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Anne-Kathrin Heinze
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Die Lösungssuchende

Tobias Denne 28.05.2019 0 Kommentare

Um die Präventionsangebote in Bassum untereinander besser vernetzen zu können, gibt es das Projekt
Um die Präventionsangebote in Bassum untereinander besser vernetzen zu können, gibt es das Projekt "Communities That Care". Projektleiterin Anne-Kathrin Heinze wird mit vielen Akteuren den Dialog suchen, um das bestehende Angebot zu erweitern. (Braunschädel)

Bassum. Ihr Name steht schon auf dem Schild neben der Tür ihres Büros. Vom Trubel im Bassumer Rathaus bekommt Anne-Kathrin Heinze nicht derweil eher weniger mit. Die Uhr tickt vor sich hin, ein Rasenmäher durch das offene Fenster ist draußen zu hören. Die Bassumerin ist die Leiterin des Projekts „Communities That Care“ (CTC), das nun auch in der Lindenstadt anläuft.

Das Ziel dieses Projekts ist es, die Präventionsarbeit besser zu evaluieren und sich untereinander besser zu vernetzen. „Wir schaffen durch CTC eine Grundlage, auf der man arbeiten kann“, weiß Heinze. Denn gerade bei der Prävention ist es wichtig, vorher zu handeln. „Nicht erst, wenn die Kinder in den Brunnen gefallen sind. Daher halte ich diese Arbeit für sehr wichtig“, verdeutlicht sie. Allerdings weiß sie als Sozialarbeiterin, dass sie sich oft auf das Gefühl verlassen muss, was gerade wichtig ist für Jugendliche. Und da setzt CTC mit dem Fragebogen und den Ergebnissen an. „So hat man das endlich schriftlich. Mit dieser Grundlage können wir auch bei den Behörden besser für etwas argumentieren“, erzählt die gebürtige Erfurterin.

In Thüringen hat sie auch Soziale Arbeit an der Fachhochschule studiert. Ein Vorteil, wie sie findet. „Man hat viel mehr Praxis im Studium.“ Sie selbst freut sich darüber, dass sie mit ihrer Arbeit etwas verändern kann und die Jugendlichen begleitet. Das macht sie nun in Bassum, denn seit rund zehn Jahren lebt sie in der Lindenstadt „und ich habe sie lieben gelernt“, schwärmt die dreifache Mutter von ihrer Wahlheimat. Denn vor allem im Vergleich zur Großstadt Erfurt können ihre Kinder behüteter aufwachsen. „Ich wohne hier total gerne“, fügt sie hinzu. Auch ihr zweites Praxissemester hat sie schon in Bassum absolviert. Im Rentei-Kindergarten. Bis zu ihrer eigenen Babypause arbeitete sie noch weiter im Kindergarten. „Ich wollte meine Kinder nicht fremdbetreuen lassen, während ich andere Kinder betreue“, erklärt sie. 

Jetzt steigt sie als Projektleiterin ein und will die Probleme bei den Schülern anpacken. „Das Wort 'Probleme' mag ich eigentlich nicht. Ich will das positiv formulieren“, sagt sie. Um besser mit den Jugendlichen arbeiten zu können, gibt es in den kommenden Wochen eine anonyme Schülerbefragung in den Klassen sechs bis elf. „Wir wollen schnell die relevanten Daten erfassen“, sagt die 37-Jährige über den Zeitraum vor den Sommerferien. Insgesamt sollen die Jugendlichen von fünf Schulen mitmachen. Dabei sind die Prinzhöfte-Schule, die Lukas-Schule, die Oberschule, das Gymnasium Twistringen und das Gymnasium Syke. „In Syke werden die Eltern angeschrieben und wir hoffen, dass sie ihre Kinder motivieren, mitzumachen“, wünscht sich Heinze.

Die gebürtige Erfurterin legt einen Ordner auf den Tisch in ihrem Büro und blättert bis zum Fragebogen. „Es sind leichte Fragen“, versichert sie und nennt ein paar Beispiele zu den Themen Schule, Familie, Umfeld und Freunde. Das Ziel ist herauszufinden, welche Herausforderungen bei den Bassumer Schülern herrschen, wo Probleme sind und was sie unterstützt, um ein geregeltes Leben zu führen. Wenn die Jugendlichen diese Fragen ausgefüllt haben, dann „werden die Bedarfe abgesteckt und ein Aktionsplan aufgestellt“, skizziert Heinze.

Wie und was in Bassum für Jugendliche angeboten werden soll, das wird sich bald zeigen. Umkrempeln will sie die Angebote indes nicht. „Zum Beispiel das Respektstraining läuft wirklich gut“, sieht sie ihre Aufgabe eher in der Erweiterung: „Was können wir zusätzlich anbieten?“ 


Wer Anne-Kathrin Heinze selbst sehen möchte, für den ist die öffentliche Sitzung des Schulausschusses an diesem Dienstag, 28. Mai, ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses der richtige Ort. Dann wird sich Heinze vorstellen.


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Leserkommentare
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Bremen99 am 21.10.2019 20:41
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