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Bürgerbusverein Weyhe
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Voll in Fahrt

Alexandra Penth 05.10.2018 0 Kommentare

Montags bis freitags sind die beiden Linien des Bürgerbusses in zwei Schichten für die Weyher im Gemeindegebiet unterwegs. 
Montags bis freitags sind die beiden Linien des Bürgerbusses in zwei Schichten für die Weyher im Gemeindegebiet unterwegs.  (Janina Rahn)

Weyhe. Regine von Larcher lenkt gelegentlich den Bürgerbus, vor allem aber die Geschicke des dahinterstehenden Vereins. Vor fast eineinhalb Jahren übernahm sie dessen Vorsitz. Mit den Entwicklungen ist Larcher, die sich seit 2010 in dem 150 Mitglieder starken Verein engagiert, durchaus zufrieden.

Zwei Arbeitsgruppen haben in der Zeit ihre Arbeit aufgenommen. Eine widmet sich dem Thema Haltestellen, die andere dem neuen Bus. „Kommenden Herbst brauchen wir einen neuen, weil einer von unseren seine Kilometerzahl runter hat“, sagt von Larcher. Wieder soll es ein Bus des Herstellers Kutsenits aus Slowenien werden. Nur hat sich das Team, das sich auf der IAA-Nutzfahrzeuge-Messe in Hannover umgesehen hat, für Elektrotechnik entschieden. Die Mehrkosten zu decken, wäre laut von Larcher nicht das Problem. „Für Elektro gibt es mehr Fördertöpfe“, sagt sie. Doch noch hapere es an der Infrastruktur für ein strombetriebenes Fahrzeug. In der Garage des Vereins müssten eine Schnellladestation installiert werden und entsprechende Anschlüsse gelegt werden. Die Kosten schätzt von Larcher auf mindestens 50 000 Euro. „Wir müssen für die Infrastruktur an die Fördertöpfe kommen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Die Auflade- und Fahrtzeiten seien vereinbar. Der Bus könnte die Vormittagsschicht fahren, würde dann in der Garage aufladen, um dann für die Spätschicht wieder startklar zu sein. Von Larcher zeigt sich zuversichtlich: „Man will ja insgesamt umsteigen. Nur es muss erst einmal die Infrastruktur her.“

Die zweite Arbeitsgruppe befasst sich mit dem Haltestellennetz. Das sei jedoch keine große Baustelle, „weil wir so gut mit der Gemeinde zusammenarbeiten.“ So sei auch rasch eine Lösung für die Endhaltestelle der Linie 116 in Jeebel gefunden worden. Dort wichen die Fahrer beim Halten auf die Hochpflasterung aus. Inzwischen kann der Bus bis zur Weiterfahrt auf Rasengittersteine am Fahrbahnrand abgestellt werden. „Innerhalb eines Monats war das geschehen“, sagt von Larcher.

Zu den großen Herausforderungen während ihrer bisherigen Zeit als Vorsitzende gehörte der Wechsel vom Weser-Ems-Bus-Verbund zu den Verkehrsbetrieben Diepholz Nord (VDN). Die Verhandlungen waren mit viel Arbeit verbunden. Die Weyher hatten sich im Vorfeld der Verhandlungen mit anderen betroffenen Bürgerbusvereinen zusammengesetzt.

Die Linien 116 (über Jeebel, Lahausen, Melchiorshausen und Leeste) und 117 (Erichshof, Leeste und Sudweyhe) legen im Jahr zusammen rund 100 000 Kilometer zurück. Die Fahrgastzahlen sind steigend. 2017 beförderten die Linien 27 886 Personen, ein Jahr zuvor waren es dagegen noch 25 201. Zwei bis drei Mal im Monat sitzt von Larcher selbst hinter dem Steuer. Sie übernimmt den Meldedienst für die Fahrer, falls unterwegs ein Problem auftauchen sollte, ist bei ihren Treffen dabei. „Ich finde das wichtig. So bin ich nah dran an den Fahrern“, sagt sie. Ehrenamtliche, das betont von Larcher, könne es gar nicht genug geben. 37 Fahrer sind es aktuell, täglich werden vier benötigt, zwei pro Schicht. Die meisten seien Rentner, auch einige Berufstätige lenken die Busse. Der Frauenanteil habe sich in den vergangenen Jahren erhöht, freut sich von Larcher. „Zehn von 37 sind Frauen – das ist doch schon mal eine ganze Menge.“ Wer mitmachen will, meldet sich beim Verein. Ein Arzt in Bassum untersucht denjenigen dann, die Ergebnisse sowie ein polizeiliches Führungszeugnis kommen zum Landkreis. Ist alles in Ordnung, wird dem Ehrenamtlichen ein Personenbeförderungsschein für fünf Jahre ausgestellt. 

Von Larcher, die fünf Jahre den Verein stellvertretend geleitet hatte, schätzt den Zusammenhalt der Mitglieder. Nachdem der Fahrdienstleiter Lothar Cordes dieses Jahr schwer erkrankt war, hatten Fahrer und Vorstand zusammengestanden. Nun kehrt Fahrdienstleiter Cordes allmählich auf seinen Posten zurück. „Es ist einfach eine tolle Gemeinschaft in dem Verein.“ 

Wer sich als Fahrer am Bürgerbus beteiligen möchte, kann sich bei Regine von Larcher telefonisch unter der Rufnummer 04 21 / 89 43 11 melden.


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Leserkommentare
alterwaller am 18.10.2019 20:26
Eine "ich-bin-dagegen-Initiative" nach der anderen. Bremen ist zwar meine Heimatstadt aber inzwischen bin ich froh mich vor ca. 6 Jahren vom Acker ...
Posaune am 18.10.2019 20:16
Aus Luftschlössern werden keine Lustschlösser entstehen weil sich Luft und Lust nicht sonderlich verstehen ;-).

Träume kann man ja ...