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Buslinie 55
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Mehr Fahrten, mehr Fahrgäste

Claudia Ihmels 07.06.2019 0 Kommentare

Besonders in den Morgenstunden steigen vermehrt Pendler in die Linie 55 ein, um Richtung Roland-Center zu fahren.
Besonders in den Morgenstunden steigen vermehrt Pendler in die Linie 55 ein, um Richtung Roland-Center zu fahren. (Janina Rahn)

Stuhr. Seit November 2018 fährt die Buslinie 55 von montags bis freitags in einem engeren Takt und damit öfter als vorher – und seitdem sind die Nutzerzahlen um rund 25 Prozent gestiegen. „Die Angebotserweiterung zeigt unmittelbar Wirkung“, lautet deshalb ein erstes Fazit der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), das am Donnerstagabend im Stuhrer Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt im Rathaus präsentiert wurde. Die Ausschussmitglieder waren ebenfalls begeistert und votierten anschließend zudem für eine Taktverdichtung der 55 an den Sonnabenden. Diskutiert wurde außerdem über weitere Ideen aus dem Mobiltätskonzept. Dabei geht es um die Linien 226, 227 und 113, für die der Ausschuss zum Teil kleinere Änderungen empfahl.

Markus Hallenkamp weiß in Sachen Linie 55 nicht nur aus beruflicher Hinsicht, wovon er spricht. „Ich wohne hier um die Ecke und nutze die 55 selbst“, sagte der Leiter des Bereichs Strategische Verkehrsplanung bei der BSAG zu Beginn seines Vortrag im Ausschuss. Dass während der Fahrt der Linie 55 vom Brinkumer ZOB zum Roland-Center in Huchting oft nicht alle Plätze besetzt sind, hat ihm aber auch eine Verkehrszählung bestätigt. „Dem Stuhrer mangelt es nicht an Sitzplätzen“, sagte Hallenkamp. Dennoch, mit Umsetzung der vom Stuhrer Rat beschlossenen Taktverdichtung verzeichnet die BSAG steigende Fahrgastzahlen. Die Linie 55 fährt seitdem montags bis freitags zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 15.30 und 18.30 Uhr im 20-Minuten-Takt und zwischen 9 und 15.30 Uhr im 30-Minuten-Takt. Das sind zehn Fahrten pro Tag und Richtung zusätzlich. Besonders die Fahrten in den Morgenstunden werden gut angenommen. Laut Hallenkamp gibt es in beiden Fahrtrichtungen Zuwächse um 30 Prozent. Der stärkste Zuwachs sei im Bereich der morgendlichen Pendlerfahrten Richtung Bremen zu verzeichnen. Die meisten Menschen steigen dementsprechend erst am Roland-Center wieder aus, innerhalb Stuhrs wird laut Hallenkamp vor allem am ZOB, an der Magdeburger Straße, der Moselallee und an der Schule Moordeich ein- und ausgestiegen.

Arno Büchel (SPD) erkundigte sich nach den absoluten Zahlen der Nutzer. „Die Straßenbahn-Gegner sagen ja, der Bus ist ewig leer“, so Büchel. Hallenkamp will damit noch etwas abwarten, bis die BSAG einen längeren Zeitraum untersuchen konnte. Die Ausschussmitglieder zeigten sich aber auch schon nach der Präsentation dieses positiven Trends sehr erfreut. „Ich freue mich, dass das so schnell und nachhaltig gewirkt hat. Anscheinend haben die Leute darauf gewartet“, sagte Kristine Helmerichs (Grüne). „Ich bin erfreut“, sagte auch Joachim Döpkens (Besser), fragte aber auch, warum das nicht so 30 Jahre früher aufgefallen sei. Hallenkamp gab die Kritik an den Ausschuss zurück: „Hier sitzt das Gremium, das 30 Jahre etwas hätte sagen können.“ Der BSAG-Mitarbeiter betonte aber auch: „Da wo man etwas macht, sieht man auch Effekte.“

Das könnte bei der Linie 55 bald auch am Sonnabend der Fall sein. Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es nämlich darum, an dem Tag zwischen 9.30 und 19.30 Uhr ebenfalls einen 30-Minuten-Takt einzuführen. Das würde laut Vorlage im Vergleich zu jetzt zehn zusätzliche Fahrtenpaare und einen betrieblichen Aufwand von rund 26 000 Euro bedeuten. Da der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen Niedersachsen (ZVBN) bereits eine Förderung zugesagt hat, würde das neue Angebot am Sonnabend die Gemeinde jährlich etwa 13 000 Euro kosten. „Wir vergeben uns nichts damit, wenn wir es einfach ausprobieren“, sagte Heiner Lampe (CDU). „Die Kosten sind gut angelegt, wir sollten es ausprobieren“, fand auch Döpkens. Der Ausschuss empfahl die Taktverdichtung am Sonnabend einstimmig. Spricht der Rat sich ebenfalls dafür aus, könnte der Probebetrieb für zwei Jahre frühestens zum Fahrplanwechsel im März 2020 starten.

Zahlreiche Ideen und Verbesserungsvorschläge gab es im Rahmen des Stuhrer Mobilitätskonzepts auch für die Linien 226, 227 und 113 (Grönemeyer-Linie). Vieles davon ist aber nicht umsetzbar, wie Heide Hettler, im Fachdienst Verkehr und Feuerwehr bei der Gemeinde für den Bereich ÖPNV zuständig, im Ausschuss erläuterte. Sie verwies dazu auf die Beurteilungen der Vorschläge durch den ZVBN. Möglich sind aber folgende Veränderungen, die vom Ausschuss auch einstimmig empfohlen wurden: Die Linie 113 soll von montags bis freitags im Stundentakt und mit einer Erweiterung in Richtung Seckenhausen verkehren. Das würde die Gemeinde jährlich 60 500 Euro kosten. Für die Linie 227 würde die Empfehlung eine Taktverdichtung von vier auf acht Fahrtenpaare täglich (montags bis freitags) bedeuten sowie Kosten von rund 26 600 Euro jährlich für die Gemeinde – Förderung durch den ZVBN vorausgesetzt. Bei der Linie 226 würde alles beim Alten bleiben. 


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Leserkommentare
Opferanode am 20.10.2019 15:14
@ Bunker
Bei Ihnen weiß ich nicht immer, ob Sie das ernst meinen, was Sie schreiben. Kann ja auch ironisch gemeint sein?
Wenn Sie von ...
alterwaller am 20.10.2019 15:01
INITIATIVEN !!!

Zu hoch, zu flach, zu breit, zu lang. Die Fenster passen nicht zum Umfeld und was ist mit begrünten Dächern ? Da wird ...