EWE will Datenautobahn im Landkreis Verden aufrüsten / Gewerbegebiet soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen Schnelles Internet für Langwedel

Schnelles Internet für die Gemeinde Langwedel, so lautet die Vision von Bürgermeister Andreas Brandt und EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop.
21.07.2012, 05:00
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Schnelles Internet für Langwedel
Von Lars Köppler

Schnelles Internet für die Gemeinde Langwedel, so lautet die Vision von Bürgermeister Andreas Brandt und EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop.

Langwedel. Das Oldenburger Unternehmen EWE will den Breitbandausbau im Landkreis Verden vorantreiben. Der Telekommunaktionskonzern plant, zunächst 1800 Haushalten im Flecken Langwedel ein schnelleres Internet anzubieten. Am Donnerstagnachmittag traf sich der EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop mit Bürgermeister Andreas Brandt sowie Bauamtsleiter und Wirtschaftsförderer Frank Bethge im Langwedeler Rathaus, um die Pläne vorzustellen und Details zu erläutern. Eines stellte Diplom-Informatiker Andreas Roshop bei seinen Ausführungen zum geplanten Breitbandausbau in der Gemeinde Langwedel sofort klar: Für die Finanzierung müsse die Gemeinde nichts beisteuern. "Der Ausbau rechnet sich über die Anzahl der Kunden", erklärte der Experte. In welchen finanziellen Dimensionen sich das Projekt konkret bewegt, konnte Roshop indes nicht sagen.

Bis zu 50 Megabits möglich

Die Leistungssteigerung des neuen Breitbandnetzes sei immens, versprach Roshop. So sollen künftig bis zu 50 Megabits über die neue Datenautobahn transferiert werden anstatt der mageren zwei bis sechs, die den Spaß am Internet beim Nutzer deutlich trübten.

Allein für den Empfang eines hochauflösenden Fernsehapparates bräuchte man schon 16 Megabits, erklärte Roshop. Somit biete der in sechs Gebieten der Gemeinde Langwedel aufgeteilte Breitbandausbau auch völlig neue Möglichkeiten.

Gerade für Geschäftsleute und Unternehmen sei eine leistungsstarke Verbindung mit dem Internet aufgrund der zu transportierenden Datenmengen eine Voraussetzung zum Arbeiten. Daher soll der Anfang im Gewerbegebiet gemacht werden. Nutznießer des Ausbaus sind dann zunächst etwa 90 Haushalte rund um das Gebiet Auf dem Lintel zwischen der Kreisstraße 9 in Daverden und dem Goldbach. Danach kommen dann die anderen Areale von Etelsen über Cluvenhagen und Daverden bis Langwedel an die Reihe. Technisch soll der Datentransfer künftig über den neuen Standard VDSL laufen. Ausgedient habe dagegen das über Kupferleitungen betriebene ADSL-Format, so Roshop. Die EWE habe direkt neben den neun von der Konkurrenz installierten Kabelverzweiger-Kästen bereits eigene Verzweigerstellen aufgebaut, um 1800 der insgeamt 6000 Langwedeler Haushalte an das VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen zu können. Die bisherigen DSL-Kupferleitungen, so der Experte von der EWE weiter, reichten nur wenige Kilometer.

Das Gewerbegebiet soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Jetzt müssen sich genügend Interessenten finden, damit das Netz ohne finanzielle Beteiligung der Bürger und Betriebe ausgebaut werden kann. "Wir werden nach den Sommerferien alle Haushalte anschreiben", kündigt Roshop an. Ein Rundum-Paket soll Kunden 40 Euro im Monat kosten.

Interessierte können auch das Breitbandportal auf www.ewe.de/Breitband nutzen. Für das Gewerbegebiet werden, so hat es Roshop ausgerechnet, 42 von 90 Betrieben benötigt, damit sich das Projekt rechnet.

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