Kirchenvorstand beschließt An- und Umbaupläne für Gemeindehaus

St.Laurentius plant die Zukunft

Achim. Ein Anbau mit Kirchenbüro, zentralem Treppenhaus, Fahrstuhl und Gruppenräumen im Obergeschoss, dazu die komplette Umgestaltung und Modernisierung des Altbaus inklusive der Einrichtung eines Foyers vor dem Gemeindesaal - zumindest auf dem Papier haben Umbau und Erweiterung des Gemeindehauses in der Pfarrstraße schon sehr konkrete Formen angenommen. Mit der Umsetzung der Pläne wird es aber frühestens 2012 etwas, denn noch wartet die Achimer St.-Laurentiusgemeinde auf die Zustimmung von Kirchenkreis und Landeskirche.
29.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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St.Laurentius plant die Zukunft
Von Ralf Michel

Achim. Ein Anbau mit Kirchenbüro, zentralem Treppenhaus, Fahrstuhl und Gruppenräumen im Obergeschoss, dazu die komplette Umgestaltung und Modernisierung des Altbaus inklusive der Einrichtung eines Foyers vor dem Gemeindesaal - zumindest auf dem Papier haben Umbau und Erweiterung des Gemeindehauses in der Pfarrstraße schon sehr konkrete Formen angenommen. Mit der Umsetzung der Pläne wird es aber frühestens 2012 etwas, denn noch wartet die Achimer St.-Laurentiusgemeinde auf die Zustimmung von Kirchenkreis und Landeskirche.

"St. Laurentius plant für die Zukunft", überschreibt Gerd Lepczynski die Baumaßnahme, die mittelfristig das Aus für alle anderen Gemeindehäuser bedeutet. Aus Sicht des Kirchenvorstandes, der die Pläne diesen Monat in einer Sondersitzung beschlossen hat, ein unumgänglicher Schritt. Denn auch wenn die Achimer Kirchengemeinde mit ihren rund 10000 Mitgliedern nach wie vor eine der größten in der Hannoverschen Landeskirche ist - an der allgemeinen Entwicklung werde auch St. Laurentius nicht vorbeikommen, betont Lepczynski. Soll heißen: schrumpfende Gemeinden, weniger Mitglieder und weniger Kirchensteuer. "Auf diese erwartete Entwicklung müssen wir reagieren. Und zwar rechtzeitig."

Schon 2009 hat sich der Kirchenvorstand auf ein Eckpunktepapier verständigt, das bis 2019 abgearbeitet sein soll. Spätestens dann wird es nur noch ein Gemeindehaus geben - das in der Pfarrstraße direkt neben der Kirche. St. Laurentius würde damit den Vorgaben der Landeskirche entsprechen, die für eine Gemeinde ihrer Größenordnung Gemeindehausflächen von 600 Quadratmeter vorsehen. Die Häuser Pfarrstraße, Uesen, Bierden und das Gemeindezentrum Nord haben 1200 Quadratmeter.

Doch um das Gemeindeleben auf das Haus in der Pfarrstraße konzentrieren zu können, müsse es dafür erst fit gemacht werden, erklärt Lepcynski. Zumal das Gebäude bereits 50 Jahre alt ist und von daher ohnehin stark renovierungsbedürftig sei.

Im Sommer vergangenen Jahres hat die Gemeinde für die Baumaßnahme einen Architektenwettbewerb ausgelobt, aus dem zwei Achimer als Sieger hervorgingen: Ulrike Krug und Rolf Hüneke. Statt aus ihren beiden gleichwertigen Entwürfen einen endgültigen Sieger auszuwählen, verständigte man sich auf eine Kombi-Lösung: An- und Umbau werden von einer eigens hierfür gegründeten Planungsgemeinschaft realisiert: "Hüneke-Krug-Architekten".

Umgesetzt wird die 1,2 Millionen teure Baumaßnahme in drei Abschnitten. Zunächst entsteht an der Nordseite auf einem Teil des heutigen Pfarrgartens der Anbau mit einem neuen zentralen Eingang zum gesamten Gemeindehaus. Der Bau wird sich nahtlos an das bisherige Gebäude anpassen, also ebenfalls drei Geschosse haben. Im ersten Stock sind neue Gruppenräume geplant, das Dachgeschoss bleibt als Ausbaureserve zunächst unberührt.

Der zweite Bauabschnitt umfasst die Umgestaltung und Modernisierung des heutigen Gebäudes, der dritte sieht die energetische Sanierung (Dach, Fassade, Fenster) des Altbaus vor.

Beginnen würde man gerne so schnell wie möglich, betont Gerd Lepczynski. Der Kirchenvorstand hofft auf den Start der Bauarbeiten im kommenden Jahr.

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