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Aus- und Fortbildungswerkstatt
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Alle in einem Boot

Tobias Denne 10.05.2019 0 Kommentare

Beteiligte Betriebe und Verantwortliche haben sich schon mal in der alten Schlachterei umgesehen, den Förderbescheid gab's ebenfalls dazu: Holger Bremer (v.l.), Lucas Sprink, Christoph Westerkamp, Heinrich Günnemann, Anna Meincke, Bernd Bremer,
Beteiligte Betriebe und Verantwortliche haben sich schon mal in der alten Schlachterei umgesehen, den Förderbescheid gab's ebenfalls dazu: Holger Bremer (v.l.), Lucas Sprink, Christoph Westerkamp, Heinrich Günnemann, Anna Meincke, Bernd Bremer, Christian Porsch, Andrea Bremer, Thomas Roess und Cord Bockhop. (Tobias Denne)

Bassum. Noch fällt nur Licht durch die Fenster in die große Halle. In der ehemaligen Schlachterei laufen aber die Bauarbeiten derzeit auf Hochtouren. Soll doch zum Ausbildungsstart am 1. August alles fertig sein, sodass die ersten Lehrlinge an den Bramstedter Kirchweg kommen können. Wie es später in der Aus- und Fortbildungswerkstatt aussehen soll, verraten Pläne, die an den Wänden hängen. Christoph Westerkamp von Stelter Zahnradfabrik zeigt den Gästen am Donnerstag, wie sich die Räume der alten Schlachterei verändern werden. „Wir wollen hier gezielt und gemeinsam im Team ausbilden“, sagt der Geschäftsführer der Bassumer Firma. Und ein solches Projekt braucht neben den Betrieben, die sich beteiligen, vor allem auch Geld. Dafür war Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, gekommen. Im Gepäck hatte sie die Unterlagen für den Förderbescheid über 165 000 Euro. „Es ist wichtig, dass das Interesse von den Akteuren vor Ort vorhanden ist“, sagt Meincke. 

Die Idee der Aus- und Fortbildungswerkstatt ist derweil nicht neu: Schließlich ist auch in der Lindenstadt der Fachkräftemangel allgegenwärtig. „Wir haben uns vor Jahren mit verschiedenen Firmen und der Stadt zusammengesetzt und überlegt, wie wir den Fachkräftemangel angehen können“, erinnert Westerkamp die Anwesenden. Denn gerade für kleine Unternehmen ist es in der heutigen Zeit nicht so einfach, neue Mitarbeiter aus- oder fortzubilden, ohne dafür viel Geld in die Hand nehmen zu müssen. „Die Theorie ist einfach, aber in der Praxis ist es manchmal doch schwerer“, weiß Westerkamp. Auch Bürgermeister Christian Porsch ist sich der Herausforderung des Fachkräftemangels bewusst: „Er macht allen zu schaffen.“ 

Keine Konkurrenz

Es haben sich aber dennoch schon einige Unternehmen gefunden, die das Projekt unterstützen. Dabei ist die Werkstatt nicht nur auf Bassum beschränkt. Auch Firmen aus Twistringen oder Asendorf wollen ihre Mitarbeiter vorbeischicken. „Es wäre natürlich schön, wenn jemand seine Ausbildung hier verbringt, aber man kann auch einzelne Kurse belegen, um Defizite auszugleichen“, gibt es laut Westerkamp einige Möglichkeiten, das Angebot zu nutzen. So würden auch die Firmen entlastet, die womöglich keine Kapazitäten für die Ausbildung hätten. Dabei arbeitet die Werkstatt mit dem beruflichen Ausbildungsnetzwerk im Gewerbebereich zusammen, das bereits einige solcher Projekte begleitet hat. „Wir können dabei auf die Lehrpläne zurückgreifen“, freut sich Westerkamp.

Doch das ist erst einmal Zukunftsmusik. Bis die ersten Lehrlinge in den Räumen arbeiten können, ist noch einiges zu tun. Dann gibt es etwa einen E-Learning-Raum und einen Seminarraum. Elektronik- und Schaltschränke werden ebenfalls ihren Platz in der Werkstatt finden. Im großen Raum derweil werden für die unterschiedlichen Handwerksbetriebe auch Maschinen stehen, damit die Mitarbeiter dort gezielt arbeiten können. „Wir werden die Herausforderung gemeinsam angehen“, ist Christian Porsch überzeugt. Auch deshalb haben die Beteiligten versucht, alle ins Boot zu holen. Die Werkstatt soll indes keine Konkurrenz zur dualen Ausbildung sein. „Das darum geht es nicht, es soll eine Ergänzung sein“, bekräftigt Porsch, der weiß, dass auch junge Menschen ihre Heimat und die Region zu schätzen wissen.

Ähnlich sieht das auch Landrat Cord Bockhop: „Die Menschen bleiben hier.“ Gerade im Zuge der Wissenswerkstatt sei das neue Angebot eine perfekte Ergänzung, um auch den Menschen vor Ort einen guten Arbeitsplatz zu bieten und das Interesse am Handwerk zu fördern. Allerdings weist er darauf hin, dass die Aus- und Fortbildungswerkstatt sich ständig im Wandel befinden wird: „Das Angebot wird zusammen mit Unternehmen entwickelt und auch weiterentwickelt.“


Dazu gehört auch, dass auch neue Betriebe bei diesem Angebot mitmachen können. Bei Interesse sollten sich die Geschäftsführer bei Bassums Wirtschaftsförderin Alena Grützmacher melden. Das geht entweder unter 0 42 41 / 84 60 oder per E-Mail an gruetzmacher@stadt.bassum.de.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?