Besucher hatten großes Interesse am Waldorfkindergarten Ottersberg / Neue Gruppe für die ganz Kleinen Sicherheit und Vertrauen gewinnen

Ottersberg. Der Duft, der beim Betreten des Waldorfkindergartens in die Nase steigt, stammt liebevoll selbstgebackenen Brötchen und macht Appetit. Das Backen ist hier eine schöne Tradition, wie es noch so einige andere gibt. Der Waldorfkindergarten in Ottersberg hatte zum Informationstag geladen, um den Eltern im Flecken die Einrichtung vorzustellen und Fragen zu beantworten.
25.01.2011, 05:00
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Von Ines Prager

Ottersberg. Der Duft, der beim Betreten des Waldorfkindergartens in die Nase steigt, stammt liebevoll selbstgebackenen Brötchen und macht Appetit. Das Backen ist hier eine schöne Tradition, wie es noch so einige andere gibt. Der Waldorfkindergarten in Ottersberg hatte zum Informationstag geladen, um den Eltern im Flecken die Einrichtung vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Rituale spielen im Kindergarten, in dem zurzeit 75 Kinder in drei Gruppen betreut werden, eine große Rolle. Dazu gehört das gemeinsame Frühstück, bei dem die Speisefolge an den einzelnen Wochentagen immer gleich bleibt.

Zum Sommer 2011 ist allerdings voraussichtlich eine grundsätzliche Veränderung geplant. Der Waldorfkindergarten möchte eine Ganztagsgruppe als altersgemischte Gruppe (3 bis 6 Jahre) mit einer Betreuungszeit bis 16.30 Uhr einrichten. Hier könnten die Kinder Mittag essen und zu drei unterschiedlichen Zeiten abgeholt werden. Außerdem sollen hier künftig fünf Kinder unter drei Jahren in einer altersübergreifenden Gruppe mit Kindern von 2 bis 4 Jahren betreut werden. Diesen Kindern steht eine Betreuungszeit bis 15 Uhr zur Verfügung.

Große Nachfrage nach Plätzen

Betreut werden die Kinder von jeweils zwei staatlich anerkannten Erzieherinnen mit der Zusatzausbildung als Waldorferzieherinnen und einer Praktikantin pro Gruppe. Zehn Stunden in der Woche arbeitet eine Kunsttherapeutin mit den Kindern und einmal wöchentlich haben die Kinder Eurythmie. Der Gruppenraum muss allerdings für die Betreuung der ganz Kleinen umgestaltet werden. Dieser Nachwuchs benötigt einen Schlafbereich, damit er eine Mittagsruhe halten kann. "Schon jetzt gibt es eine große Nachfrage nach diesen Plätzen", sagt Geschäftsführerin Petra Stefanovic. Allerdings steht die Genehmigung dafür noch aus. Im Februar wird eine Kommission des Kultusministeriums aus Hannover den Antrag prüfen.

Der Waldorfkindergarten Ottersberg ist ein öffentlich und rechtlich anerkannter und geförderter Kindergarten in freier Trägerschaft. Er wurde im Oktober 1973 gegründet. Die Arbeit des Kindergartens ist anerkannt und bekam das "Qualitäts-Zertifikat". Das heißt, der Kindergarten arbeitet mit einem Qualitätssicherungsverfahren, das vom Familienministerium in Berlin entwickelt wurde und unter der Überschrift "Träger zeigen Profil" läuft.

Betreut werden die Kinder im Rahmen der Waldorfpädagogik. Wichtig ist dabei die Vorbildanschauung, die den Kindern zusammen mit dem wiederkehrenden Tageslauf Sicherheit und Vertrauen gibt. Ebenso gestaltet sich der Jahreslauf durch die Jahreszeiten, ihre Feste und Rituale.

Eine Besonderheit ist außerdem die Elternmitarbeit, die eine wichtige Rolle im Kindergartenalltag spielt. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich selbst einzubringen und sich mit dem Ort zu verbinden, an dem die eigenen Kinder viel Zeit verbringen. Jede Gruppe hat zwei Elternvertreter, die auch Ansprechpartner für neue Eltern sind. Es gibt einen Eltern-Gartenkreis, einen Novembermarkt-Kreis, und natürlich sind es auch die Eltern, die im Kindergarten für den großen Sommerputz sorgen. So lernen sie nicht nur Spielkameraden und Spielzeug ihrer Kinder kennen, sondern ebenso die Strukturen der Einrichtung.

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