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220 neue Flüchtlinge
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Weniger Menschen im Asylverfahren

Claudia Ihmels 15.09.2017 0 Kommentare

Landkreis Diepholz. Seit Anfang Juni dieses Jahres hat der Landkreis Diepholz 220 neue Flüchtlinge aufgenommen. Insgesamt seien es in diesem Jahr damit bislang 440 gewesen, teilte Klaus Speckmann, zuständiger Fachdienstleiter und Leiter der Ausländerbehörde beim Landkreis Diepholz, am Donnerstagabend im Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit mit.

Nach der aktuell gültigen Zuweisungsquote müsste der Landkreis bis zum Jahresende noch weitere 702 Menschen aufnehmen. Klaus Speckmann geht aber nicht davon aus, dass es tatsächlich so viele werden. „Rehden, Sulingen und Lemförde haben ihre Quote außerdem schon erfüllt“, führte er weiter aus. Siedenburg stehe ebenfalls gut da. 

Insgesamt würden im Landkreis derzeit 1400 Menschen leben, die sich in einem Asylverfahren befinden würden, im Juni seien es noch 1600 gewesen. 2250 Menschen seien anerkannte Flüchtlinge. Es gebe aber auch 570 Menschen, die ausreisepflichtig seien, davon würden 520 geduldet, so Speckmann. 65 Menschen seien im Jahr 2017 bereits freiwillig ausgereist.

„Wir haben 60 Abschiebungen auf den Weg gebracht, 35 davon erfolgreich“, sagte der Fachdienstleiter weiter. Das Problem sei, dass die Personen am Tag X einfach nicht auffindbar seien. Man könne die Abschiebung dann auch nicht einfach auf den nächsten Tag verschieben, da ja zum Beispiel auch entsprechende Flüge zur Verfügung stehen müssten.

„Bei uns laufen außerdem auch gerade erste Überlegungen zum Familiennachzug, wie viele Anträge gestellt werden könnten“, berichtete Speckmann aus der laufenden Arbeit seiner Behörde. Es sei aber sehr schwierig, das genau vorherzusagen. Man gehe aber grob davon aus, dass ab April 2018 etwa 380 Menschen so dazu kommen könnten.

Hatte Speckmann in vorherigen Ausschusssitzungen oft über die hohe Arbeitsbelastung und auch über Personalengpässe in der Ausländerbehörde berichtet, fiel sein Bericht dazu dieses Mal deutlich entspannter aus. „Die meisten Stellen sind wieder besetzt“, sagte er. Das Rechtsamt sei nun auch stärker eingebunden, das helfe den Mitarbeitern seiner Abteilung.

Michael Schnieder (AfD) wollte wissen, wie die Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Innenministerium läuft. Auch hier gab es eine positive Rückmeldung des Fachdienstleiters: „Wir können uns nicht beschweren, wir finden immer einen Ansprechpartner und das auch durchaus zeitnah“, sagte Speckmann.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...