Umzug der Volksbank Startschuss für Neubau

Hambergen. Aufbruchstimmung hat gestern in der Geschäftstelle der Volksbank in Hambergen geherrscht: Kurz vor 14 Uhr bedienten die Angestellten ihre letzten Kunden. Dann hieß es packen. 55 Jahre Volksbank mussten in Kartons verstaut werden.
15.01.2011, 05:00
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Startschuss für Neubau
Von Brigitte Lange

Hambergen. Aufbruchstimmung hat gestern in der Geschäftstelle der Volksbank in Hambergen geherrscht: Kurz vor 14 Uhr bedienten die Angestellten ihre letzten Kunden. Dann hieß es packen. 55 Jahre Volksbank mussten in Kartons verstaut werden.

Sie wurden dann vom Umzugsunternehmen in die angemieteten Räume des gegenüberliegenden Tecklenburg-Gebäudes an der Wesermünder Straße 1 gebracht. Eine Übergangslösung - für die Zeit, die das Kreditinstitut benötigt, um auf der Fläche der dann abgerissenen Geschäftstelle ein neues Volksbank-Gebäude zu errichten.

Seit September hatten Frieder Hemeyer, Leiter Organisation bei der Volksbank, und sein Kollege Werner Kaliebe, Leiter Betriebsbereich, diesen Umzug in das "Provisorium" akribisch vorbereitet. Sie handelten den Mietvertrag aus und rückten die Möbel-Platzhalter auf der Grundrisszeichnung so lange hin und her, bis alles stimmig war. In den vergangenen Wochen räumte der Vermieter das in den Räumen untergebrachte Lager. Mit einer Leichtbauwand wurde eine Küche abgetrennt. Gestern bauten die Tischler die deckenhohen Schrankelemente aus der alten Geschäftsstelle in der Übergangsfiliale wieder so auf, dass fünf einzelne Büros entstanden.

20 Tonnen schwere Container

Nur Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Überweisungsautomat sowie die Schließfächer der Kunden konnten nicht im Obergeschoss des "Haus- und Gartenservice"-Gebäudes untergebracht werden. "Die Decke hätte das Gewicht nicht getragen", so Kaliebe. Diese Technik ist daher in Containern neben dem Tecklenburg-Haus untergebracht. Mindestens 20 Tonnen bringen diese Container mit Stahlplatten und allen Geräten auf die Waage, schätzt Hemeyer. Sie würden durch entsprechende Sicherheitstechnik geschützt. "Für uns ist aber vor allem wichtig, dass sie versichert sind", bemerkt Hemeyer. Und das seien sie selbstverständlich.

"Für unsere Kunden, die mit dem Auto kommen, haben wir außerdem eine neue Zuwegung vom Erntefestplatz geschaffen", berichtet Geschäftsstellenleiter Ralf Puckhaber. Ein Tor verbindet nun Tecklenburg-Gebäude und Festplatz.

Klingel im Eingangsbereich

Auch an die gehbehinderten Kunden hat das Kreditinstitut gedacht: "Im Eingangsbereich gibt es eine Klingel", berichtet Puckhaber. Mit dieser können sie die Mitarbeiter der Bank zu sich ins Erdgeschoss rufen. Und während sie dort auf einem der Stühle Platz nehmen, erledigen die Bankangestellten für sie Überweisungen oder zahlen ihnen Bargeld aus. "Nur Beratungsgespräche können wir im Eingangsbereich nicht machen", räumt Puckhaber ein. Das sei aber kein Problem. Wer für die Beratung nicht ins Obergeschoss kommen kann, da es keinen Personenaufzug gibt, mit dem werde die Volksbank einen Hausbesuch vereinbaren.

Bis heute Mittag werden die Handwerker am Übergangsquartier der Bank arbeiten, schätzen Hemeyer und Kaliebe. "Danach werden wir unsere Arbeitsbereiche einräumen", so Puckhaber. Denn Montag, 17. Januar, muss der Geschäftsbetrieb wieder laufen - und zwar im Obergeschoss des "Haus- und Gartenservice" an der Wesermünder Straße 1.

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