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Turmbau Bruchhausen-Vilsen
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Auf der Suche nach dem Standort

Micha Bustian 11.07.2019 0 Kommentare

So könnte er aussehen: Beim Turmbau zu Vilsen stellt sich weniger die Frage der Form als die des Standpunktes.
So könnte er aussehen: Beim Turmbau zu Vilsen stellt sich weniger die Frage der Form als die des Standpunktes. (FR)

Bruchhausen-Vilsen. Da war doch noch etwas. Etwas Herausragendes, das mittlerweile im Schatten des noch zu bauenden Hochregallagers des Mineralwasserherstellers Vilsa-Brunnen zu verschwinden drohte. „Ein Alleinstellungsmerkmal und Anziehungspunkt für die Region“, wie es der damalige Fleckenbürgermeister Peter Schmitz nannte, „eine Landmarke“. Klingelt‘s? Richtig: der Turmbau zu Vilsen. Stellt sich die Frage: Was macht eigentlich der Turmbauverein?

„Der Turmbauverein Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hat 2017 auf der Grundlage eines Wettbewerbs einen sehr attraktiven Entwurf eines Aussichtsturms entwickeln lassen“, teilt Vereinsvorsitzender Bernd Schneider schriftlich mit. Auf der Grundlage dieses Entwurfs seien genauere Planungen für Statik und Kostenermittlung ausgeführt worden. Kosten: knapp 10 000 Euro. Diese Summe haben sich der Verein und die Samtgemeinde geteilt. Doch warum geht es nicht weiter? „Einziges Hindernis für die weiteren Schritte wie die Beantragung von Fördermitteln ist ein geeignetes Grundstück“, seufzt Bernd Schneider. Bisher hätten die Initiatoren den Standort Peisenhop/verlängerte Feldstraße favorisiert, sagt er. Aber: 2017 hatte es Bedenken im Hinblick auf eine mögliche Einsehbarkeit von privaten Grundstücken gegeben. Bei der Mitgliederversammlung 2018 waren sich die Turmbauer einig, die Entwicklung zunächst einmal abzuwarten und zu gegebener Zeit Gespräche mit den Anwohnern zu führen.

Doch nun wird in dieser Zeit nicht gewartet. Gleichzeitig entwickelt der Turmbauverein neue Ideen. So wurde bei der Mitgliederversammlung 2018 vorgeschlagen, auch andere Standorte ins Auge zu fassen. Wöpse beispielsweise, Bruchmühlen oder Barbusch. „Diese Orte wurden zwischenzeitlich in Augenschein genommen“, so Schneider. Beim Vorschlag Wöpse soll nun die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Hoya geprüft werden, da der Hügel nahe Wöpse, der sich für die Aufstellung anbietet, zu Hoyerhagen gehört.

Andere Herangehensweise: Auch kombinierte Projekte sind für den Turmbauverein denkbar. So kann sich Beisitzerin Katja Wagner sehr gut vorstellen, eine Aussichtsmöglichkeit an einen naturnahen Kletterpark oder dergleichen anzulehnen. Ebenso kann durch solch ein Projekt Natur dreidimensional erlebbar gemacht werden, indem der Aussichtspunkt Start- oder Endpunkt eines sogenannten Baumwipfelpfades wird. Dabei kann man sich auf einer Art Brücke quasi über dem Wald bewegen. Ideen solcher Art treffen auf breite Zustimmung im Verein, erklärt Bernd Schneider. Denn: Pflege der Kulturlandschaft, Naturerlebnis sowie Sport und Bewegung sind laut Satzung Ziele des Vereins. Insgesamt solle etwas Positives für das Gemeinwesen geschaffen werden. Der Turmbauverein wird entsprechend flexibel auf solche Vorhaben reagieren und im Übrigen die Bedingungen im Blick haben, die sich durch geeignete Förderprogramme und Standortmöglichkeiten ergeben.

Der ehemalige Samtgemeinde-Archivar Karl Sandvoß hat bei der Mitgliederversammlung im Mai einen Bauplan des ersten Vilser Turms aus der Gründerzeit ins Spiel gebracht. „Sofern ein Standort gefunden ist, sollte man auch diese Planung nicht außer Acht lassen“, findet Bernd Schneider. Ebenso sei zu überlegen, ob auch andere kostengünstige Versionen verfolgt werden sollen. Als Beispiel nennt der Ratsherr den Aussichtspunkt am Hohen Berg in Ristedt. Ein Turm mit geringerer Höhe bietet sich dort an, wo bereits jetzt eine gute Sicht gegeben ist, beispielsweise am Standort „oberhalb der Klostermühle“.

Und noch eine Möglichkeit präsentiert der Vereinsvorstand mit Bernd Schneider, Katja Wagner, Ekkehard Kijewski, Detlev Reimann und Eduard Kübler: Vor dem Hintergrund der Sanierung des Glockenturms der Vilser Kirche sind zuletzt Überlegungen aufgekommen, zwischenzeitlich die Galerie im Kirchturmdach für einen Blick in den Luftkurort und die Umgebung nutzen zu können. Schneider: „Karl Sandvoß erinnert sich, dass er dort als Kind schon hochgeklettert war und diese Aussicht sehr interessant ist.“


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
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Bremen99 am 21.10.2019 20:41
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