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Immobilie wird in die Umgestaltung des Brinkumer Ortskerns einbezogen
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Die Gemeinde Stuhr kauft das Bremer Tor

Claudia Ihmels 06.11.2014 0 Kommentare

Hotel Bremer Tor wird Gemeindeeigentum
Die Kauf- und Pachtverträge sind unterschrieben: Bürgermeister Niels Thomsen (rechts) mit Jörn und Sabine Gefken (von links) vor dem Bremer Tor. Im Hintergrund ist der ZOB zu sehen, der im Rahmen der Neugestaltung des Ortskerns wohl verlegt werden soll. (Janina Rahn)

Die Gemeinde Stuhr ist neue Eigentümerin des Hotels Bremer Tor in Brinkum. Während Grundstück und Gebäude in den Besitz der Kommune übergangen sind, bleibt der Betrieb in den Händen der Familie Gefken, die nun als Pächterin auftritt. Hintergrund des Besitzerwechsels ist die Neugestaltung des Brinkumer Ortskerns. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde Stuhr bereits mehrere Grundstücke rund um den ZOB gekauft.

Gespräche zwischen der Gemeinde Stuhr und Sabine und Heinz Gefken gab es schon seit über zwei Jahren. Das verrieten Bürgermeister Niels Thomsen und Sabine Gefken zusammen mit ihrem Sohn Jörn Gefken am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Hotel Bremer Tor. Der Hotel-, Restaurant- und Cateringbetrieb wurde bis zu seinem plötzlichen Tod im September von Heinz Gefken geführt. Bis dahin seien die Vertragsverhandlungen auch bereits abgeschlossen gewesen, sodass das Vertragswerk durch Sabine Gefken und den Bürgermeister nun nur noch formal unterzeichnet werden musste.

Durch den Vertrag ist die Gemeinde Stuhr neue Eigentümerin des Hotels Bremer Tor – genauer gesagt von Gebäude und Grundstück Die Gemeinde wiederum verpachtet die Immobilie zurück an die Bremer Tor Gefken GmbH, hinter der Sabine Gefken als Geschäftsführerin und ihr Sohn Jörn stecken. „Damit der Betrieb in gewohnter Qualität weiterläuft“, sagte der Bürgermeister. Sabine Gefken betonte, dass es durch den Verkauf nicht zu Entlassungen kommen würde. Eine Transaktion wie diese sei weltweit besonders in der Hotellerie üblich, „um liquide Mittel für Geschäftsentwicklungen zu schöpfen“, heißt es außerdem in einer Erklärung der beiden Parteien. Zum Verkaufspreis und zu Details des Pachtvertrages wurden jedoch keine Angaben gemacht. Nur, dass letzterer über längere Zeit läuft.

Bei den Gesprächen sei es vor allem darum gegangen, wie die Immobilie in die Entwicklung des Brinkumer Ortskerns einbezogen werden kann. „Wir sind seit 110 Jahren Teil dieses Ortskerns“, blickte Sabine Gefken kurz auf die Geschichte des Traditionsbetriebs zurück. Ihr Mann und sie hätten sich gefragt, wie sie sich an der Umgestaltung des Geländes rund um den ZOB beteiligen können. Sie seien begeistert von dem „positiven Schub“ für Brinkum gewesen. Man habe die unterschiedlichsten Modelle durchdacht, was man machen könne, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie sprach dabei auch von nötigen Renovierungsarbeiten. „Schließlich haben wir aber alle Ideen verworfen und die Gemeinde angesprochen“, sagte Sabine Gefken. Man habe sich das nicht leicht gemacht, hätte nun aber einen guten Konsens erzielt, von dem beide Seiten profitieren können, so Gefken weiter.

Das bestätigt auch der Bürgermeister. Die Verhandlungen seien in „großer gegenseitiger Wertschätzung“ abgelaufen. Durch den Kauf habe die Gemeinde weitere Möglichkeiten zur Gestaltung des Ortskerns gewonnen. Thomsen verweist zum Beispiel auf die Fläche des Parkplatzes des Hotels. Der Bürgermeister machte aber auch deutlich, dass die Gemeinde Wert darauf legt, auch nach der Ortskernumgestaltung im Brinkumer Zentrum „einen repräsentativen Hotel- und Gastronomiebetrieb“ vorweisen zu können. Das sei wichtig als Treffpunkt für Familienfeiern, Tagungen und Zusammenkünfte von Vereinen. Die Gemeinde habe durch den Kauf zudem verhindern wollen, dass wirtschaftliche Entscheidungen zu Lasten des Ortskerns getroffen werden.

Um bei der Planung des neuen Ortskerns ein entscheidendes Wort mitsprechen zu können, hat die Gemeinde Stuhr bereits weitere Grundstücke rund um den ZOB gekauft (wir berichteten). Laut Thomsen erarbeitet die Verwaltung gerade Vorschläge, wie eine Verlegung und Verkleinerung des ZOB umsetzbar wäre. Dazu konnten in der Vergangenheit auch Bürger ihre Ideen einbringen. Die Pläne, bei denen das neu erworbene Areal nun noch berücksichtigt werden muss, sollen im Frühjahr in den entsprechenden politischen Gremien vorgestellt werden. Im zweiten Halbjahr 2015 soll dann der Investorenwettbewerb starten. In diesem Rahmen will die Gemeinde die Grundstücke dann wieder veräußern.

Vorschnelle Entscheidungen soll es aber nicht geben. „Wir dürfen uns jetzt keinen Schnellschuss erlauben“, sagte der Bürgermeister. Man plane für die nächsten 50, wenn nicht sogar 100 Jahre, da dürfe es jetzt auf einen Monat nicht ankommen. Wie es auf ganz lange Sicht mit dem Hotel Bremer Tor weitergeht, kann man deshalb auch noch nicht sagen. Doch: „Man muss schauen, was die Leute gastronomisch wollen. Das Bremer Tor wird es immer geben, aber vielleicht mit einem anderen Anzug“, betonte Sabine Gecken


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Leserkommentare
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