Herbe Enttäuschung für die Landfrauen vom Kreisverband der Landfrauenvereine Grafschaft Hoya Schöne Dinge total verregnet

Bassum. Der Landsommer in Norddeutschland kann eben auch so aussehen: total verregnet. Für den Landsommer an der Freudenburg war das eine herbe Enttäuschung, denn das "Fest der schönen Dinge", wie die Landfrauen vom Kreisverband der Landfrauenvereine Grafschaft Hoya die Veranstaltung untertitelten, hätte schönes Wetter verdient gehabt.
20.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Luzia Moldenhauer

Bassum. Der Landsommer in Norddeutschland kann eben auch so aussehen: total verregnet. Für den Landsommer an der Freudenburg war das eine herbe Enttäuschung, denn das "Fest der schönen Dinge", wie die Landfrauen vom Kreisverband der Landfrauenvereine Grafschaft Hoya die Veranstaltung untertitelten, hätte schönes Wetter verdient gehabt.

Der Presseverantwortlichen des Kreisverbands, Helga Möhring-Bening, taten vor allem die Aussteller leid: "Die haben sich so viel Mühe gegeben, die Stände zu schmücken." Bei ihr waren alle Fäden zusammengelaufen, sie hatte die Vergabe der Plätze organisiert und mit den Anbietern verhandelt. "Ein Jahr lang dauerten die Vorbereitungen", betonte sie die viele Arbeit, die sie selbst und viele Helferinnen in die Veranstaltung gesteckt hatten.

Hurricane-Festival als Konkurrenz

Mit diesem Fest für die ganze Familie wollte der Kreisverband zusammen mit seinen Mitgliedsvereinen Freudenberg-Bassum, Harpstedt-Heiligenrode, Hoya, Syke und Twistringen eine Werbeaktion für die Vereinsarbeit veranstalten. "Wir wollen zeigen, wie vielfältig und wie wichtig die Arbeit der Landfrauen ist", erklärte Möhring-Bening. Diese Arbeit wurde auf verschiedene Weise dargestellt. Der Kreisverband selbst hob an seinem Stand das Projekt "Kochen mit Kindern" der dritten und vierten Klassen besonders hervor, wo neben den ersten Kochversuchen auch Wissen über gesunde Ernährung vermittelt wird. Leider fielen gerade Aktionen für Kinder dem Dauerregen zum Opfer, beispielsweise das geplante Kinderkunstwerk mit der Kunstwerkstatt Artenreich aus Asendorf, das zu Gunsten des Kinderhospizes Löwenherz gestaltet werden sollte. Auch der Behälter für die Riesenseifenblasen stand einsam und allein auf dem Rasen.

Von allen Ständen waren diejenigen am begehrtesten, die einen halbwegs geschützten Platz boten, und handelte es sich nur um einen Dachüberstand. Viele der mehr als hundert Direktvermarkter und Aussteller hatten deswegen vorgesorgt und sich mit ihren Produkten unter Zelte zurückgezogen.

Sehr gut besucht war auch das Landfrauen-Café im großen Zelt, denn hier konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Derweil lief unter dem Schutz der Klosterbachmuschel ein ansprechendes musikalisches Programm ab, das von Edda Möhlenhof-Schumann aus Twistringen souverän und einfallsreich präsentiert wurde. Ob Jagdhornbläser aus Bassum oder Formationstanz der Asendorfer Tanzgruppe, ob Chorgesänge, Volksmusik oder Happy Jazz der School House Seven - hier wurde wirklich für jeden Geschmack etwas geboten. Begonnen hatte das Fest morgens mit einem Gottesdienst mit Superintendent Jörn-Michael Schröder und Pastor Wiardus Straatmann, der vom Bassumer Posaunen- und Gospelchor unter der Leitung von Kreiskantor Siegfried Rohlfing musikalisch umrahmt wurde.

In ihren Grußworten bedauerte die Vorsitzende des Niedersächsischen Landfrauenverbands (NLV) Brigitte Scherb zwar das regnerische Wetter, hob aber den positiven Aspekt für die Landwirtschaft hervor. Unter den prominenten Gästen waren auch Landrat Gerd Stötzel sowie Bürgermeister Wilhelm Bäker, dessen Funktion als Schirmherr der Veranstaltung unter diesen Wetterbedingungen einen ganz praktischen Aspekt bekam. Neben den reichhaltigen kulinarischen und informativen Angeboten waren zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker auf dem Gelände mit ihren Objekten vertreten, denn die Veranstaltung war als Teil der "Straße der Kunst" angekündigt worden.

Auch wenn trotz des Regens immer neue Gäste eintrafen, mit passendem Schuhwerk, Regenjacken und -schirmen, so war ein oft gehörter Tipp an die Veranstalter: Keine Freiluftveranstaltung am selben Wochenende, an dem in Scheeßel das Hurricane-Festival stattfindet.

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