Kultur "Scharmbecker Orgeltage" starten am 5. Februar

Osterholz-Scharmbeck. Die Konzertreihe "Scharmbecker Orgeltage" findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Kreiskantorin Caroline Schneider-Kuhn hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Sechs Konzerte werden vom 5. bis 7. Februar zu hören sein.
23.01.2010, 16:23
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Von Lutz Rode

Osterholz-Scharmbeck. Die Bielfeldt-Orgel in der St. Willehadikirche gehört zu den wichtigsten historischen Orgeln Deutschlands aus der Zeit von Johann Sebastian Bach. Damit das wertvolle Instrument nicht nur in der Fachwelt und bei ausgewählten Orgelmusik-Liebhabern ein Begriff bleibt, sind die „Scharmbecker Orgeltage“ ins Leben gerufen worden.

Die Konzertreihe findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Kreiskantorin Caroline Schneider-Kuhn hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Sechs Konzerte werden vom 5. bis 7. Februar zu hören sein.

Der Auftakt wird besonders festlich und pompös ausfallen. „Mit Pauken und Trompeten – Musik an Königshöfen“ ist das Eröffnungskonzert überschrieben, zu dem das Trompetenensemble Joachim Schäfer aus Dresden und der weltweit gefragte Organist Matthias Eisenberg in der Kreisstadt erwartet werden. Das Konzert beginnt am Freitag, 5. Februar, um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt sieben Euro.

Der Kartenvorverkauf hat begonnen – zu haben sind die Tickets in der Buchhandlung „schatulle“ sowie im Gemeindebüro St. Willehadi (Hinter der Kirche 10). Bei den Scharmbecker Orgeltagen wird aber auch an die Jüngsten gedacht. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Kinder ihre vielleicht vorhandene Scheu vor dem großen Instrument verlieren“, sagt Caroline Schneider-Kuhn.

Diesmal wird der „Karneval der Tiere“ zu hören sein, den Camille Saint-Saens 1886 komponierte. Die dazugehörigen Texte, die von Loriot verfasst wurden, wird Bürgermeister Martin Wagener sprechen. An der Orgel spielt Caroline Schneider-Kuhn, die unter Beweis stellen will, dass sich die Schar der Tiere – vom Elefanten bis zur Schildkröte – auch wunderbar auf diesem „königlichen“ Instrument darstellen lässt.

Das etwa 40-minütige Konzert, das für Kinder ab dem Grundschulalter geeignet ist, findet am Sonnabend, 6. Februar, ab 11 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Erstmals wird am 6. Februar auch eine „Orgelnacht“ zum Programm der Konzertreihe gehören. Die „Nacht“ beschränkt sich in diesem Fall auf die Zeit von 19 bis etwa 22 Uhr.

Die Oberneulander Kirchenmusikerin Katja Zerbst, der Bremer Domkantor Tobias Gravenhorst sowie Caroline Schneider-Kuhn werden jeweils ein 40-minütiges Konzert geben. In der Zwischenzeit zu jeder vollen Stunde werden Getränke und Essen gereicht und die Gäste haben die Gelegenheit, sich über das Gehörte auszutauschen.

Das „Weinstein“ übernimmt den Ausschank von zwei ausgewählten Weinen. Der Eintriit zu dieser Orgelnacht ist ebenfalls frei. Am Sonntag, 7. Februar, stehen drei Termine auf dem Plan. Los geht es um 10 Uhr mit einem musikalischen Gottesdienst, bei dem Werke für Chor und Orgel zu hören sein werden.

Die Scharmbecker Kantorei wird den gesanglichen Part übernehmen, die Orgel – in diesem Fall wird das kleinere Instrument vor dem Altar genutzt – spielt Klaus Westermann aus Bremen-Walle. Superintendentin Jutta Rühlemann wird den Gottesdienst leiten. Wer möchte, kann dann kurz im Anschluss eine Matinee erleben, die von Klaus Westermann und der Bremer Sopranistin Maren Führer gestaltet wird.

Die Matinee beginnt um 11.30 Uhr. Auch hier ist der Eintritt frei. Mit einem Konzert von Professor Harald Vogel enden am Sonntag, 7. Februar, die „Scharmbecker Orgeltage“.Vogel ist seit vielen Jahren der St. Willehadi-Kirche eng verbunden: der Hochschulprofessor ist nicht nur im Teufelsmoor zu Hause, sondern war maßgeblich auch an der Restaurierung der alten Bielfeldt-Orgel beteiligt.

Professor Vogel hat es wie in den Vorjahren auch diesmal gerne übernommen, für den krönenden Abschluss der Konzertreihe zu sorgen. Erfahrungsgemäß werden dazu auch viele Zuhörer aus Bremen und von weiterher erwartet. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Der Stader Orgelbauer Erasmus Bielfeldt erbaute von 1731 bis 1734 das klangschöne Instrument in der Willehadi-Kirche. Sie ist das vollständigste und klanglich am besten erhaltene Werk aus der Schnitger-Schule. Erasmus Bielfeldt war ein Schüler des Orgelbauers Arp Schnitger.

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