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Fünfte Bremer Highland-Games in Stuhr
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Wenn auf dem Campingplatz Bäume fliegen

Eike Wienbarg 17.04.2019 0 Kommentare

Die Bremer Highland-Games finden zum fünften Mal in Groß Mackenstedt statt.
Die Bremer Highland-Games finden zum fünften Mal in Groß Mackenstedt statt. (UDO MEISSNER)

Auf dem Märchencampingplatz am Steller See in Groß Mackenstedt fliegen bald wieder Baumstämme und Steine, Hämmer und Speere. Denn am Sonnabend, 15. Juni, gehen dort die fünften Bremer Highland-Games über die Bühne.

Zum kleinen Jubiläum soll die Veranstaltung laut Heiko Matz, dem ersten Vorsitzenden des ausrichtenden Vereins Highland-Games Bremen, noch ein wenig wachsen. Mehr Teams, mehr Rahmenprogramm, mehr Händler, verspricht er für die kommende Auflage des Wettbewerbs für Amateur-Schotten.

50 Teams

„Wir wachsen von Jahr zu Jahr“, freut sich Matz über den Erfolg der Highland-Games. Während bei der Auflage im vergangenen Jahr noch 46 Teams mit dabei waren, peilt er gemeinsam mit seinem zweiten Vorsitzenden Sebastian Notbom ein Starterfeld mit 50 Teams an. „Wir könnten noch bis auf 60 ausweiten, aber dann kommen wir an unsere Grenzen“, erzählt Matz. Schon jetzt gebe es knapp 30 Anmeldungen. „Das ging schon im Januar los“, sagt der Organisator freudig. Von Jahr zu Jahr werde der Einzugsradius für die Teams größer. Sogar aus den Niederlanden hat sich bereits ein Team angemeldet, kann Matz vermelden.

Wendig und schlagfertig

Die Organisatoren setzen beim Wettkampf bewusst auf Zweier-Teams. Bei anderen Veranstaltungen der gleichen Art seien es meist vier bis sechs Teammitglieder. Aber aus Erfahrung wissen Matz und Notbom, dass es manchmal schwierig ist, so viele Mitstreiter zusammenzubekommen. Nur ein Teampartner könne aber schnell ersetzt werden. „Wir möchten die Teams wendig und schlagfertig erhalten“, so Matz. Auch beim kommenden Wettbewerb seien geschlechtergemischte Teams oder auch reine Frauen-Teams gerne gesehen, betonen die Organisatoren. 

Kilt erwünscht, aber keine Pflicht

„Die Wettkämpfe sind auf Amateure ausgerichtet“, sagt Matz weiter. So müssten die Teilnehmer keine Angst haben „gegen schottische Schwergewichte“ anzutreten. „Wir wollen eine breite Masse und Zielgruppe erreichen“, sagt der erste Vorsitzende. „Die Szene ist toll und aufnahmefähig“, weiß er zu berichten. Ziel sei es auch, die schottische Kultur zu verbreiten. Das soll zum einen durch sechs verschiedene Wettkampfdisziplinen geschehen. Die Teams messen sich so zum Beispiel beim Baumstamm-Schubsen (Tossing the Caber). Dabei geht es nicht darum, den rund 25 Kilogramm schweren und 3,4 Meter langen Stamm möglichst weit zu werfen, wie Notbom betont. Vielmehr muss sich der Baum überschlagen und dann gerade zu einer Linie landen. „Je gerader er liegt, desto mehr Punkte gibt es“, so Notbom. Neu im Wettbewerb ist der sogenannte Kettlebell, ein zwölf Kilo Gewicht mit einem Griff, das schwingend durch die Beine geworfen wird, so der zweite Vorsitzende. Diese Disziplin löst den kleinen Steinwurf (sieben Kilo) ab. Der Wurf mit dem großen Stein (20 Kilo) bleibt aber im Programm.

Zehn Kilo schwerer Hammer

Hinzu kommen der Wurf mit einem zehn Kilo schweren und 1,1 Meter langen Hammer, der Speerwurf auf ein Bodenziel und das Seilziehen, bei dem ein Treckerreifen (80 Kilo) auf Zeit über eine Strecke von 15 Meter gezogen werden muss. Vorerst nicht im Wettbewerb zu finden sein wird das Bogenschießen, so Matz. Für den reibungslosen Ablauf sorgen rund 30 ehrenamtliche Helfer, die sich als Schiedsrichter bereitstellen. Auch Heiko Matz und Sebastian Notbom wollen gemeinsam in einem Team beim Wettbewerb teilnehmen. „Wir schwitzen gerne mit unseren Teilnehmern“, sagt Matz. Auch eine Kampfansage hat er mit im Gepäck: „Wir streben die Top Ten an“, sagt der Organisator weiter. Übrigens: Beide Teilnehmer sind passionierte Kilt-Träger. Alle anderen Teilnehmer sind aber nicht verpflichtet, das traditionelle schottische Beinkleid für Männer zu tragen. Es sei aber selbstverständlich gerne gesehen, betonen die Organisatoren. Rund um den Wettbewerb soll es wieder ein vielfältiges Programm geben. Musikalisch mit von der Partie sind die Hamburg Caledonian Pipes And Drums. Die Musiker präsentieren klassische, schottische Dudelsack-Musik. Victor C. Besch, Pipemajor a. D. von der Band Crest Of Gordon aus Bremen hat die Schirmherrschaft übernommen. Nach der Siegerehrung spielt die Bremer Hardrock-Coverband The Rockalots bei der Party auf.

Schäfer und Rinder

Tierisch wird es mit einem Schäfer, der Schafsfelle selbst herstellt und auch ein paar wollige Freunde zum Anfassen mitbringt. Die Familie Helmerichs präsentiert ihre Hochlandrinder, die Esel des Märchencampingplatzes sind auch mit von der Partie, so Uwe Reiter, Betreiber des Platzes. Kinder haben die Möglichkeit auf Ponys zu reiten und auch kleine Spiele auszuprobieren. Auch ein Pool steht bereit. „Der hat mir im vergangenen Jahr öfter das Leben gerettet“, erinnert sich Sebastian Notbom schmunzelnd an die Auflage im Rekordsommer 2018. Daneben soll es Schaukämpfe mit mittelalterlichen Waffen geben, Handwerker wie Messerschmiede und Drechsler zeigen ihr Können, Händler bieten unter anderem Kunsthandwerk und Honig an. Dazu gibt es ein Whisky-Tasting sowie Essen und Trinken. „Ein bisschen Feiern, ein bisschen Baumstammwerfen“, fasst Sebastian Notbom die Veranstaltung zusammen.

Einen besonderen Moment werden die Teilnehmer und Gäste der Veranstaltung zusätzlich erleben. So hatte Campingplatz-Betreiber Uwe Reiter den Verantwortlichen versprochen, dass er ebenfalls in Kilt erscheint, wenn die Veranstaltung zum fünften Mal stattfindet. „Ich halte meine Versprechen“, sagt Reiter mit einem Schmunzeln.

Zur Sache:  Die fünften Bremer Highland-Games beginnen am Sonnabend, 15. Juni, um 12 Uhr auf dem Märchencampingplatz, Zum Steller See 83, in Groß Mackenstedt. Der Wettkampf startet um 12.30 Uhr. Gegen 18 Uhr ist die Siegerehrung vorgesehen, anschließend beginnt die Live-Musik mit The Rockalots. Der Eintritt für Besucher beläuft sich auf vier Euro pro Person, Kinder zahlen zwei Euro. Wer an dem Wettkampf teilnehmen möchte, kann sich im Internet unter www.highlandgames-bremen.de anmelden. Das Startgeld beträgt je Zweier-Team zehn Euro. Am Montag, 22. April, und Donnerstag, 30. Mai, gibt es die Gelegenheit, die Disziplinen bei einem öffentlichen Training näher kennenzulernen.


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Leserkommentare
butenbremer_in_altona am 19.10.2019 15:40
Das Schiff an Land aufpallen, sturmfest machen und aufhübschen. Dann kann Bremerhaven das Museumsstück behalten und man muss kein Geld ausgeben, um ...
admiral_brommy am 19.10.2019 14:52
Dann ist es wichtig, alle vier Jahre so zu wählen, damit sich daran nichts ändert. Da freut sich der Verwaltungsbeamte.