SPD-Fraktion auf Uesen-Rundreise

Suche nach schneller Lösung für Sportplatz

Achim. Die Fragen zu den Sportplätzen und Turnhalle des TSV bleiben unbeantwortet. Aber eines konnte der Vorsitzende des TSV, Klaus Matschinski, der SPD-Fraktion bei deren Bereisung des Ortsteils Uesen mit auf den Weg geben: 'Wir erwarten schnellstens eine Lösung.
14.08.2010, 06:00
Lesedauer: 3 Min
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Suche nach schneller Lösung für Sportplatz
Von Ralf Michel
Suche nach schneller Lösung für Sportplatz

Mehr als 1000 Jahre alte Fundstücke entdeckte die Feuerwehr Uesen bei den Bauarbeiten für ihre neue Fahrzeughalle. Derze

CHRISTIAN BUTT

Achim. Die Fragen zu den Sportplätzen und Turnhalle des TSV bleiben unbeantwortet. Aber eines konnte der Vorsitzende des TSV, Klaus Matschinski, der SPD-Fraktion bei deren Bereisung des Ortsteils Uesen mit auf den Weg geben: 'Wir erwarten schnellstens eine Lösung. Aber wirklich schnellstens!'

Sportzentrum, Ortskerngestaltung, Feuerwehrgerätehaus, Grundschulturnhalle, Bürgermeister-Meyer-Straße - in Uesen sind politische Themen derzeit unschwer zu finden. Am kommenden Montag berät ab 19 Uhr der Ortsausschuss im Ratssaal darüber. Als Vorbereitung darauf verschaffte sich die SPD-Fraktion am Donnerstagabend einen Eindruck vor Ort.

Heißestes Eisen bleibt die Sportplatzsituation. Nachdem der Traum vom Sportzentrum im ehemaligen Kasernengelände geplatzt ist, müssen die Uhren beim TSV Uesen um gute zweieinhalb Jahre zurückgestellt werden. 'Wir haben jetzt dieselbe Situation wie im November 2008', erklärt SPD-Fraktionschef Herfried Meyer. Soll heißen, es gibt eine sanierungsbedürftige und aus allen Nähten platzende Schulturnhalle sowie einen Sportverein, der dringend einen dritten Fußballplatz benötigt.

SPD für Zweifeldhalle

Was die Turnhalle angeht, plädiert die SPD für eine neue Zweifeldhalle. Eine Lösung, die auch der TSV favorisiert. Die heutige Situation mit der alten und vor allem kleinen Turnhalle sei mehr als verdrießlich, betont Klaus Matschinski mit Blick auf die Überschneidungen bei den Hallenzeiten unterschiedlicher Sportsparten. 'Eine neue, größere Halle mit der Möglichkeit, sie zu teilen, wäre die beste Lösung.'

Auch in der Sportplatzfrage liegen wieder die Pläne auf dem Tisch, die vor dem Kasernengelände diskutiert wurden. 'Im Grunde könnten wir sofort mit dem Bauen anfangen', erklärt Herfried Meyer. Wäre da nicht der Einspruch der Anwohner an der Worpsweder Straße gegen einen weiteren Fußballplatz auf dem heutigen Vereinsgelände. Darüber muss der Landkreis entscheiden. Lässt er den Widerspruch nicht zu, ist mit einer Klage der Anlieger zu rechnen. 'Die Frage ist, ob wir es darauf ankommen lassen wollen', stellt Meyer fest und bringt einen Vorschlag seines Fraktionskollegen Uwe Tesch ins Spiel: Der neue Platz könnte in Richtung ehemaliges Bundeswehrgelände angelegt werden, weg von der Worpsweder Straße. 'Eine gute Idee', findet Meyer. Allerdings müsste die Stadt dafür Flächen kaufen. Außerdem sei zu klären, ob dies bauordnungsrechtlich möglich ist. 'Das muss die Verwaltung prüfen', fordert Meyer und stellt in Richtung Sportverein klar, dass so etwas nicht von heute auf morgen ginge.

Doch gerade hier drückt der Schuh beim TSV am heftigsten. 'Uns geht es darum, so schnell wie möglich einen dritten Platz zu bekommen', sagt Klaus Matschinski. Der Verein sei in jeder Denkrichtung flexibel, wobei ein neuer Platz in Richtung Bundeswehrgelände nur eine Variante wäre. Denkbar seien nach wie vor auch Sportplätze auf dem Kasernengelände, realisiert nicht mit einem Investor, sondern durch die Stadt (die im Tausch dafür das heutige TSV-Gelände erhielte, um daraus Bauland zu machen). Oder auch eine Lösung im Gewerbepark Uesen mit Sportplätzen und Vereinsheim, aber ohne Sporthalle. Was jedoch völlig ungeschützte Überlegungen seien, betont der Vereinschef. 'Das muss alles erst von der Stadt geprüft werden. Aber es muss eine Lösung geben. Und dies so schnell wie möglich.'

Lösungen sind auch an anderer Stelle in Uesen gefragt, wie die SPD-Fraktion bei ihrer Rundreise erfuhr. So klagte etwa Schulleiterin Agnes Gerken-Lüllmann über den ständig wachsenden Fahrzeugverkehr zu Schwimm- und Sporthalle über den Pausenhof der Grundschule hinweg. Ihr Vorschlag: Eine neue Zuwegung von der Brückenstraße her. Zur Frage der Sporthalle stellte Gerken-Lüllmann fest: 'Wir brauchen eine Turnhalle und arbeiten gerne mit dem TSV zusammen.'

Gestaltung nach Bollener Vorbild

Ein Thema bleibt für die SPD die Ortskerngestaltung. Der SPD-Distrikt Uesen ist mit der baulichen Entwicklung im Bereich Dorfstraße alles andere als zufrieden und fürchtet 'weiteren Wildwuchs' bei der Bebauung der verbleibenden Dorfflächen. Hier sollte, so Herfried Meyer, über eine Gestaltungssatzung nach Bollener Vorbild nachgedacht werden. Zudem erwartet die SPD schnelle Informationen von der Verwaltung über neue Bauvoranfragen, um gegebenenfalls sofort in ein Bauleitplanverfahren einsteigen zu können.

Handlungsbedarf sehen die Sozialdemokraten auch weiterhin in der Bürgermeister-Meyer-Straße. Zwar habe sich auf dem Spielplatz einiges getan, 'aber die Sandkiste ist immer noch ein Dreckloch' und auch die Absenkungen in der Straße gäbe es nach wie vor.

Überraschend gestaltete sich der Besuch der SPD bei der Feuerwehr. Die Politiker staunten nicht schlecht, als ihnen das Skelett eines Pferdes präsentiert wurde, das eventuell aus dem 8. Jahrhundert stammt.

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