Landkreis Osterholz

Sattfressen vor dem Weiterflug: Kraniche im Günnemoor

Landkreis Osterholz. Der Herbst ist da – und mit ihm die Kraniche. 14200 Tiere haben die Mitarbeiter der Biologischen Station Osterholz in diesen Tagen im Günnemoor gezählt.
24.10.2013, 00:00
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Sattfressen vor dem Weiterflug: Kraniche im Günnemoor
Von Brigitte Lange
Sattfressen vor dem Weiterflug: Kraniche im Günnemoor

Tausende von Kranichen sind zurzeit im Günnemoor und in der Bredbecker Niederung zu beobachten. Auf den Feldern finden sie reichlich Futter und das Günnemoor bietet ihnen Schutz vor Feinden. Erst bei geschlossener Schneedecke ziehen die Vögel weiter gen Süden.

Maren Arndt

Der Herbst ist da – und mit ihm die Kraniche. 14200 Tiere haben die Mitarbeiter der Biologischen Station Osterholz in diesen Tagen im Günnemoor gezählt. Auf dem Weg von Skandinavien in ihre Winterquartiere in Frankreich und Spanien machen die Zugvögel in den wiedervernässten Mooren der Region halt. Von Jahr zu Jahr werden es mehr. „Voriges Jahr waren es knapp 12000, also gut 2000 Vögel weniger“, berichtet Heiko Ilchmann, Kranich-Experte der Hamberger NABU-Ortsgruppe.

Das Günnemoor ist ein idealer Rastplatz für die Zugvögel. Die wiedervernässten Flächen bieten ihnen nachts Schutz vor Feinden. „Sie sind dort vor Fuchs und Wildschwein sicher“, sagt Ilchmann. Im Morgengrauen brechen die Kraniche zu ihren Futterplätzen in der Bredbecker Niederung auf. „Auf den abgeernteten Maisfeldern fressen sie sich satt.“ Erst abends kehren sie in Schwärmen ins Günnemoor zurück, verdrängen die abendliche Ruhe mit ihren Schreien. Ein Schauspiel für Augen und Ohren. Erst wenn das Land unter einer geschlossenen Schneedecke verschwindet, ziehe auch der letzte Kranich gen Süden, sagt Heiko Ilchmann. Und auch im Frühjahr, wenn die Schwärme Mitte bis Ende Februar zurückkehrten, blieben einige Paare zum Brüten in der Region, würden nicht bis nach Skandinavien fliegen.

Führungen zu den Schlafplätzen dieser Tiere bieten inzwischen verschiedenen Organisationen an. Im Namen des NABU organisiert Ilchmann zum Beispiel für den 3. November eine Tour. Anmeldungen dazu nimmt er unter 04793/3782 entgegen.

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