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Ausschuss in Weyhe
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Warten auf modernere Feuerwehrhäuser

Stephen Kraut 08.11.2018 0 Kommentare

Die Feuerwehren in Weyhe, hier bei einem Einsatz in Kirchweyhe, rückten in diesem Jahr 259 Mal aus.
Die Feuerwehren in Weyhe, hier bei einem Einsatz in Kirchweyhe, rückten in diesem Jahr 259 Mal aus. (Feuerwehr Weyhe)

Weyhe. Die Feuerwehr war eines der beherrschenden Themen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Ordnung und Soziales am Mittwochabend im Weyher Ratssaal. Die Ausschussmitglieder sprachen dabei über die mittelfristige Planungskonzeption für die Entwicklung der Gemeindefeuerwehr. Der Tenor: Die Einsatzkräfte treten in Sachen Neuanschaffungen und Modernisierungen in den nächsten Jahren mit Blick auf die übrigen Investitionen in der Gemeinde etwas kürzer, aufgeschoben soll aber nicht aufgehoben sein.

Den ersten Rückschlag an diesem Abend gab es noch vor der Eröffnung des Ausschusses: Der Beamer im Ratssaal verweigerte den Dienst. „Früher ging es auch ohne die Technik“, erklärte Ausschuss-Vorsitzender Rainer Zottmann schmunzelnd. Dann ging es auch inhaltlich los: Weyhes Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith erklärte die Historie dieser Planung: „Wir haben in den 1980er-Jahren angefangen, eine solche Konzeption aufzustellen“, sagte sie. Darin enthalten sind neben den wichtigen Kennzahlen der Gemeindefeuerwehr auch die Planungen, die Konzeption wird jeweils für fünf Jahre aufgestellt. In diesem Jahr läuft das aktuelle Papier aus. „Das Ganze soll Planungssicherheit geben, sowohl uns, als auch den Feuerwehrleuten“, so Pundsack-Bleith. Aber natürlich jeweils unter dem Finanzierungsvorbehalt. 

„Es gibt einige wesentliche gesetzliche Änderungen“, berichtete Detlef Plate vom Fachbereich Ordnung und Soziales. Dazu gehöre unter anderem die Erhöhung der Altersgrenze für aktive Mitglieder der Feuerwehr vom 63. auf das 67. Lebensjahr. Dies spielt den bestehenden Richtlinien für die Förderung der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Weyhe durchaus in die Karten. Ein wesentliches Ziel soll dort nämlich die Stärkung der Mitgliederzahl der Einsatzabteilung sowie die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendabteilung sein. „Der Nachwuchs kommt heutzutage hauptsächlich aus der Jugendfeuerwehr“, berichtete Plate. Ein weiteres großes Thema war zuletzt die Umstellung auf Digitalfunk im Landkreis. Die Auslieferung der entsprechenden Geräte sowie der Probebetrieb sollen Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 beginnen. Gemeindebrandmeister Bernd Scharringhausen berichtete später, dass es aus Kostengründen aber definitiv nicht direkt einen Meldeempfänger für die digitale Alarmierung für alle Feuerwehrkräfte geben wird. „Wir werden schauen, wer aktiv bei den Einsätzen ist“, sagte Scharringhausen.

Langfristig, berichtete Plate weiter, müssten die Feuerwehr-Gerätehäuser – mit Ausnahme von der recht neuen Leester Einrichtung – modernisiert werden. „Dort haben wir Absprachen mit der Feuerwehr getroffen“, informierte der Gemeindemitarbeiter. Demnach soll im kommenden Planungszeitraum, also 2019 bis 2023, geprüft werden, welche Möglichkeiten an den einzelnen Standorten bestehen. Im darauffolgenden Zeitraum der Konzeption, also 2024 bis 2028, müsse dann die schrittweise Umsetzung, „unter Bewilligung der Finanzmittel“, so Plate, erfolgen. „Die Feuerwehrleute wissen, dass es aktuell aufgrund der großen Investitionen in Weyhe schwierig ist“, ergänzte er.

Die Beschaffung von neuen Einsatzfahrzeugen ist aber bereits für die kommenden Jahren vorgesehen. So soll Kirchweyhe 2020 ein neues Löschgruppenfahrzeug erhalten, ein Jahr später ist für Sudweyhe ein Gerätewagen Messtechnik geplant. 2022 bekommt, Stand jetzt, Leeste ein neues Löschgruppenfahrzeug, 2023 ist wieder Sudweyhe mit einer entsprechenden Anschaffung an der Reihe. „Für Dreye und Erichshof sind neue Löschgruppenfahrzeuge bereits bestellt“, sagte Plate. Die Wehr in Lahausen warte derzeit noch auf einen neuen Mannschaftstransportwagen. „Aufgrund möglicher Diesel-Umrüstungen liefert der Hersteller noch nicht aus“, so Plate. 

„Auch analog war der Vortrag kein Problem“, sagte Frank Seidel (SPD) im Anschluss, bezogen auf die fehlende technische Unterstützung, und ergänzte: „Und warum? Weil es keine Probleme gibt.“ Er und Heino Hildebrand (CDU) sowie Annika Bruck (Grüne) und Antje Sengstake (FDP) dankten den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz sowie den Umgang mit dem eigenen Budget und der Ausrüstung (Hildebrand). Rainer Zottmann (SPD) merkte noch mit Blick auf die Ausrüstung der Wehren an: „Es sind Ziele definiert, die wir uns zutrauen, zu erfüllen.“ Damit einher würden aber auch Ansprüche gehen: nämlich die, dass die Feuerwehrleute sich weiter um Nachwuchs bemühen. „Es sieht gut aus, aber darauf könnt Ihr Euch nicht ausruhen“, schloss er in Richtung der Feuerwehr-Vertreter. 

Scharringhausen lieferte noch einige Zahlen: So sind derzeit 314 Aktive bei der Feuerwehr, allein 20 neue Mitglieder seien dazu gekommen. In der Jugend befinden sich 128 Mädchen und Jungen, 58 Kinder gehören zu den Feuerwehren, hinzu kommen 75 Ehemalige. 259 Mal rückten Wehren aus, insgesamt gab es unterschiedliche 159 Einsatzstellen. 


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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...