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Der Verein „Lebenswege begleiten“ sucht nach ehrenamtlichen Asylbegleitern
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Starthilfe für Flüchtlinge

Marie Lührs 11.10.2016 0 Kommentare

„Wir brauchen trotzdem neue Unterstützer“, erklärt Judit Hirscher, die eben jenem Verein angehört, denn auch wenn die Flüchtlingszahlen momentan abnehmen, ist die Arbeit der Begleiter gefragt. „Viele Familien brauchen länger Hilfe als wir das gedacht haben“, sagt Hirscher, „dadurch sind die Asylbegleiter länger an sie gebunden und es fehlen die Kapazitäten für andere.“ Doch jeder solle so lange unterstützt werden, wie es eben nötig ist. „Natürlich sollen die Flüchtlinge auch irgendwann ohne Hilfe auskommen“, stellt Hirscher fest.

Doch was sind eigentlich die Aufgaben eines Asylbegleiters? Sie begleiten die Neuankömmlinge bei Behörden-Besuchen, führen sie durch den Ort, zeigen ihnen, wo sie einkaufen können, wo Schulen sind und wie sie von A nach B kommen. Auch bei Arztbesuchen und ähnlichen Terminen können sie ihren Zöglingen unter die Arme greifen, erklärt Anne-Dorit Winter. „Wir sind ein ganz tolles Team“, schwärmt die Bruchhausen-Vilserin. Doch nicht immer ist die Arbeit einfach. „Man macht natürlich auch mal negative Erfahrungen und manchmal ist sehr viel zu tun.“ Doch inzwischen habe sie sich gut eingespielt. Ihr größtes Problem seien derzeit die regelmäßigen Einladungen zum Kaffee bei ihrer „Pflegefamilie“, die sie häufig trotz Zeitnot nur schwer ablehnen kann. „Die Gastfreundschaft ist bei denen noch ganz anders“, findet Winter.

„Jeder gibt so viel Zeit, wie er kann“, erklärt Volker Kammann, der als Fachbereichsleiter für Soziales bei der Gemeinde tätig ist. Wer in Vollzeit arbeite, für den sei der Job als Asylbegleiter nur schwer machbar. Denn viele der dadurch entstehenden Termine liegen in den typischen Öffnungszeiten von Behörden und überschneiden sich somit mit den Arbeitszeiten der meisten Beschäftigen. Im Regelfall gebe es ein Team, das die Betreuung übernimmt, gerade bei größeren Familien sei die Unterstützung als Einzelperson nämlich nicht zu schaffen. „Die Arbeit hat eine soziale und eine zeitliche Komponente“, macht Kammann deutlich.

In kostenlosen Schulungen würden Interessierte auf die Arbeit mit den Asylbewerbern vorbereitet, erklärt Kammann. „Das ist allerdings keine Pflicht, wir empfehlen aber die Teilnahme.“ Bei einem regelmäßigen Stammtisch bietet sich den Ehrenamtlichen zusätzlich Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen und die eigene Arbeit zu reflektieren. Anfänger beginnen ihren Dienst als Begleiter eines routinierten Betreuers. „Ein Erfahrener nimmt dann also den Unerfahrenen an die Hand“, erklärt Judit Hirscher das Ausbildungsprinzip.

Das Engagement werde zudem nicht nur mit dem Gefühl etwas Gutes getan zu haben, sondern auch mit einer Einsatzpauschale entlohnt. Zusätzlich würden auch Fahrtkosten, die durch den Besuch anerkannter Behörden entstehen, erstattet.

Wer Interesse an diesem Ehrenamt hat, kann sich unter www.asyl-lebenswege-begleiten.de weiter informieren oder „Lebenswege begleiten“ unter der Rufnummer 0 42 52/ 9 09 83 21 kontaktieren.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...