Wetter: Nebel, 11 bis 15 °C
Nächstes Stück der Heimatbühne Stuhr
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Schweinekrieg mit Herz und Mors

Dagmar Voss 15.08.2019 0 Kommentare

Es geht bei „Swattbunte Farken“ um Liebeleien, Konkurrenz, Neid und Eifersucht – auch im wahrsten Sinne um Ferkelei.
Es geht bei „Swattbunte Farken“ um Liebeleien, Konkurrenz, Neid und Eifersucht – auch im wahrsten Sinne um Ferkelei. (Vasil Dinev)

Stuhr. Viel zu lachen gibt es derzeit während der Proben der Heimatbühne Stuhr. Wobei die Situationskomik wegen mancher schräger Worte sowie der Regieanweisungen von Margrit Unger eine Rolle spielen. Es geht um das neue niederdeutsche Stück, das sie gerade einüben und mit dem sie am 1. September im Stuhrer Rathaus Premiere feiern wollen: die Komödie „Swattbunte Farken“ von Jens Exler.

Dieses „lustig Spill in dree Törns“ schrieb Exler, der von 1914 bis 1987 lebte und bis heute als einer der meistgespielten niederdeutschen Autoren gilt, im Jahr 1947. Exlers erstes eigenes Stück ist das Lustspiel, das sich die Heimatbühne auch als eines der ersten Stücke schon 1953 ausgesucht hatte. Dann holte sie es 1993 noch einmal aus der Versenkung und nun wieder.

Wie immer wird in der Scheune eines Ensemblemitglieds in Blocken geprobt, ein passendes Ambiente zur Handlung der Komödie. Denn dort geht es um einige seltsame Vorkommnisse in einem kleinen Dorf mit Wünschen und Beschlüssen des Gemeinderates. Die Requisiten wirken wahrscheinlich noch ein bisschen wie aus der Realität geflogen. „Das wollen wir noch renovieren“, versicherte Gerlinde Ahlers. Gemeint sind kleine fachwerkähnliche Hauseingänge mit Reetdächern. Dazwischen Tische, an denen die Akteure ihre komischen Dialoge führen. Alles mitten aus dem Leben und aktuell: Liebeleien, Konkurrenz, Neid und Eifersucht.

Herkules fürs Dorfzentrum

Los geht es mit einer Gemeinderatssitzung, zu der der „Dögenix“ Jörn Bessenbinner (Christian Röpe) als Zuhörer seine Kommentare beisteuert. Es gibt einen ziemlich überheblichen Gemeindevorsteher, Gerd Thiesen (Peter Röpe), der sich vorstellt, für das Dorf einen Eber anzuschaffen. Nach seiner Auffassung sollte es ein weißer sein – er hat ihn schon ausgeguckt, den Herkules, groß, glatt und schier. Den will er mittig im Zentrum aufgestallt wissen, bei sich selbst, im Herzen des Dorfes.

Da geht es schon los mit den Auseinandersetzungen, denn sein Widersacher Ole Sörn (Horst True) sieht sich als linke Herzkammer des Dorfes. Zu komisch, wie dann auch noch Klaus (Dieter Heinken) seinen Senf dazu beiträgt, er sei dann aber dessen Blinddarm. Einen weiteren Körperteil hat Bessenbinner zu bieten, den Mors nämlich. Außerdem sind die meisten doch eher gegen Herkules. Das alles klingt doch sehr nach einem Schweinekrieg.

Mit Geturtel um ihren Angebeteten will derweil Guste (Tanja Stölting) nun endlich für ihre Heirat sorgen. Andernfalls könnte sie ja den schönen Heino (Dennis True), Sohn des Gemeindevorstehers Thiesen, in Betracht ziehen. Der ist nach langer Abwesenheit als Diplomlandwirt nach Hause zurückgekehrt. Lotte Sörn (Amelie Ravensburg) wartet schon sehnsüchtig auf ihn und überlegt, wie sie sich für ihn attraktiver machen könnte. Allerdings sind Lottes Vater Ole und Heinos Vater nicht die besten Freunde – wegen der Sache mit den „swattbunten Farken“. Für Hochdeutsch Sprechende: schwarzbunte Ferkel.

Irgendwas ist da noch mit einer Gitarre, die bei der Probe gerade nicht zur Hand ist. Unger verlangt nach etwas Ähnlichem als Ersatz. Schwupps, kriegt Heino eine Plastikkiste überreicht als theoretische Gitarre. Welche Rolle die dann später noch spielt, weiß man nicht. Auch nicht, wie sich das alles mit den Ferkeln und der Liebe noch entwickelt – da soll unter anderem Schlitzohr Bessenbinner eine tragende Rolle spielen.

Zur Sache

Die Aufführungen

Für diejenigen, die neugierig geworden sind, gibt es die Auflösung bei den Aufführungen. Mit dem Stück wollen die Laienschauspieler der Heimatbühne ab September in der Region amüsieren. Premiere ist am Sonnabend, 1. September, ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen im Rathaus Stuhr, Einlass ab 13.30 Uhr. Karten gibt es nur im Bürgerbüro. Weitere Termine sind am 29. September ab 15 Uhr in der Grundschule Feldstraße, am 12. (19 Uhr) und 13. Oktober (15 Uhr) in der Dorfschule Blocken sowie am 20. Oktober ab 15 Uhr im Kreismuseum Syke. Dazu gibt es nur im Museum Karten unter 0 42 42 / 25 27. Am 10. November ab 15 Uhr spielt die Heimatbühne in Bremen-Findorff. Der Verkauf läuft über Horst True auf dem Findorff-Markt oder an der Tageskasse. Außerdem noch drei weitere Termine: 1. Dezember (15 Uhr) in der Grundschule Varrel, am 11. (19 Uhr) und 12. Januar (15 Uhr) 2020 im Gasthaus Zur Linde in Ganderkesee. Vorverkauf bei Margrit Unger (0 42 21 / 3 02 68) und Horst True (04 21 / 89 41 27). 


Mein Stuhr & Weyhe
Ihr Portal für Stuhr & Weyhe

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für die Gemeinden Stuhr und Weyhe. Hier informieren wir Sie über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus dem Diepholzer Nordkreis.

Vor dem Hintergrund von Datenklau und Datenschutz beleuchten der Weyher Dennis-Kenji Kipker und der Stuhrer Volljurist Sven Venzke-Caprarese im WESER-KURIER nun alle zwei Wochen Themen der digitalen Welt.
Aktueller Mittagstisch in Ihrer Region
Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 15 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Nebel.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 30 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Traueranzeigen
Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.