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Frühjahrskonzert des Twistringer Blasorchesters vor gut 450 Besuchern / Hörbare Entwicklung der Musiker
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Mit Tuba und Trompete um die Welt

Marcel Nobis 07.03.2016 0 Kommentare

Blasorchester Twistringen
Der spanische Dirigent Oscar Alemany Lopez führte die Konzertbesucher gemeinsam mit den Musikern des Blasorchesters Twistringen musikalisch in die verschiedensten Länder. (Udo Meissner)

Schnallen Sie sich an, klappen Sie Ihre Tische hoch und bringen Sie ihren Sitz in eine aufrechte Position. Ihre 43 Reisebegleiter stehen im vorderen Teil bereit, sie sind erkennbar an den glänzenden Blasinstrumenten. Ihr heutiger Kapitän kommt gebürtig aus Spanien, heißt Oscar Alemany Lopez, und arbeitet bereits seit gut einem Jahr mit der Besatzung zusammen. Das Flugzeug ist nun startbereit, freuen Sie sich auf eine Weltreise. Auf eine musikalische – wohlgemerkt. Denn die Reisebegleiter sind in Wirklichkeit die Mitglieder des Twistringer Blasorchesters und Oscar Alemany Lopez ist kein Kapitän, sondern Dirigent. Dennoch starteten sie am Sonnabend beim Frühjahrskonzert zu einer musikalischen Weltreise und nahmen gut 450 Passagiere – Pardon – Besucher in der komplett gefüllten Aula des Hildegard-von-Bingen Gymnasiums mit.

Der Flieger startet, „unser Kapitän hat alle Karten im Gepäck, und die 43 Reisebegleiter stehen bereit“, moderiert Andrea Grote die Veranstaltung an. Sie führt durch den Abend und stellt die einzelnen Programmpunkte genauer vor. Die erste Station des Abends sind die USA. Dort erwartet die Weltenbummler ein Potpourri des musikalischen Schaffens von Henry Mancini. Die Reise beginnt gemächlich, unter anderem erklingt der Themensong zum Film „Der rosarote Panther“. Und auch beim zweiten Stück des Abends bleibt man dem nordamerikanischen Kontinent treu. Ein Medley zum US-amerikanischen Musical „West Side Story“ wird angespielt.

Und die von Grote angesprochenen Karten muss Oscar Alemany Lopez dann auch genau im Blick haben. Von Amerika geht es nämlich den weiten Weg nach Europa – genauer gesagt in die Alpenrepublik Österreich. Nach jazzig angehauchten Klängen folgt mit Annen-Polka ein schwungvolles und leichtes Stück. „Einigen wird es wohl im Fuß zucken“, meint Andrea Grote während der Anmoderation. Und es stimmt: Bei vielen Besuchern wippt der Fuß zum Takt der Musik mit.

„Jedes gute Flugzeug hat natürlich zwei Kapitäne“, sagt Grote und leitet zum Auftritt des Vororchesters über. Co-Pilotin von Oscar Alemany Lopez ist Susanne Milkus. Die Dirigentin betritt zusammen mit ihrem 20-köpfigen Vororchester die Bühne. Zehn weitere Musiker aus dem großen Ensemble unterstützen das junge Orchester. Drei Stücke erklingen. „Als ich meiner Mutter eine Hörprobe von der gestrigen Generalprobe gab, meinte sie: Das ist nicht das Vororchester von vor zwei Jahren“, lobt der erste Vorsitzende Frank Maruschewski den Auftritt.

Aber auch beim Stammorchester hört man eine Entwicklung heraus. „Wir haben dieses Mal sehr viel Schweres dabei, sehr viel Anstrengendes. Man braucht viel Luft“, erklärt Pressewartin und Saxofonistin Uta Hoffmann. Dass sich die Mühe lohnt, zeigen die unerwarteten Besuchermassen am Sonnabend. „Wir hatten ursprünglich für 300 Besucher bestuhlt und jetzt noch 50 Stühle hinzugestellt“, sagt Hoffmann. Doch das reicht nicht annähernd aus, gut 450 Besucher verfolgen das Konzert und müssen teils mit den Stufen am Rande der Aula vorlieb nehmen.

Im zweiten Teil des Programms wird es bunt. Auf dem erneuten Weg nach Amerika verteilt das Orchester Knicklichter im Publikum. Zur Musik von Whitney Houston zappeln blaue, grüne, gelbe oder violette Lichter über den Köpfen der Besucher und tauchen die dunkle Aula in ein buntes Lichtermeer. Und das nicht nur bei Whitney Houstons größten Hits. Auch wenig später bei „We Are the World“ erheben sich erneut die bunten Stäbchen.

„Wir haben die ganze Welt hinter uns gelassen, und wem das immer noch nicht reicht, dem kann ich sagen: Wir kommen noch weiter“, moderiert Grote den letzten offiziellen Programmpunkt an. „Orpheus in der Unterwelt“ heißt das Stück. Leise und laute Passagen wechseln sich ab, enden abrupt oder werden durch kurze Soloparts unterbrochen. Nach einer Zugabe gehen Orchester und Besucher gemeinsam die letzten Meter der Weltreise: Denn so schön manche Ecken der Erde auch sind, eine Reise ist nie vollendet, wenn man nicht in die Heimat zurückkehrt. Das Twistringer Lied bildet entsprechend traditionell den Abschluss des Konzerts. Das Orchester bedient sich ein letztes Mal seiner Instrumente, und das Publikum singt kräftig und textsicher mit.


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 12:30
Vielleicht wissen wir am 1.11. um 11:11h mehr.


Sie meinen sicher den 11.11. um 11:11h?
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

Das britische £ - Sterling -
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