Ruth Cordes und Scarlett Fink eröffnen Ausstellung am Bahnhof

Suse Laue: In Syke hat sich eine neue Kunstszene etabliert

Syke. „Kunst hat eine Aufgabe. Sie soll mit einander verbinden“, sagte die Künstlerin Ruth Cordes.
10.06.2014, 00:00
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Von Elfi Bultjer
Suse Laue: In Syke hat sich eine neue Kunstszene etabliert

Füllen Leerstände mit Kunst: Scarlett Fink (l.) und Ruth Cordes.

Udo Meissner

„Kunst hat eine Aufgabe. Sie soll mit einander verbinden“, sagte die Künstlerin Ruth Cordes. „Dieser Raum hier ist ideal, um Kunst und Künstler zu verbinden“, fügte sie hinzu und freute sich über das Ergebnis ihres Engagements, das seit Freitagabend in den ehemaligen Räumen des Raumausstatters Lühring am Bahnhof in Syke zu sehen ist. Zusammen mit der Malerin Scarlett Fink organisierte Cordes auf 600 Quadratmetern Fläche eine Ausstellung mit Werken von Künstlern aus Bremen und der näheren Umgebung. Bis zum 26. Juli besteht nun die Möglichkeit, in der Ausstellung „Kunst im Zwischenraum“ Skulpturen und Bilder von 25 Künstlern zu entdecken.

Bei der Ausstellung geht es um eine Leerstandnutzung von gewerblichen Räumen, wie sie mittlerweile schon in vielen Städten praktiziert wird. So kommt es für Künstler immer wieder kurzfristig zu Möglichkeiten, für einem beschränkten Zeitraum ihre Werke kostengünstig an unterschiedlichen Orten zu präsentieren. Durch die Größe des Gebäudes an der Syker Bahnhofstraße bietet sich den Künstlern viel Ausstellungsfläche an den Wänden und im Raum, verteilt auf zwei Etagen. So befinden sich Skulpturen von Uwe Hansmann neben Zeichnungen von Markus Gefken, Bildern von Nathalie Kober, Papierkunst von Heiko Ahrens und Objekten von Fabian Schützek. An anderer Stelle steht eine Skulptur von Stefan Vogt vor den Bildern mit Afrika-Motiven von Scarlett Fink. Und so geht es weiter mit Kunst von Bafuss, Ruth Cordes, Peter C. Creuzburg, Annette Leenheer, Andina Frey, Nadya Hauswald, Nathalie Kober, Mathias Hirscher, Ernst Matzke, Delia Nordhaus, Ulrich Nottrodt, Christian Plep, Udo Richter, Heinrich Richter, Bärbel Ricklefs-Bahr, Rainer Schmidt, Gerd Schröder, Marianne Sfalanga und Conny Wischhusen. So unterschiedlich die Werke der Künstler, harmonisieren sie und ergänzen sich doch auf der großen Fläche.

„Die Möglichkeit, solche Flächen zu nutzen, ist eine Geste von den Eigentümern, die für uns aber auch Verantwortung bedeutet. Es setzt auf der anderen Seite Energien frei, die bei uns zu dynamisch-kreativen Prozessen führt“, erklärte Ruth Cordes. Am 28. Juni wird es bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit geben, den Künstlern bei ihren Schaffensprozessen zuzusehen. Sykes Bürgermeisterin Suse Laue ließ es sich nicht nehmen, bei der Vernissage am Freitagabend eine kleine Rede zu halten, schließlich kam der Tipp mit dem Gebäude auch von ihr. „Die Idee, leere Gewerberäume für Kunst zu nutzen, ist gut, auch wenn es nur für eine Übergangszeit ist“, fand Suse Laue. „ Es zeigt sich, dass sich in Syke eine neue Kunstszene etabliert“, fügte die Bürgermeisterin hinzu. „Ein Zwischenraum ist laut Duden ein Raum zwischen zwei Dingen“, zitierte Suse Laue. „Hier ist es die Nutzung der Räume. Aber auch die Zeit zwischen zwei gewerblichen Nutzungen, in der neue Ideen entstehen und sich entwickeln“, führte sie fort. Die Bürgermeisterin bewertete die Entwicklung in der Syker Haupt- und der Bahnhofstraße als positiv, sieht nur einen geringen Leerstand. Und: „Ich denke, dass die Idee der Leerstandnutzung mit Kunst sehr fruchtbar für alle sein wird.“

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