Spende an Frauenhaus

Von Frauen für Frauen: 8450 Masken genäht

In nur wenigen Monaten haben etwa 150 Kreislandfrauen mehr als 8000 Alltagsmasken genäht. Die erzielten Einnahmen kommen dem Frauenhaus in Wildeshausen zugute.
28.10.2020, 16:45
Lesedauer: 1 Min
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Von Jana Budde
Von Frauen für Frauen: 8450 Masken genäht

Kreislandfrauen übergeben 1500 Euro, die sie für selbst genähte Mund-Nasen-Masken bekommen haben, an das Frauenhaus Wildeshausen.

Jana Budde

8 450 Mund-Nasen-Masken haben etwa 150 Kreislandfrauen innerhalb weniger Monate genäht. Heraus kam nun eine Spende von 1 500 Euro für das Frauenhaus Wildeshausen. „Wir haben zwar komplett ehrenamtlich genäht, aber viele Abnehmer wollten etwas spenden“, sagt Vorsitzende Heide Behrens. Es sei aber klar gewesen, dass das Geld wiederum gespendet werden solle. „Das Geld sollte im Kreis bleiben, am besten dort, wo Corona vielleicht auch eine Rolle spielt“, sagt Behrens.

„Wir können das gut gebrauchen“, freut sich Dirk Reinke vom Amt für Teilhabe und Soziales bei der Kreisverwaltung. Das Frauenhaus werde neu gebaut, die Übergangslösung werde gerade eingerichtet. Da hätten sie das gespendete Geld bereits eingesetzt, erläutert Leiterin Karin Kohorst-Thölke. Für den Kinderbereich gab es neues Spielzeug, Farbe und Fußböden, Fahrräder wurden aufbereitet und der Kaufmannsladen aufgehübscht. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, wo das Geld hingeht“, sagt Behrens.

Im März haben die Landfrauen angefangen zu nähen – auf Anfrage. „Zuerst wurden wir von der Norle angesprochen“, erzählt Elke Coorßen vom Vorstand des Frauennetzwerks Großenkneten. Dann folgten Altenheime, Rettungsdienste und der Einzelhandel. „Wir haben ein ganz großes Netzwerk mit Frauen aus unterschiedlichen Bereichen“, sagt Behrens. So seien viele verschiedene Anfragen eingegangen, und mehr und mehr Landfrauen-Verbände hätten mit dem Nähen angefangen – allerdings jede für sich allein zu Hause. Kontakt wurde über soziale Medien gehalten.

„Am Ende wurde das Material knapp“, sagt Heike Hohnholt, stellvertretende Vorsitzende der Kreislandfrauen. „Als die Läden wieder geöffnet waren, musste man teilweise ein bis zwei Stunden anstehen“, erinnert sich auch Pressesprecherin Thea Oltmann. So wurde verwendet, was man zu Hause hatte: Stoffreste, alte Bettlaken und Oberhemden.

Auch der Landfrauen-Verein Ganderkesee hat sich für die Gesundheit aller eingesetzt und mehr als 550 Alltagsmasken nach dem Lockdown im Frühjahr genäht. Insgesamt hatten die Landfrauen damit 2400 Euro eingenommen, die an Einrichtungen für Mädchen und Frauen gespendet wurden.

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