Demo gegen Massentierhaltung

Schüler gehen auf die Straße

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lilienthal demonstrieren am Sonnabend, 15. September, gegen die Massentierhaltung und für mehr Tierrechte. Die Aktion startet um 11 Uhr im Schoofmoor.
13.09.2018, 08:51
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Schüler gehen auf die Straße
Von Silke Looden
Schüler gehen auf die Straße

Die Schülerinnen wollen gegen Massentierhaltung protestieren. Das Foto stammt aus einem Geflügelmastbetrieb.

Karsten Klama

Lilienthal. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lilienthal demonstrieren am Sonnabend, 15. September, gegen die Massentierhaltung und für mehr Tierrechte. Die Aktion unter dem Motto „Wir haben es satt“ startet um 11 Uhr an der Schule im Schoofmoor. Initiatorinnen sind Merle Noll, Hannah Smolarek und Mona Geerken.

„Wir setzen uns ein für eine zukunftsfähige, nachhaltige, tiergerechte Landwirtschaft“, schreiben die Organisatorinnen in ihrer Ankündigung. Die Schülerinnen des zwölften Jahrgangs fordern ein Ende der industriellen Massentierhaltung und weniger Fleischkonsum sowie eine genaue Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Sie erhoffen sich eine „gesunde, lebenswerte Zukunft“ und „biologische Vielfalt“.

Es ist die erste Demo, die die 17-Jährigen organisieren. „Das Ordnungsamt hat uns erstmal abgewiesen“, ärgert sich Merle Noll. Erst im zweiten Anlauf konnten die drei Teenager die Demonstration dann doch anmelden. Inzwischen haben sie sich mit der Polizei und der BSAG wegen der einseitigen Straßensperrung getroffen. „Es wird eine friedliche Demo werden“, ist Hannah Smolarek überzeugt.

40 Zusagen haben die Organisatorinnen und es dürfen noch mehr werden, wenn es nach ihnen geht. „Wir wollen, dass die Menschen das Tier hinter dem Fleisch sehen und ihren Konsum überdenken“, betont Merle Noll. Sie selbst lebe vegan, aber darauf käme es nicht an. „Wir wollen ein Bewusstsein für Lebensmittel schaffen.“ Das sei für sie eine ethische und eine emotionale Frage.

Den Schülerinnen geht es nicht darum, einzelne Landwirte oder Verbraucher zu diskriminieren. Sie suchen den Dialog und haben sich deshalb in dieser Woche auch einer Diskussionsrunde zum Thema im Bocadillo gestellt. „Das war ganz große Klasse“, meint Hannah Smolarek.

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