tisch können Fragen zum Thema Beeinflussungen gestellt werden. 

Tisch 7: „Interviews von jungen Mädchen mit und ohne Fluchtgeschichte über interkulturelle Anforderungen“ (Interkulturelle Koordinatorin); Beim Stuhrer Projekt Seventeen Tandem (wir berichteten) bilden Jugendliche gemeinsam ein Sprachtandem, bei dem Menschen mit Fluchtgeschichte die deutsche Sprache beigebracht werden soll. Am Tisch soll besprochen werden, wie es für Mädchen im interkulturellen Kontext ist.

Tisch 8: „Immer diese Erwartungen“ (Nicole Feldmann-Paske, Gleichstellungsbeauftragte); Nicole Feldmann-Paske informiert darüber, wie familiäre oder gesellschaftliche Erwartungen die Gestaltung von Geschlechterrollen beeinflussen. Basis sind auch Erkenntnisse der Genderparcours, die sie angeboten hat. 


Der Informationsabend für Eltern von Mädchen findet am Donnerstag, 24. Januar, ab 19.30 Uhr im Lesecafé der Brinkumer Bibliothek an der Jupiterstraße 1 in Brinkum statt.


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Leserkommentare
HB-Maennchen am 23.10.2019 09:23
Da möchte man als schlichter Leser des Weser-Kuriers der jetzt wieder doch etwas deutlicher wahrnehmbaren schreibenden Stimme der Chefredakteurin ...
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...