Stuhrs Gleichstellungsbeauftragte Annegret Merke geht bald in Rente / Ausschreibung erst 2012 Stelle bleibt zunächst vakant

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr wird ab Mitte Dezember zumindest einige Wochen ohne Gleichstellungsbeauftragte auskommen müssen. Die jetzige Amtsinhaberin Annegret Merke geht dann nämlich in Rente, eine Nachfolgerin kann aber nur vom Bürgermeister vorgeschlagen und dann vom Rat gewählt werden. Das Problem: Auch die Stelle des Bürgermeisters ist bekanntlich ab November und bis zur Neuwahl am 12. Februar vakant.
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Stelle bleibt zunächst vakant
Von Claudia Ihmels

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr wird ab Mitte Dezember zumindest einige Wochen ohne Gleichstellungsbeauftragte auskommen müssen. Die jetzige Amtsinhaberin Annegret Merke geht dann nämlich in Rente, eine Nachfolgerin kann aber nur vom Bürgermeister vorgeschlagen und dann vom Rat gewählt werden. Das Problem: Auch die Stelle des Bürgermeisters ist bekanntlich ab November und bis zur Neuwahl am 12. Februar vakant.

Zweiter Punkt: Auch der Rat ist ab November ein neuer. "Deshalb soll er auch entscheiden, wer neue Gleichstellungsbeauftragte wird", sagt Stuhrs Erster Gemeinderat und allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Niels Thomsen. Schließlich müsse der neue Rat ja auch mit der neuen Gleichstellungsbeauftragten zusammenarbeiten und nicht der alte.

Das bestätigt auch Annegret Merke. "Es wurde ja gerade ein neuer Rat gewählt, da wollte der alte das nicht mehr bestimmen." Annegret Merke ist Mitte November seit 20 Jahren Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Stuhr. Eigentlich hätte sie die 20 Jahre gar nicht mehr erreicht, denn mit Erreichen des 65. Lebensjahres wäre für sie eigentlich schon Ende Oktober Schluss mit dem Berufsleben gewesen. "Ich habe aber angeboten, noch etwas länger zu bleiben", sagt Merke. Das sei dankbar angenommen worden. "Es ist gut, dass sie noch eineinhalb Monate verlängert hat", sagt auch Niels Thomsen.

Projekte zu Ende bringen

Für Merke war aber bei der Entscheidung für die Verlängerung nicht nur die Vakanz entscheidend, sie wollte auch noch einige Projekte in Ruhe zu Ende bringen. Unter anderem möchte sie noch ein neues Programm für den Frauentreffpunkt Sie(h)da auf den Weg bringen. Ansonsten sei der Frauentreffpunkt inhaltlich aber "ein Selbstläufer", so Merke. Die organisatorischen Dinge könne in der Zeit der Vakanz eine Vertreterin aus dem Rathaus übernehmen. Ein großer Teil ihrer Arbeit bestehe aber auch aus Beratungen, etwa zu arbeitsrechtlichen Fragen oder zur Rückkehr von Frauen in den Beruf. "Da muss ich dann schauen, ob es Lösungen gibt", sagt Merke.

Mit Manuela Kaddatz gibt es bereits jetzt eine Mitarbeiterin, die Annegret Merke vertreten hat, wenn diese im Urlaub oder krank war, so Thomsen. "Die Vakanz wird verantwortbar sein", sagt er. Unter dem Vorbehalt, dass der Verwaltungsausschuss zustimmt, kann Thomsen sich aber gut vorstellen, dass die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten schon Anfang 2012 neu ausgeschrieben wird. So könne beim Amtsantritt des neuen Bürgermeisters schnell entschieden werden, um die Vakanz kurz zu halten.

Muss die Stelle eigentlich zwingend von einer Frau besetzt werden? "Nein, das kann auch ein Mann sein", sagt Niels Thomsen. Auch wenn sich meistens nur Frauen bewerben würden. Festgelegt ist in der Niedersächsischen Gemeindeordnung außerdem, dass es eine Gleichstellungsbeauftragte geben muss. Der Spielraum ist dabei aber recht groß. Die Gemeinden können nämlich selbst entscheiden, ob sie die Stelle haupt- oder nebenberuflich oder sogar ehrenamtlich besetzen. Annegret Merke hat eine Vollzeitstelle mit 39 Stunden. Und das soll auch bei ihrer Nachfolgerin so bleiben. "Die Stelle soll im selben Umfang wie jetzt erhalten bleiben", sagt Thomsen.

Überhaupt habe Annegret Merke gute Arbeit geleistet. Besonders habe sie sich dem Bereich Frauensozialarbeit gewidmet, etwa der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Existenzsicherung. Wenn es nach Annegret Merke geht, muss ihre Nachfolgerin ein Organisationstalent haben sowie Erfahrung in der Frauenarbeit mitbringen.

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