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Nana-Kurs im Brinkumer MGH
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Mit Draht fängt alles an

Sarah Essing 09.10.2019 0 Kommentare

Heike Lüske-Krüger kreiert Nana-Plastiken und gibt jetzt einen Kurs im Mehr-Generationen-Haus Brinkum.
Heike Lüske-Krüger kreiert Nana-Plastiken und gibt jetzt einen Kurs im Mehr-Generationen-Haus Brinkum. (Vasil Dinev)

Syke-Heiligenfelde/Stuhr-Brinkum. „Meine Nanas verkaufe ich nicht!“ Mit Bestimmtheit weist Heike Lüske-Krüger ein derartiges Ansinnen ab. Und kaufen muss man die farbenfrohen, üppigen Figuren aus Draht, Papier und Gips auch gar nicht. Man kann sie mit Lüske-Krüger selbst gestalten. Unter dem Motto „Alle Macht den Nanas!“ bietet die Heiligenfelderin im Mehr-Generationen-Haus (MGH) Brinkum von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. Oktober, einen Nana-Gestaltungskurs an. „Wer Lust hat, darf gerne kommen“, lädt sie jeden ein, der Gefallen daran hat, für sich selbst eine der farbenfrohen Plastiken nach dem von Niki de Saint Phalle geschaffenen Vorbild zu kreieren. „Es ist schön, dass wir neben dem Acrylmalkurs auch mal wieder etwas Gestalterisches im MGH haben“, freut sich die Leiterin des Hauses, Daniela Gräf.

Für Weiblichkeit und Selbstbewusstsein, Lebenskraft und freie Gestaltung stehen die üppigen, lebensbejahenden Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. Erstmals stellte sie 1965 die fröhlichen, bunten, meist tanzenden, oft überlebensgroßen, dicken Nanas in Paris aus. Sie ziehen sich durch das Lebenswerk der Künstlerin und faszinieren bis heute – auch Heike Lüske-Krüger. Die gelernte Erzieherin leitete jahrelang eine Kindertagesstätte und war daher schon aus beruflichen Gründen immer kreativ unterwegs. „Da denkt man sich vieles aus“, sagt Lüske-Krüger.

2002 nahm sie dann selbst an einem Nana-Gestaltungskurs teil und verlor ihr Herz an die Figuren. „Das hat mir so viel Freude gemacht. Ich weiß nicht, wie viele ich im Laufe der Zeit geschaffen habe“, bekennt sie. Hergeben will sie dennoch keine ihrer Kreationen. Aber die Freude an den Nanas, wie auch den Spaß am Prozess des Gestaltens selbst, will sie ihren Kursteilnehmern vermitteln. 2004 begann sie selbst Kurse zu geben. Zweimal pro Jahr bietet sie diese in ihrem Haus in Heiligenfelde an. Jetzt sollen die Nanas auch Brinkum erobern. 

Der Kontakt zum MGH kam dabei über einen kleinen Umweg zustande. „Seit sechs Monaten gibt es bei uns im Haus eine Puppenspielgruppe“, berichtet Daniela Gräf. Daran nimmt auch Heike Lüske-Krüger teil. Da Gräf als Leiterin des Hauses die Gruppe in der Anfangszeit noch mit betreute, kamen die beiden Frauen schnell ins Gespräch und auch auf das Thema Nanas. „Es hat im MGH schon mal Nana-Kurse gegeben“, erinnert sich Gräf. Und da diese sehr gut angenommen wurden, nahm sie den Vorschlag für einen neuen Nana-Kurs nur zu gern auf. „Mir gefällt besonders, dass die Teilnehmer auch etwas über das Leben und das Werk von Niki de Saint Phalle in diesem Kurs erfahren“, sagt sie, denn schließlich soll auch der rege Austausch unter den Teilnehmern nicht zu kurz kommen.

„Mit Draht wird angefangen“, schildert Heike Lüske-Krüger den Schaffensprozess ihrer Nanas. Dieser wird in einer speziellen Technik, an der sie jahrelang gefeilt hat, mit Küchenpapier umwickelt. „Das eignet sich am besten.“ Alles wird fixiert und zum Schluss kommt eine Lage Gips darüber. „Das ist wie bei der Geburt“, sagt Heike Lüske-Krüger. „Erst sind wir alle schlank und dann kommt alles dazu, was man isst und was man ist, was man an Erfahrungen macht und was man erlebt.“ Abschließend können die rund 35 bis 40 Zentimeter großen Figurinen dann bemalt werden. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Jeder denkt sich etwas anderes und jeder findet etwas anderes schön“, weiß Lüske-Krüger. Daher gibt es keine Vorgaben, nur Tipps. „Erstteilnehmern rate ich immer: Wenn ihr es euch leicht machen wollt, malt ein Kleid oder einen Badeanzug.“ Ansonsten könne man im Internet auch nach „hochinteressanten“ Outfits suchen.

Der Kursus findet im Mehr-Generationen-Haus an der Bremer Straße 9 in Brinkum statt. Heiße und kalte Getränke sind vor Ort erhältlich, Verpflegung muss sich jeder nach Bedarf selbst mitbringen. Platz ist für maximal zwölf Teilnehmer. „Aber bei großer Nachfrage werden wir einen weiteren Termin anbieten“, sagt Daniela Gräf. Auch ein Folgekurs ist bei entsprechendem Interesse nicht ausgeschlossen.

Der Kursus findet statt am Freitag, 18. Oktober, von 17.30 bis 20.30 Uhr, Sonnabend, 19. Oktober, von 14 bis 18 Uhr und Sonntag, 20. Oktober von 10 bis 17 Uhr. Die Kursgebühr beträgt 80 Euro und beinhaltet bereits die Materialkosten. Anmeldungen nimmt Heike Lüske-Krüger telefonisch unter der Rufnummer 01 73 / 7 22 35 51 entgegen.


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Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...