Denkort Bunker Valentin in Farge Standort für Anleger gesucht

Die Pläne für einen Wohnmobil-Stellplatz am Denkort Bunker Valentin sind vom Tisch, weil der Bund den ehemaligen Tanklager-Hafen in der Nähe als Ausgleichsfläche braucht. Geplant ist aber weiter ein Anleger.
01.08.2019, 15:45
Lesedauer: 2 Min
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Standort für Anleger gesucht
Von Julia Ladebeck

Auch wenn aus den Plänen, die ehemaligen Brücken des Tanklager-Hafens in Farge als Anlegestelle für Besucher des Denkorts Bunker Valentin zu nutzen, nichts geworden ist, verfolgt die Wirtschaftsbehörde weiterhin das Ziel, einen öffentlichen Anleger zu schaffen. Das Vorhaben, einen Wohnmobilstellplatz zu bauen, wurde jedoch aufgegeben, weil bisher keine Fläche gefunden werden konnte. Das teilt Sprecherin Karen Schuster auf Nachfrage mit.

Im Herbst 2017 hatten der Senator für Wirtschaft und Bremenports, geplant, eine der beiden Löschbrücken der früheren Ölumschlaganlage an der Weser als öffentlichen Anleger herzurichten. Bei einem Termin im Januar 2018, gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), habe sich dann jedoch herausgestellt, dass die angestrebte Nachnutzung der vorhandenen Infrastruktur nicht möglich ist, erläutert Schuster. Der Grund: Die Straßen, Leitungen und Aufbauten, die zur Nutzung der Fläche und des Anlegers erforderlich gewesen wären, mussten zurückgebaut werden, um die Altlasten darunter zu sanieren. Die Bundeswehr muss Auflagen der Umweltbehörde erfüllen, und das heißt: Die kontaminierten Bereiche müssen abgetragen werden.

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Insbesondere das Areal um die ehemalige Löschwasserpumpstation herum ist belastet. Deshalb wird dort der Boden vollständig ausgetauscht und das Grundwasser aufwendig gereinigt. Die Infrastruktur, die für den Bootsanleger und zur Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes genutzt werden sollte, wurde bereits abgerissen. Die Suche nach einem alternativen Standort für einen Wohnmobilstellplatz blieb laut Schuster erfolglos.

Wenn der Rückbau des Tanklager-Hafens abgeschlossen ist – voraussichtlich im Frühjahr 2020 – wird das Gelände an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung übergeben. Es soll als Kompensationsfläche „für das Planverfahren Weseranpassung“ dienen, so Karen Schuster. Sie betont: „Die Anmeldung des Bundesbedarfs hat Vorrang.“ Infolge dessen habe das Wirtschaftsressort keinen Zugriff mehr auf die Fläche gehabt. Die Suche nach einem möglichen Standort für einen Anleger geht indes weiter.

Von Bremenports habe sich das Wirtschaftsressort kürzlich einen Plan mit allen öffentlichen und privaten Anlegern an der Weser erstellen lassen, um die Situation bewerten zu können, auch in Hinblick auf mögliche Fährverbindungen. Die Anbindung des Denkorts soll demnächst noch einmal besprochen werden, auch zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung.

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