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A281-Baustelle
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Stuhr wird zur Ausweichroute

Claudia Ihmels 16.05.2019 0 Kommentare

Wenn in Bremen der Bauabschnitt 2/2 der A281 realisiert wird, wird es laut Prognosen der Deges zu einer Verkehrszunahme von etwa sechs Prozent auf der Carl-Zeiss-Straße in Stuhr kommen.
Wenn in Bremen der Bauabschnitt 2/2 der A281 realisiert wird, wird es laut Prognosen der Deges zu einer Verkehrszunahme von etwa sechs Prozent auf der Carl-Zeiss-Straße in Stuhr kommen. (Claudia Ihmels)

Stuhr/Bremen. Was kommt auf die Stuhrer zu, wenn in Bremen der Bauabschnitt 2/2 der Autobahn 281 realisiert wird? Zur Beantwortung dieser Frage hatte sich der Stuhrer Rat für seine Sitzung am Mittwochabend Jürgen Kück von der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) eingeladen. Und er bestätigte den Anwesenden das, was viele wohl schon vermutet hatten: „Die Carl-Zeiss-Straße und die Norderländer Straße werden dann stärker belastet“, sagte er. Die Strecke werde natürlich nicht als Umleitung ausgeschildert, sei dann aber einfach eine geeignete Abkürzung nach Bremen.

Kück erläuterte zunächst, welche Bauphasen geplant seien und mit welchen Sperrungen diese einhergehen werden. Der Bereichsleiter der Deges in Bremen geht davon aus, dass die gesamte Bauzeit, während der in den Verkehr eingegriffen wird, etwa drei Jahre dauern wird. Besondere Herausforderungen bringt dabei das Ersetzen des Tunnel- und Trogbauwerks unter dem Knotenpunkt Neuenlander Straße/ Kattenturmer Heerstraße zum Zubringer Arsten mit sich. Schwierig wird es laut Kück besonders mit Beginn der vierten Bauphase, von der an alle Linksabbiegebeziehungen in dem Knotenpunkt nicht mehr gefahren werden können. Wann es genau mit dem Bau losgeht, konnte er nicht sagen. Er geht davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss bald vorliegt – ebenso davon, dass dagegen geklagt wird. Bis diese verhandelt würden, müsste man auch mit 15 bis 18 Monaten rechnen.

„Einige Auswirkungen muss man genauer betrachten“, sagte nach Kücks Vortrag Norbert Breeger von den Bürgerinitiativen für eine menschengerechte A281. Er nahm als Gast im Publikum an der Ratssitzung teil und war sich sicher, dass die Bauarbeiten „massive Auswirkungen“ für die Menschen im Landkreis Diepholz haben – besonders für alle, die über die Neuenlander Straße nach Bremen rein wollen. „Ich möchte mir auch nicht vorstellen, was passiert, wenn wir mehr als eine Baustelle im Bremer Süden beziehungsweise in Brinkum haben“, warnte er. Kück hielt dagegen: „Es wird nicht so sein, dass wir zwei große Maßnahmen gleichzeitig und dann den Gau haben.“ Jan-Alfred Meyer-Diekena (FDP) war skeptisch: „Wir kennen die Koordination von Baustellen in Bremen.“

Was die Verkehrszunahme angeht, hätten die Berechnungen der Deges laut Kück für die Carl-Zeiss-Straße sechs Prozent mehr Verkehr prognostiziert, für die Norderländer Straße etwas mehr. Joachim Döpkens (Besser) regte an, ob man den Verkehr auf der Emslandstraße in Grolland nicht zweispurig laufen lassen kann. „Den Hinweis nehme ich gerne auf“, sagte Kück. Enttäuschen musste er hingegen Susanne Cohrs (SPD): Nein, die Tempo 30-Zone werde nicht aufgehoben, sondern tendenziell eher auf den ganzen Tag ausgedehnt.

Frank Schröder (CDU) erkundigte sich zudem nach der B6 neu. „Wir verlieren langsam die Geduld“, sagte er. Kück antwortete, dass er gerne mit den Planungen beginnen würde, verwies aber auf die Bremer Politik: „Im Moment ist das wenig bis gar keine Bewegung.“


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...