Ortsbegehung mit Bürgermeister Vogel in Tarmstedt Seniorenbeirat testet Gehwege

Tarmstedt. Nach Einschätzung des Seniorenbeirats der Samtgemeinde Tarmstedt bergen die Fußwege im inneren Ortsbereich 'Mängel im Kleinen und Großen'. Zu diesem Ergebnis kam das Gremium nach einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Wolf Vogel.
30.04.2010, 06:00
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Seniorenbeirat testet Gehwege
Von Undine Zeidler

Tarmstedt. Abgesenkte Gehwegplatten in der Bahnhofstraße und das desolates Kopfsteinpflaster der südlichen Poststraße - nach Einschätzung des Seniorenbeirats der Samtgemeinde Tarmstedt bergen die Fußwege im inneren Ortsbereich 'Mängel im Kleinen und Großen'. Zu diesem Ergebnis kam das Gremium nach einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Wolf Vogel.

Was sich in Tarmstedts Zentrum demnächst ändert, darüber informierte Vogel den Seniorenbeirat gemäß Pressemitteilung auf dessen vergangener Zusammenkunft unter Leitung der Vorsitzenden, Christa Ruschmeyer, im Feuerwehrhaus Tarmstedt. Bänke, Ruhebereiche und ausreichend Parkmöglichkeiten sollen nach Vogels Bericht die Poststraße 'zu der guten Stube von Tarmstedt machen'.

Wie es um diese derzeit bestellt ist, schauten sich die Seniorenbeiratsmitglieder gemeinsam mit Vogel anschließend selbst an. Sie beschritten die Straßen und Verbindungen zwischen der Hauptstraße, Unter den Linden, Wörpeweg, Mühlenstraße, Post- und Bahnhofstraße sowie der Wilstedter Straße.

Über die Gehwege in der Bahnhofstraße sagte Beiratsmitglied Gerhard Schwenzfeier, dass diese 'teilweise eine Gefährdung für die Benutzer' bilden. In der Breite schon eingeschränkt, werden die Wege zudem von Hecken überwachsen. Abgesenkte Gehwegplatten erschweren die Nutzung ebenfalls.

In der Poststraße beschränkte sich der Seniorenbeirat auf deren südlichen Bereich. 'Absenkungen, Löcher und Verwerfungen machen diese Straße schlecht begehbar für Senioren', war das Fazit der Begehung. Hinzu komme, dass die Gehwege in diesem Bereich durch große Bäume und einen Gebäudevorsprung nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar seien, das gelte speziell auch für Rollstuhlfahrer.

Abhilfe für die Straße, die bald in eine Tempo 20-Zone umgewandelt werde, könnte die Idee von Gerhard Meurer schaffen: Den Gehweg um die Bäume und das Haus zu verschwenken. Dies führe zu nutzbaren Fußwegen und einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung.

Moderater indes war das Gesamturteil der Senioren über Tarmstedt aus Fußgängersicht: 'Die Fußwege insgesamt in Tarmstedt sind zwar problemlos zu begehen, könnten aber mittelfristig doch schon überholt werden.'

Nach der Ortsbegehung standen im Feuerwehrhaus weitere Themen auf der Tagesordnung. Für das Projekt 'Nachbarschaftshilfe' fanden sich fünf Anwesende, die das Angebot in der Samtgemeinde auf den Weg bringen wollen. Der entstehende Boccia-Platz soll gemäß Gerhard Schwenzfeier vom Seniorenbeirat einmal im Jahr grundüberholt werden. Die Feuerwehr, die dafür zunächst im Gespräch war, leiste nach Ansicht des Seniorenbeirats genug für die Allgemeinheit und solle nicht beansprucht werden. Hingegen wurde überlegt, bei den zahlreichen Fahrradgruppen der Samtgemeinde für den Platz und dessen Pflege zu werben.

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