Friedrich Flehmke überreicht 2500 Euro/Gastwirt lud Ex-Fahrensleute der DDG Hansa zu Curryessen Spende für Seenotretter und Hansa-Freunde

Leuchtenburg. Es ist gute Tradition in Erinnerung an eine frühere Traditionsreederei. Ein Mal im Jahr, am ersten Mittwoch im September, bittet Friedrich Flehmke ehemalige Mitarbeiter der DDG "Hansa" zum Curryessen in sein Lokal in Leuchtenburg. 171 frühere Fahrensleute und andere folgten diesmal der Einladung in den "Brunnenhof". Nach dem Essen, auch das gehört zur Tradition, spendeten sie reichlich: 2500 Euro kamen zusammen.
20.09.2011, 05:00
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Von Gabriela Keller

Leuchtenburg. Es ist gute Tradition in Erinnerung an eine frühere Traditionsreederei. Ein Mal im Jahr, am ersten Mittwoch im September, bittet Friedrich Flehmke ehemalige Mitarbeiter der DDG "Hansa" zum Curryessen in sein Lokal in Leuchtenburg. 171 frühere Fahrensleute und andere folgten diesmal der Einladung in den "Brunnenhof". Nach dem Essen, auch das gehört zur Tradition, spendeten sie reichlich: 2500 Euro kamen zusammen.

Das Geld teilen sich die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und der Freundeskreis der DDG Hansa. Hans-Joachim Katenkamp, Leiter des DGzRS-Informationszentrums Nordwest, und der Freundeskreis-Vorsitzende Peter Langbein dankten Friedrich Flehmke jetzt für seine Unterstützung. Katenkamp überreichte dem Wirt außerdem ein rotweißes Sammelschiffchen der Seenotretter.

Das Curryessen nach Hansa-Art im Brunnenhof hatte der vor sechs Jahren verstorbene Friedrich Flehmke senior 2003 ins Leben gerufen. Er war von 1958 bis 1961 auf Hansa-Schiffen als Koch gefahren. "Mit 52 Teilnehmern fingen wir an", erinnert sich der Sohn, der die von seinem Vater begründete Tradition engagiert fortführt.

"Das Curryessen war einst als Restemahl an Bord von Hansa-Schiffen entstanden", erzählt Peter Langbein. Mit Reis sei das Huhn gestreckt und nach asiatischer Art gewürzt worden. Langbein gehört zum Club der ehemaligen Hansa-Fahrer. Als er am 18. August 1980 seine Ausbildung als Decksjunge bei der Reederei begann, waren deren Tage schon gezählt. "Zwei Tage zuvor war bekannt geworden, dass die Hansa Vergleich anmelden würde."

Seit sechs Jahren ist der Kapitän Vorsitzender des 1981 gegründeten Hansa-Freundeskreises. Jeden letzten Freitag im November kommen ehemalige Fahrensleute und andere in der Bremer Innenstadt zusammen, um beim Curryessen in Erinnerungen zu schwelgen. Zum 30. Treffen am 25. November erwartet Langbein zwischen 350 und 400 Teilnehmer. Die Spende von Flehmke wird der Freundeskreis in beliebte Hansa-Devotionalien investieren wie Flaggen oder Krawatten mit dem Hanseatenkreuz, dem Markenzeichen der früheren Reederei.

Im Namen der DGzRS dankte Hans-Joachim Katenkamp dem Brunnenhof-Wirt. "Die Spende für die Seenotretter ist ein vorbildliches Engagement und zeugt von sozialer Verantwortung." Die DGzRS finanziert ihre Arbeit ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Beiträgen. Sie unterhält an Nord- und Ostsee 54 Stationen sowie 61 Kreuzer und Boote. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS 77740 Menschen aus Seenot gerettet.

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