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Osterfeuer und Co.
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Traumwetter lockt zu den Feuern

Anke Bayer-Thiemig 22.04.2019 1 Kommentar

Nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß an den Veranstaltungen, wie hier bereits zum Osterfeuer in Leeste.
Nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß an den Veranstaltungen, wie hier bereits zum Osterfeuer in Leeste. (Vasil Dinev)

Stuhr-Varrel/Weyhe-Leeste. Josias wusste den Augenblick zu schätzen. Erst durfte er Ostereier unter den Bäumen am Klosterbach suchen und dann zu später Stunde noch draußen herumtoben und einem großen Feuer nahekommen. Fasziniert blickte der Siebenjährige in die lodernden Flammen. In der Nähe seines Kinderzimmers wäre diese Flammenwand eine Bedrohung gewesen. Doch auf dem freien Feld neben dem Gut Varrel, weit ab von allen Häusern, war alles unter Kontrolle. Gemeinsam mit seiner Mutter und anderen Kindern pendelte der Schüler zwischen Osterfeuer und Würstchenstand, Pommesbude, Schieß- und Fischbrötchenangeboten hin und her und war von diesem außergewöhnlichen Erlebnis begeistert. Das Osterfeuer des Fördervereins vom Gut lockte erneut mehrere tausend Menschen an das Gutsgelände. Und auch in Leeste wurde den vielen Besuchern einiges geboten.

Die Organisatoren hatten für die Atmosphäre eines Volksfestes gesorgt, wer nicht draußen bleiben wollte, fand auch in der Gutsscheune Platz, die Blechblaskapelle Moordieker Jungs und Deerns hatte erneut für die musikalische Unterhaltung gesorgt. Dort gab es zudem neben einem frisch gezapften Bier auch frisch geschmierte Schmalzbrote. Im Backhaus wurde sogar Glühwein ausgeschenkt. Alles wie gehabt. „Niemand muss Angst haben, am Gut zu verhungern oder gar zu verdursten“, freute sich Frank Schröder vom Förderverein über die vielen Besucher und fügte hinzu: „Wir sind gut vorbereitet.“ Es waren etwa 60 Ehrenamtliche des Vereins im Einsatz, für die Imbisswagen zeigte sich wieder die Firma Fortmann verantwortlich.

Trotzdem gab es teilweise Staus an den Ständen. Die meisten Besucher nahmen es ziemlich gelassen und ließen sich die Stimmung davon nicht vermiesen. Bei bestem Wetter genossen sie die wunderschöne Kulisse des Gutes. Es war übrigens das sonnigste und wärmste Osterfest seit mindestens 30 Jahren, so die Meteorologen. Die Einnahmen aus dem Osterfeuer steckt der Förderverein in den Ausbau und in den Erhalt der historischen Gutsanlage. Damit alles sicher ablief, waren die Freiwillige Feuerwehr Stuhr, das Deutsche Rote Kreuz, die Security und Nachtwanderer vor Ort. „Außerdem schaut die Polizei alle zwei Stunden vorbei“, so Schröder.

Über dem Mühlenkamp-Gelände in Leeste ragte ebenfalls eine Rauchsäule am Sonntagabend in den Himmel. Auch hier gab es schon frühzeitig kaum noch Parkplätze. Zudem konnte an der Straße Mühlenkamp nicht geparkt werden, damit die Feuerwehr bei einem eventuellen Einsatz ausrücken konnte. Für viele Besucher war das jedoch kein Problem. Dank des guten Wetters kamen sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Der Leester Osterräderlauf hat sich in der Region zum größten Spektakel seiner Art entwickelt. Kein Wunder, denn traditionell wurde es nicht nur feurig, sondern auch geheimnisvoll auf dem Gelände. Schon früh bildeten sich immer wieder dichte Menschentrauben, die sich Platz am Fuße des Mühlenkamp-Hügels suchten, hinter rot-weißem Flatterband und etwa 50 Fackeln, die die Landebahn für die Feuerräder und die Besucherwiese voneinander trennten.

Rundum begeistert haben sich die Gäste gezeigt, obwohl der Lauf wegen Bepflanzungen in diesem Jahr auf einer etwas verkürzten Zone stattfand. Außer ein bisschen Vogelgezwitscher waren einzig diverse „Ooohs“ und „Aaahs“ zu hören. Das alte Ritual – ein Willkommensgruß an die Sonne und den Frühling – wurde sowohl von Anwohnern als auch auswärtigen Gästen begeistert angenommen. Anschließend wurde vom Gipfel des Mühlenkamp-Berges ein Höhenfeuerwerk abgebrannt, zuvor gab es auch dort das traditionelle Osterfeuer. Mehr ging kaum. Nach den warmen Tagen vor dem Osterfest waren die aufgestapelten Zweige und Äste so ausgedörrt, dass sie sofort Feuer fingen und ungewöhnlich schnell niederbrannten. „Es brennt wie Zunder“, fanden die Besucher. Um der Trockenheit und der Gefahr des Überspringens der Flammen entgegenzuwirken, wurden Bäume, Sträucher und Rasenflächen in der Nähe des Osterfeuers immer wieder nass gemacht.

Dazu gab es auch hier Bratwurst, Pommes und kalte Getränke, die Tradition wurde geschätzt. Seit 1984 gibt es das Spektakel am Mühlenkamp, nur zwei Mal sei es ausgefallen, so Michael Buch, Sprecher der Ortsfeuerwehr Leeste, die die Veranstaltung organisiert.

Kinder tobten auf dem Gelände, die Erwachsenen unterhielten sich, einige der jungen Besucher suchten sich Platz auf dem Klettergerüst des Spielplatzes, meinten wohl, dort noch einen besseren Überblick zu haben. Andere übten sich im Stöckchen-Weitwurf, allerdings bevor das Feuer angezündet wurde. „Eltern, Kinder, Omas und Opas, es ist immer wieder schön, dass so viele Menschen nach Leeste kommen“, war immer wieder zu hören.

Kinder sind beeindruckt

„Eine schöne Sache“, freute sich ein Angereister und ergänzte: „Das Wetter hat mitgespielt, die Stimmung war überragend, ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“ Am meisten beeindruckt waren die Kinder. Die fünfjährige Luisa hatte so viel Feuer noch nie gesehen. Der sechsjährige Liam schwärmte von den Osterrädern, aber es gab auch viele Kinder wie die neunjährige Mia und den vierjährigen Lukas: „Uns hat alles am besten gefallen.“

Dass das Osterfeuer in Varrel und der Osterräderlauf in Leeste Publikumsmagnete sind, spiegelte nicht nur in der Anzahl der vielen Besuchern wider, sondern auch der weit angereisten. Matthias Meyer war sogar aus Oldenburg gekommen, um dabei zu sein. „Die Aktion ist immer toll“, begründete er nach der Ankunft sein Kommen.


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Leserkommentare
hopfen am 21.10.2019 11:38
Ein sehr gutes Beispiel dafür wie realitätsfern Politiker inzwischen sind. Würden alle fast identische Ferienzeiten bekommen, würde das absolute ...
admiral_brommy am 21.10.2019 11:29
Zitat: ".....und die Behörden lehnen seinen Asylantrag ab. "

Ausreisepflichtig scheint er aber nicht zu sein. Warum?
Warum ...