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Förderverein in Moordeich und Varrel
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Über den Unterricht hinaus

Eike Wienbarg 16.10.2018 0 Kommentare

Blicken zufrieden auf die vergangenen 25 Jahre zurück: der Vorsitzende des Fördervereins Hermann Josef Meyer und der zweite Vorsitzende Hans-Georg Konzok.
Blicken zufrieden auf die vergangenen 25 Jahre zurück: der Vorsitzende des Fördervereins Hermann Josef Meyer und der zweite Vorsitzende Hans-Georg Konzok. (Braunschädel)

Stuhr. Den Schülern ein bisschen mehr bieten, als sie allein im Unterricht lernen – so lautet das Credo des Fördervereins der Schulen in Moordeich und Varrel. Und das mittlerweile seit einem Vierteljahrhundert. Am Donnerstag, 25. Oktober, wollen die Verantwortlichen bei einer Feierstunde auf die 25-jährige Tätigkeit und die zahlreichen Projekte, die vom Förderverein an den Grundschulen in Varrel und Moordeich sowie an der Lise-Meitner-Schule angeschoben wurden, zurückblicken.

Alles angefangen hat dabei im Jahr 1993. Damals habe es Probleme mit einigen Angeboten an der damaligen Hauptschule mit Realschulzweig und Orientierungsstufe in Moordeich gegeben, erinnert sich Hermann Josef Meyer, seit der Gründung erster Vorsitzender des Fördervereins. Damals war er Elternsprecher an der Schule, auf die seine Kinder gingen. „Es drohten Sachen wegzufallen, da kein Geld zur Verfügung stand“, berichtet er. Um die Angebote trotzdem fortzuführen, setzen sich Eltern, Lehrer und Schulleitung an einen Tisch. Eine Lösung sollte her. Diese fanden die Beteiligten in der Gründung eines Fördervereins. „Brinkum hat es uns vorgemacht“, sagt Meyer mit Blick auf den Förderverein der dortigen Kooperativen Gesamtschule (KGS). So entstand der Förderverein des Schulzentrums Moordeich.

Für das erste Jahr verzeichnet der Vorsitzende Ausgaben von 1359 DM für einen Schüleraustausch mit einer polnischen Schule und die Beschaffung von Sportgeräten. Im Jahr 1995 übertrafen die Ausgaben das erste Mal die Marke von 10 000 DM. Diese wurden unter anderem in eine neue Stereoanlage für das Schulforum investiert.

Irgendwann reifte bei den Beteiligten die Idee, den Förderverein auszuweiten. Auch andere Schulen brauchten Unterstützung. „Wir wollten gerne auch die Grundschulen dazu holen“, berichtet Meyer. So beschloss der Förderverein im Jahr 2001 die Aufnahme der Grundschulen in Moordeich und Varrel. Durch eine Satzungsänderung gelangte der Verein an seinen heutigen Namen und ist nun als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Die Unterstützung der Schulen durch den Förderverein folgt dabei immer klaren Grundsätzen. Die Schulen, meist in Person der Schulleitungen, äußern in regelmäßigen Treffen Wünsche, und der Vorstand des Fördervereins um Meyer, den zweiten Vorsitzenden Hans-Georg Konzok, Kassenwartin Ute Malowitz und den technischen Berater Helmut Petrich, der gleichzeitig Hausmeister an der Lise-Meitner-Schule ist, heben oder senken ihren Daumen. „Meistens hat der Finanzchef genickt“, sagt Meyer mit einem Schmunzeln.

Wichtig ist den Vorstandsmitgliedern, dass das Geld allen drei Schulen unabhängig von ihrer Größe zugute kommt. Bei jedem Vorhaben wird geschaut, ob es machbar ist oder nicht, erklären Meyer und Hans-Georg Konzok. Ins Repertoire fallen dabei vor allem die Unterstützung für Anschaffungen von Geräten, die Hilfe für Arbeitsgemeinschaften (AG) und die Ganztagsbetreuung, die nach und nach an den Schulen eingeführt wurde. „Mathe-AG, Töpfer-AG, Tanz-AG, Computer-AG, Naturkunde-AG, Sport-AG, Schach-AG“, zählt Meyer beispielhaft für das Jahr 2001 die Unterstützung der Arbeitsgemeinschaften auf. „Es gibt viele Kleinigkeiten, die notwendig sind“, sagt Hans-Georg Konzok.

Einige dieser Kleinigkeiten sind zum Beispiel Rednerpulte, die alle Klassen der Lise-Meitner-Schule mit Unterstützung des Fördervereins erhalten haben. Dabei gehe es darum, die Schüler im freien Reden zu schulen, erklärt Meyer den Hintergrund der Anschaffung. Allgemein gehe es bei den meisten Hilfen darum, den Schülern etwas mehr als nur den klassischen Unterricht zu bieten. Für Meyer und Konzok steht die Erziehung zum „kritischen Denken“ im Vordergrund der Überlegungen des Fördervereins. 

Daher sollen von den Vorhaben des Fördervereins auch möglichst alle Schüler profitieren können. Förderungen für einzelne Schüler, zum Beispiel zur Unterstützung bei Klassenfahrten, seien daher nicht vorgesehen, erklären Meyer und Konzok. Dafür gebe es andere Stellen. 

Insgesamt hat der Förderverein in den vergangenen 25 Jahren eine Summe von 241 244 Euro in die Schulen investiert, hat Hermann Josef Meyer errechnet. Neben Mitgliedsbeiträgen sind darin auch Spenden von anderen Sponsoren oder Förderern aus der Gemeinde enthalten. Stand 2018 hat der Förderverein 420 Mitglieder. „Wir sind mit 40 Mitgliedern angefangen“, erinnert sich Meyer zurück.

Trotz der großen Steigerung sind die beiden Vorsitzenden immer auf der Suche nach weiterer Unterstützung. „Wir sind relativ Wenige im Vergleich mit anderen Fördervereinen“, findet Konzok. Immerhin besuchen rund 1350 Schüler die drei begleiteten Schulen. So seien nur rund ein Drittel der Eltern organisiert. Wer aber einmal in den Förderverein eingetreten ist, bleibt auch lange dabei. „90 Prozent bleiben zehn Jahre dabei“, sagt Meyer. Da sei es von Vorteil, dass der Verein für drei Schulen von der ersten bis zur zehnten Klasse zuständig ist.

„Alle in der Gemeinde machen viel für die Schulen“, lobt Konzok ebenfalls die Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung. Auch die Stuhrer Bürgermeister hätten immer ein offenes Ohr für die Belange des Vereins und die Schulen.

Auch in Zukunft will der Förderverein sich weiterhin für die Schulen einsetzen. „Nötig ist das allemal“, sagt Hermann Josef Meyer. „Wir halten ihnen den Rücken frei“, beschreibt der langjährige Vorsitzende die Aufgabe des Fördervereins und hofft weiterhin auf Unterstützung – vor allem im Sinne der Schüler und ihrer Bildung.


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Leserkommentare
admiral_brommy am 19.10.2019 13:20
Durchaus nicht.



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suziwolf am 19.10.2019 13:17
@Siegfried ...

Sie machen aber jetzt die Idee der BI zum
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