Motzen Rettungsboote aus Motzen für die Kreuzfahrtriesen der Welt

Motzen (bak). Von dicken Ketten gezogen erhebt sich das Rettungsboot mit weißem Rumpf und orangefarbenem Aufbau in die Luft, schwebt über der Pier der Fassmer-Werft, um sich Minuten später sanft auf das Deck eines Transportschiffes zu senken. 17 Mal wiederholt sich der Vorgang.
28.02.2014, 00:00
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Rettungsboote aus Motzen für die Kreuzfahrtriesen der Welt
Von Barbara Wenke

Von dicken Ketten gezogen erhebt sich das Rettungsboot mit weißem Rumpf und orangefarbenem Aufbau in die Luft, schwebt über der Pier der Fassmer-Werft, um sich Minuten später sanft auf das Deck eines Transportschiffes zu senken. 17 Mal wiederholt sich der Vorgang. Dann sind alle Neubauten verstaut.

Am Dienstagabend legte der Frachter Richtung Italien ab, mit an Bord ist Stefan Krings, Fassmers zuständiger Mitarbeiter für die Auftragsabwicklung im Rettungsbootbau. Gerade würde das Schiff den Ärmelkanal passieren, berichtete er gestern Vormittag. Am 8. März wird das Seeschiff auf der Marghera-Werft von Fincantieri nahe Venedig erwartet. Dort komplettieren die vier Tender-, zwölf Rettungs- und zwei Fast-Rescue-Boote die Ausstattung des neuen Kreuzfahrtriesen der Costa-Flotte: der „Costa Diadema“.

Die Tenderboote könnten im Notfall zwar auch für die Rettung von 267 Personen eingesetzt werden, erzählt Krings, dienten aber in erster Linie dazu, bis zu 230 Bordgäste für einen Landgang überzusetzen. Die Rettungsboote seien mittlerweile so konzipiert, dass sie bis zu 293 Schiffbrüchige aufnehmen können. Zwei der von Costa georderten Rettungsboote hat die Motzener Werft als sogenannte Fast-Rescue-Boote konzipiert. Sie werden eingesetzt, sollte ein Gast oder ein Besatzungsmitglied über Bord gegangen sein.

Vor rund zwei Wochen war bereits ein Schiff mit ähnlicher Ladung ins finnische Turku aufgebrochen, denn Fassmer liefert auch die Rettungsboote für die beiden Tui-Neubauten „Mein Schiff 3“ und „Mein Schiff 4“.

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