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55. Nordkreispokal in Fahrenhorst
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Wettkampf mit großem Spaßfaktor

Niklas Golitschek 15.09.2019 0 Kommentare

Ordentlich gefordert waren die Feuerwehren und die Jugendfeuerwehren beim Nordkreispokal. Dabei ging es unter anderem auch um Schnelligkeit.
Ordentlich gefordert waren die Feuerwehren und die Jugendfeuerwehren beim Nordkreispokal. Dabei ging es unter anderem auch um Schnelligkeit. (Vasil Dinev)

Stuhr-Fahrenhorst. Im Vorjahr noch den Vizetitel errungen, hat die Freiwillige Feuerwehr am Sonnabend nun selbst die 55. Auflage des Nordkreispokals der Feuerwehren Weyhe, Stuhr und Arsten ausgerichtet. Aktive Wehren wie auch Jugendwehren kämpften in diesem Jahr auf dem Dorfplatz an der Turmstraße in Fahrenhorst um den Prestigetitel. Dabei musste die Gruppe aus Arsten in diesem Jahr allerdings passen. Den Sieg errangen die Heiligenroder.

Doch angespannt war ob des Wettkampfes niemand. „Wir wollen nicht gewinnen, sondern das meiste erreichen. Der Spaß ist dabei am wichtigsten“, sagte Michael Heider, Gruppenführer der Fahrenhorster Vertretung. Genau darauf ist der Nordkreispokal schließlich ausgelegt: Mit einer feuerwehrtechnischen Übung im ersten Teil und Spaßübungen im Anschluss – zu denen neben Können auch Glück gehört – soll vor allem der Spaß im Vordergrund stehen. Für die Teilnehmer steht dabei auch noch ein weiterer Aspekt im Vordergrund, wie Heider erläuterte: „Es geht um den Zusammenhalt. Es ist toll, dass man sich auch mal untereinander sieht. Sonst haben wir nur Übungen, Einsätze oder Lehrgänge zusammen.“ Der Nordkreispokal biete eine entspannte Atmosphäre, um sich auch einfach mal so mit anderen Aktiven auszutauschen.

Als Gastgeber sollten die Fahrenhorster dann auch gleich vorlegen. Sie eröffneten den Wettkampf. Einen Heimvorteil machte Heider für seine Mannen dennoch nicht aus. „Wir sind Gastgeber, für die Wettkampfgruppe gibt es den aber nicht“, meinte er. Dann hieß es auch pünktlich um 13 Uhr, sich für den dreiteiligen Löschangriff bereit zu machen. Seine acht Kollegen vor sich versammelt gab Gruppenführer Heider den Auftragsbefehl und alle machten sich ans Werk: Eine Gruppe schraubte die Saugschläuche zusammen und schloss sie an der Pumpe an, während sich ein zweiter Trupp schon auf den Weg zum Brandobjekt machte und es mit der Kübelspritze löschte. Kaum war alles angeschlossen wurden die Löschschläuche zum Verteiler und von dort mit drei kleineren C-Schläuchen ausgerollt. „Erstes Rohr: Wasser Marsch“, rief der Erste, dann Rohr drei und Rohr zwei – nach 124 Sekunden hatten die Fahrenhorster ihre Übung gemeistert.

„Es ist ganz gut gelaufen“, bilanzierte Heider. Bei der Zeit war zwar noch Luft nach oben – andere Gruppen absolvierten die Übung in rund 80 Sekunden – und auch zwei Flüchtigkeitsfehler beim Kuppeln der Druckleitung sowie beim Kuppeln der Druckleitung im Angriffstrupp kosteten Punkte. Genau davor hatte der Gruppenführer noch explizit gewarnt. Doch: „Wir nehmen es so, wie es ist.“ Bei einem realen Einsatz wären diese Fehler irrelevant gewesen. „Beide Leitungen waren korrekt gekuppelt und einsatzfähig“, sagte Heider.

Als Trockenübung ohne Wasser war dieser Wettkampf ohnehin nicht darauf angelegt, einen realen Einsatz in Gänze zu simulieren. Schon allein der Adrenalinspiegel sei bei einem Einsatz ein ganz anderer, merkte der Fahrenhorster Feuerwehrsprecher Nils Conrad an: „Aber alle Übungsteile sind real wie bei einem Einsatz.“ Eben solche Übungen seien für die Freiwilligen Feuerwehren von großer Bedeutung, da sie anders als die Kollegen der Berufsfeuerwehr nicht täglich mit solchen Situationen konfrontiert seien und entsprechend nicht die Routine hätten. Lobenswert am Nordkreispokal fand Conrad auch, dass hier die Aktiven und Jugendlichen zusammenkamen. Bei anderen Wettbewerben sei das oft nicht der Fall.

Für die Spaßübung, die den Teilnehmern vorher nicht bekannt war, hatten sich die Ausrichter im Anschluss einen Staffellauf mit einem Golfball ausgedacht: An acht Stationen mussten die Gruppen verschiedene Aufgaben lösen. Los ging es mit einer Mischung aus Geschick und Glück, ein Rad sollte mit exakt 15 Kilometern pro Stunde gedreht werden. Die weiteren Stationen beinhalteten etwa das Ziehen von Nägeln aus einem Brett, mit einem Handzähler möglichst schnell bis 150 zu klicken, Sackhüpfen oder den Golfball durch einen Löschschlauch zu drücken.

Im kommenden Jahr wird die Ortsfeuerwehr Brinkum am 12. September 2020, in ihrem 125. Jubiläumsjahr, die Veranstaltung ausrichten und die Teilnehmer zum 56. Nordkreispokal begrüßen.

Zur Sache

Platzierungen der Feuerwehren

Aktive: Platz 1: Heiligenrode; Platz 2: Erichshof; Platz 3: Groß Mackenstedt; Platz 4: Leeste; Platz 5: Lahausen; Platz 6: Brinkum; Platz 7: Stuhr; Platz 8: Kirchweyhe; Platz 9: Fahrenhorst

Jugend: Platz 1: Brinkum/Stuhr; Platz 2: Leeste; Platz 3: Groß Mackenstedt/Heiligenrode; Platz 4: Erichshof/Melchiorshausen; Platz 5: Lahausen; Platz 6: Kirchweyhe; Platz 7: Fahrenhorst/Seckenhausen; Platz 8: Sudweyhe.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...