Gutachten eines Vogelexperten hilft nicht weiter

Streit um Krähen dauert an

Achim (wei). Im Februar und März, mit Beginn der Brutzeit, sorgten die Schwarzgefiederten wieder für Debatten in Achim. Viele Bürger fühlen sich von Saatkrähen gestört, die in der Weserstadt in großen Kolonien brüten.
30.12.2013, 00:00
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Streit um Krähen dauert an
Von Felix Weiper

Im Februar und März, mit Beginn der Brutzeit, sorgten die Schwarzgefiederten wieder für Debatten in Achim. Viele Bürger fühlen sich von Saatkrähen gestört, die in der Weserstadt in großen Kolonien brüten. Immer wieder kam die Forderung auf, die geschützten Vögel zu vergrämen, das heißt, sie zu verscheuchen. Dabei spielt aber die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Verden nicht mit.

Im November veröffentlichte die Stadt Achim die Ergebnisse eines Krähen-Gutachtens, das ein niederländischer Vogelexperte vorgelegt hatte. Er machte Vorschläge für die Aussiedlung von zwei großen Vogel-Kolonien. Es handelt sich dabei um ein teures und aufwendiges Verfahren. Zur Brutzeit müssen dazu die Nester aus Bäumen herausgeschnitten und an einem neuen Brutplatz wieder eingesetzt werden. Die neuen Plätze müssen den alten sehr stark ähneln.

Die Stadt Achim hat die Vorschläge des Vogelexperten zunächst verworfen – mit dem Hinweis auf eine zu geringe Erfolgsaussicht. Der Konflikt um die schwarzen Rabenvögel wird also im kommenden Frühjahr in die nächste Runde gehen. Spätestens, wenn die Krähen wieder brüten, werden sie mit ihrem Gekrächze die Menschen erneut stören. Nach Angaben der Stadtverwaltung leben inzwischen mehr als 1000 Brutpaare in Achim. Obwohl sich der Bestand der Saatkrähen in den vergangenen Jahren erholt hat, gilt die Vogelart nach wie vor als gefährdet.

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