KUZ sammelt 1000 Euro für die Deutsche Knochenmarkspendedatei Rock für den guten Zweck

Osterholz-Scharmbeck. „Laut gegen Krebs“ wurden vier Bands im Kulturzentrum (KUZ) in Osterholz-Scharmbeck. Während Martens Army, Loichtfeuer, Cotzraiz und Lost Boyz Army auf der Bühne standen, tobten ihre Fans im Publikum, bespritzten sich gegenseitig mit Bier oder trafen vor der Tür alte Bekannte.
20.05.2014, 00:00
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Von Kim Wengoborski

„Laut gegen Krebs“ wurden vier Bands im Kulturzentrum (KUZ) in Osterholz-Scharmbeck. Während Martens Army, Loichtfeuer, Cotzraiz und Lost Boyz Army auf der Bühne standen, tobten ihre Fans im Publikum, bespritzten sich gegenseitig mit Bier oder trafen vor der Tür alte Bekannte. Der ernste Hintergrund war kaum Thema, aber dafür hatten die Gäste fast 20 Euro Eintritt bezahlt, die an die Deutsche Knochenmarkspendedatei (DKMS) gehen. Etwa 1000 Euro kamen inklusive Getränkeausschank zusammen.

50 Euro kostet eine Typisierung. „Den meisten Leuten geht es um die Musik“, war sich Mitorganisator Timm Meyer sicher. „Wir haben hier echte Top-Bands. Und die spielen ohne Gage“, sagte Meyer. Mit der Planung hatten er und Stefan Kroneder etwa vor einem Jahr begonnen. Damals war Kroneders Mutter an Blutkrebs erkrankt, etwa ein halbes Jahr später verstarb sie, obwohl drei potenzielle Spender zur Verfügung gestanden hätten. „Es hat leider nicht geklappt“, erklärte Kroneder. Seine Motivation, etwas gegen Blutkrebs zutun, war nun noch größer. „Wenn man nicht unmittelbar betroffen ist, beschäftigt man sich nicht mit solchen Themen“, meinte der 31-Jährige. „Es gibt einfach keine Berührungspunkte“, glaubte auch Timm Meyer.

Das sah Wolf-Gernot Richardt (21), ehemaliger Osterholz-Scharmbecker, ein bisschen anders. Er hat sich bereits typisieren lassen. „Die Leute können sich schließlich nicht aussuchen, ob sie krank werden“, meinte Richardt. In der Not wäre es schön, wenn Menschen da wären, die helfen können.

Sein Kumpel Hauke, ebenfalls ehemaliger Kreisstädter, wusste zwar nicht, dass das Konzert einem guten Zweck diente, war aber selbst schon zur Spende angetreten. „Ich habe mich echt schlecht gefühlt, aber ich würde es wieder tun“, so Hauke. Die vielen Spritzen, die er sich zur Vermehrung der Zellen über vier Tage selbst in den Bauch stechen musste, seien nicht ganz ohne gewesen. „Aber laut der DKMS hat es geklappt“, erzählte er.

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