Künstlerin Frauke Beeck sprüht ihre Bildert aufAluminiumplatten / Austellung bis März im Achimer Rathaus Schaufenstergestaltung als Phänomen

Achim. Mit dem Phänomen der Schaufenstergestaltung hat sich Künstlerin Frauke Beeck auseinandergesetzt. Entstanden ist eine außergewöhnliche Ausstellung im Rathaus der Stadt Achim. Unter dem Motto "Pop Shop" gefertigte Bilder schmücken noch bis zum 2. März das Foyer und die Flure. Außergewöhnlich sind nicht nur die Motive, sondern auch die Art, wie die Künstlerin die Farbe auf die von ihr bevorzugten Aluminiumplatten bekommt: Sie sprüht die Farbe auf.
08.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Butt

Achim. Mit dem Phänomen der Schaufenstergestaltung hat sich Künstlerin Frauke Beeck auseinandergesetzt. Entstanden ist eine außergewöhnliche Ausstellung im Rathaus der Stadt Achim. Unter dem Motto "Pop Shop" gefertigte Bilder schmücken noch bis zum 2. März das Foyer und die Flure. Außergewöhnlich sind nicht nur die Motive, sondern auch die Art, wie die Künstlerin die Farbe auf die von ihr bevorzugten Aluminiumplatten bekommt: Sie sprüht die Farbe auf.

Wer bei Spraybildern automatisch an Graffitis denkt, die graue Wände oder Eisenbahnzüge verzieren, ist bei Frauke Beeck fehl am Platz. Ihre Werke sind eher dem Genre Pop-Art zuzuordnen - ganz nach der Art von Dali und Warhol.

Ihre aktuelle Werkreihe thematisiert das Phänomen der Schaufenstergestaltung. "Dieses Thema hat in der Kunstgeschichte bereits eine gewisse Tradition, denkt man an Andy Warhols Werdegang oder Dalis Zertrümmerung eines Schaufensters, während eines New York Besuches, weil er dermaßen aufgebracht war über die Veränderung seiner zuvor für das Geschäft angefertigten Dekoration", sagt Frauke Beeck. Ihr Anliegen ist es aber nicht, ein Schaufenster zu gestalten, sondern vielmehr dieses Phänomen des Schaufensters, mit der implizierten Lust nach Schauen und Begehren, dem kommerziellen Aspekt sowie als Raum der Repräsentation und auch Geschichtsschreibung, ins Auge zu fassen.

"Schaufenster sind für uns allgegenwärtiger denn je, jede Innenstadt ist ein einziges Schaufenster. Wir bewegen uns quasi selbst darin und nehmen sie kaum noch bewusst wahr", sagt Carola Gottschalk in ihrer Einführungsrede. Sie erinnert daran, dass Schaufenster Lust am Schauen und Begehren wecken.

"Mein künstlerischer Ansatz liegt bei der Festhaltung von Momenten oder Augenblicken der Intimität, wie auf einem Konzert der amerikanischen Punkband Erase Errata, oder der Geschichtsschreibung, etwa dem Trauerzug hinter dem Sarg der verstorbenen Queen Mum in London", sagt Frauke Beeck. Auch ganz alltäglichen Menschen wendet sich die künstlerin zu. Beispielsweise den beiden jungen Mädchen Irina und Xenia, die ganz selbstbewusst oder selbstverständlich ihre Hüftröllchen zeigen. Durch mehrere Ausstellungsprojekte in China und auch der Inszenierung und Betreuung von Austauschprojekten zwischen chinesischen und deutschen Künstlern hat die Künstlerin, die übrigens in Sottrum wohnt, ihren Fokus auf chinesische Landschaften ausgeweitet. Beispielsweise hält sie die Skyline von einer Millionenstädten wie Shenyang fest.

Statt auf Leinwand setzte Frauke Beeck auf Aluminiumplatten. Diese werden besprüht. Ist es möglich, fertigt sie gerne großformatige Bilder an. Neben den Aluminiumarbeiten beschäftigt sie sich auch mit Kunst im öffentlichen Raum. Beispielsweise wirkte sie an der Gestaltung einer riesigen Hauswand in Bremen mit.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. März und kann während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Weitere Informationen zu der Künstlerin und ihrer aktuellen Bilderschau gibt es in einem Katalog, der zum Selbstkostenpreis erworben werden kann.

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