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Mühlentag in Sudweyhe
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Wenn die ganze Mühle feiert

Dagmar Voss 10.06.2019 0 Kommentare

Rief musikalische Erinnerungen an die legendären Fab Four hervor: die Band The Fairies.
Rief musikalische Erinnerungen an die legendären Fab Four hervor: die Band The Fairies. (Vasil Dinev)

Weyhe-Sudweyhe. Milde Temperaturen, viele schattige Plätzchen und dazu klangvolle Unterhaltung – so lässt sich ein Pfingstmontag an der Wassermühle bestens genießen. Das diesjährige Mühlenfest lockte schon ab 11 Uhr reichlich Besucher an und steigerte sich im Laufe des herrlichen Tages auf einige hundert. Und auch für die kleinen Besucher war vorgesorgt mit originellen Lesungen einiger Grimms Märchen und einer Menge von Outdoor-Spielen. Da konnten sie wählen zwischen einem guten Dutzend verschiedener Holzspiele unter dem bunten Zeltdach, sich mit Geschicklichkeitstests amüsieren oder einfach die kleine Rutsche hinunterrollen. Dafür war wie schon in den vergangenen Jahren die Spiel- und Spaßmanege des Oscar Spielmobils zuständig. So erprobten Matthias und sein sechsjähriger Sohn Immo lächelnd einen originellen hölzernen Tischkicker, einer Mischung aus Flipper und Fußball.

Den Anfang dieses traditionellen und unterhaltsamen Familientages machte Thomas Prieser mit einer „Wanderlesung“. Soll heißen, er nahm die gut 40 jungen und älteren Zuhörer mit auf eine kleine Wanderung rund um die Mühle und las dabei aus „Die Bremer Stadtmusikanten“. Denn immerhin ist das wohl berühmteste Märchen über das Tier-Quartett der Gebrüder Grimm nunmehr 200 Jahre alt. Immer wieder hörten sie den bekannten Spruch: „Kommt mit uns nach Bremen, etwas Besseres findet ihr so leicht nirgends.“ Unterwegs stießen die Kurzen auf deren vier Vertreter aus Holz, einer nach dem anderen. Thomas Prieser freute sich, dass er diese Figuren von der Grone-Schule in Hemelingen hatte herstellen lassen konnte: „Die fanden das toll bei dieser berufsausbildungsbegleitenden Maßnahme, mal was anderes zu machen, so haben alle was davon.“ Sein neunjähriger Enkel Emil ebenfalls, denn er verteilte und sammelte die Tierfiguren. Natürlich musste das Ganze dann in einem tierischen Getöse enden, denn so geht es ja im Märchen, dass die betagten Tiere zusammen musizieren mit durchschlagendem Erfolg: Die Räuber fliehen Hals über Kopf. Auch bei der zweiten Lesung zum „Tischlein deck dich“ hatte Prieser für anschauliche Dekoration gesorgt, für einen Knüppel im Sack, den Esel von zuvor, nicht zu vergessen die Ziege. Gleichermaßen amüsant für rund zehn kleine und doppelt so viel große Lauscher in der Mühle. Oben drüber konnten die Gäste des Mühlentages im Ausstellungsraum die sehenswerten Objekte und Bilder der aktuellen Ausstellung „Schnitt für Schnitt“ von Margareta Hihn und Thorsten Schütt betrachten. Die sind noch bis zum 16. Juni zu sehen, dann ab 22. Juni gefolgt von der Skulptura.

Aber zurück in den Garten der Mühle, denn dort versammelten sich mehr und mehr Zuhörer vor der kleinen Bühne unter dem Sonnensegel. Natürlich, um dem schwungvollen Programm der Beatles-Coverband The Fairies zu lauschen und mitunter auch mitzusingen. „Die sind einfach klasse, wenn ich die Augen zumache, dann ist es fast so, als ob die Originale John oder Paul singen“, sagte Harald hingerissen. Er und seine Frau Carola sind mittlerweile seit Jahren Fans der Fairies: „Wo sie spielen, da sind wir auf alle Fälle dabei.“ Überzeugend spielte das Quintett, also Sänger und Gitarrist Norbert Krietemeyer, Moritz Puschke an den schwarz-weißen Tasten, Gitarrist Tim Fischer, Bassist Thomas Milowski und Drummer Dietmar Hussong, – zum ersten Mal open air in Sudweyhe. Später am Nachmittag sorgte die Formation New Jam für musikalische Hörgenüsse.

Andere lauschten und betrachteten das Geschehen etwas weiter entfernt wie Ehepaar Wolff: „Ab einem gewissen Alter muss das nicht mehr so laut sein.“ Dazu hatten sie sich Prosecco mit Erdbeeren gegönnt, aber das war ihnen dann – augenzwinkernd: „Doch etwas zu trocken, wir mögens mehr lieblich.“ Und die Eheleute Hollborn aus Seckenhausen waren einfach begeistert: „Was die hier auf die Beine stellen für die Kinder, ist einfach toll.“

Immerhin ließ sich an dem stetigen Zustrom und den knapp werden Sitzgelegenheiten erkennen, dass sie da nicht allein standen mit dieser Meinung. Schließlich stand aber noch viel Wiesenfläche zur Verfügung, um Essen und Trinken in Ruhe zu genießen: also Kaffee, Torten oder Flammkuchen, Bratwurst und Wasser oder Sprudel wie die Nordseebrise, angeboten vom Restaurant Ribecca.


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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:29
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Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
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