Schülerwettbewerb

Schüler für Naturwissenschaft begeistern

Seit 2001 veranstaltet die Stiftung der Sparkasse den Schülerwettbewerb "Formel (Z)ukunft. Nun hat diese die Organisation der Veranstaltung an das neu gegründete Mint-Kompetenzzentrum abgegeben.
24.01.2019, 17:02
Lesedauer: 3 Min
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Schüler für Naturwissenschaft begeistern
Von Ivonne Wüsthof
Schüler für Naturwissenschaft begeistern

Mit neuem Logo wollen Peter Bohlmann, Jörg Peters, Stefan Weinreich, Matthias Knaak, Dieter Schmidt, Maria Schmidt und Thomas Stelljes (von links) das neue Kompetenzzentrum voranbringen.

Björn Hake

Seit 18 Jahren organisiert die Stiftung der Kreissparkasse Verden (KSK) die Ausrichtung des kreisweiten Schulwettbewerbs „Formel (Z)ukunft“. Nun gibt es einen Umbruch in der Geschichte des Wettbewerbes. Ein eigens gegründetes Mint-Kompetenzzentrum, an dem federführend das Gymnasium am Wall aus Verden und die IGS Oyten beteiligt sind, soll ab sofort das Projekt ausrichten.

Eine kleine Feierstunde, an der neben Landrat Peter Bohlmann, Stefan Weinreich (Dezernent der Landesschulbehörde), Matthias Knaak (Stiftungsvorstand der KSK), auch Maria Schmidt (Leiterin der IGS Oyten) und Thomas Stelljes (stellvertretender GaW-Leiter) sowie Jörg Peters (GaW) und Dieter Schmidt (IGS) sowie weitere Beteiligte und Unterstützer teilgenommen haben, markierte die Neugestaltung des Wettbewerbs.

Über 400 Schüler bisher beteiligt

„In den vergangenen Jahren haben wir etwa 420 000 Euro in Formel Z investiert“, resümierte Matthias Knaak, „über 1100 Teams und 4000 Schüler haben in der Vergangenheit teilgenommen.“ Im Durchschnitt seien jedes Jahr zehn Schulen aus dem gesamten Landkreis beteiligt. Das zeuge von einem großen Interesse und enormer Bereitschaft, die Schüler und Lehrer der Formel Zukunft entgegenbringen. Damit der Wettbewerb jedoch stattfinden kann, bedarf es eines Teams, das Jahr für Jahr Aufgaben konzipiert, die auch durchführbar sein müssen.

Doch mit der Zeit stellte die Stiftung der Sparkasse als Veranstalter das Vorgehen auf den Prüfstand, erklärte Knaak: „Wir haben unser Konzept überdacht und verschiedene Ansätze geprüft.“ Schließlich seien alle Beteiligten zu dem Schluss gekommen, ein Mint-Kompetenzzentrum als Fundament von Formel Zukunft aus der Traufe zu heben.

Sechs Lehrerstunden

Stefan Weinreich, der selbst Mathematik und Physik unterrichtet hat, begrüßt die Entstehung des Kompetenzzentrums. „Als Landesschulbehörde konnten wir auch einen kleinen Beitrag leisten, indem wir sechs Lehrerstunden zur Verfügung stellen. Im Vergleich zu anderen Akteuren ist unser Beitrag dann aber doch recht gering“, reflektierte der Dezernent der Schulbehörde. Dennoch sei es für die Behörde in Lüneburg wichtig gewesen, das Vorhaben zu unterstützen: „Es ist wichtig für die Region, weil so Fachkräfte generiert werden. Aber auch global gesehen, sichert es den Wohlstand.“ Bisher sei der Landkreis Verden hinsichtlich der Mint-Förderung ein weißer Fleck gewesen. Durch die Gründung des neuen Kompetenzzentrums solle dies aber nun anders werden.

Obwohl die Kreisbehörde mit ihren Initiativen „Bau auf Mint“ und „Fit für Mint“ die Jugendlichen ansprechen möchte, um so dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken, begrüßte auch Landrat Peter Bohlmann das Engagement für das Kompetenzzentrum: „Neugier erhalten sowie das Interesse für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu wecken, aber auch auszubauen – das sind die primären Ziele.“ Fortbildungen für interessierte Lehrkräfte gehören jedoch auch mit dazu.

„Nicht nur für Nerds“

In Zukunft werden die Pädagogen Jörg Peters und Dieter Schmidt das Kompetenzzentrum federführend leiten. Zu den Zielen des Zentrums gehört die Entwicklung der Aufgaben, die recht zeitintensiv ist und an der Peters in diesem Jahr selbst beteiligt ist. „Es werden nicht nur die Nerds gefordert", sagte Peters im Hinblick auf die künftige Arbeit. Alle Schüler sollen ermutigt werden, sich mit den Mint-Fächern auseinanderzusetzen, wie Dieter Schmidt ergänzte: „Nur weil das Gaw und die IGS so stark an der Ausrichtung beteiligt sind, heißt das nicht, dass nur diese beiden Schulen teilnehmen dürfen. Der Wettbewerb richtet sich an alle weiterführenden Schulen im Landkreis Verden.“ Gleichwohl sind sich die beiden Pädagogen bewusst, dass viele Schulen nicht teilnehmen können. Oft fehle es an der passenden Infrastruktur, sagte Peters. Es gebe zu wenig Lehrerstunden oder die Lehrer trauen sich die Betreuung ihrer Schüler, die an dem Wettbewerb teilnehmen, nicht zu. Die Lehrkräfte zu motivieren, sei daher auch eine ihrer künftigen Aufgaben.

Der Wettbewerb in diesem Schuljahr läuft bereits. Dieses Mal müssen die Schüler einen möglichst großen, funktionierenden Signalmast aus Papier bauen, der mit Hilfe von ferngesteuerten Vorrichtungen oder Fahrzeugen aufgestellt werden muss.

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