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Kindergarten Löwenzahn
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Geliebte Grundsteinlegung

Micha Bustian 01.06.2019 0 Kommentare

Großes Abenteuer: Die Kinder des Kindergartens Löwenzahn durften die Zeitkapsel in die Mauer der im Bau befindlichen neuen Kindertagesstätte einmauern.
Großes Abenteuer: Die Kinder des Kindergartens Löwenzahn durften die Zeitkapsel in die Mauer der im Bau befindlichen neuen Kindertagesstätte einmauern. (Fotos: Braunschädel)

Bruchhausen-Vilsen. „Ich liebe Grundsteinlegung.“ Kein Wunder. Für Dominik, Kindergartenkind in der Kita „Löwenzahn“, war die Grundsteinlegung für die neue Kita am späten Dienstagnachmittag ein wahres Fest. Und nicht nur für ihn. Die Lütten aus der gegenüber der Baustelle liegenden Kindertagesstätte „Löwenzahn“ tobten über die hufeisenförmig angelegten Bodenplatten, aus denen senkrecht grüne Rohre emporragten. Sie pflanzten eine Kastanie und hängten Schilder mit ihren Wünschen daran auf. Und sie mauerten die Zeitkapsel aus Kupfer ein. Jeder eine Kelle Beton. „Das hätte ich selber nicht besser machen können“, lobte ein Bauarbeiter der Firma Eikenberg. Und danach gab's auch noch Kuchen.

Die Kinder hatten also Spaß an diesem festlichen Akt. Für die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen indes ist dieses Bauvorhaben enorm wichtig. Die aktuelle städtische Kita hat ungefähr 900 Quadratmeter Platz. „Für fünf Gruppen zu klein“, stellte Cattrin Siemers klar. „Es ist auch für heutige Bedürfnisse nicht mehr ausreichend.“ Und eigentlich benötigt die stetig wachsende Ortschaft Bruchhausen-Vilsen mehr als fünf Gruppen. Drei Kindergarten- und eine Krippengruppe sollen Platz finden im neuen Gebäude, das alte soll fürs Deutsche Rote Kreuz zurechtgemacht werden. Ebenfalls als Kita. Dann wäre Platz für mehr Gruppen, Platz für mehr Kinder.

Doch nicht nur die brauchen Platz. Das Personal benötigt mehr Raum als früher, es soll eine eigene Küche geben, sogar eine Mensa mit einer weiteren Küche für die Knirpse. Die Anforderungen seien immens gewachsen, so Cattrin Siemers. Brandschutz, rutschfeste Bodenbelege, alles barrierefrei – „das haben wir in der alten Kita ja auch nicht“. 75 Kindergartenkindern soll die neue Kita eine neue Teilzeitheimat sein, dazu 15 Krippenkindern, alle zusammen betreut von zwölf Erzieherinnen und einer Leiterin: Anja Marcks.

Die lobte in ihrer Rede zur Grundsteinlegung den Vater des anwesenden CDU-Politikers Heinrich Klimisch. Der habe 1974 als Bürgermeister eine gute Entscheidung getroffen, diese „pädagogisch gut durchdachte Kita“ bauen zu lassen. „Einiges davon haben Cattrin Siemers und ich auch für die Planungen der neuen Kita übernommen.“ Vier Gruppen à 25 Kinder seien damals eingezogen, heute undenkbar. „Zwischenzeitlich musste sogar eine Gruppe in die ,Zwergenwiese' ausgelagert werden“, erinnerte sich Anja Marcks. Sie hofft, den Namen „Löwenzahn“ mit hinüber auf die andere Seite der Straße Auf der Loge mitnehmen zu können. Auch wegen der gleichnamigen Sendung mit Peter Lustig (1937 - 2016). „Einen Bauwagen wie er ihn hatte, haben wir auch. Fehlt nur noch die Treppe aus Stühlen.“

Soweit der Wunsch von Anja Marcks. Die Kids hatten ihre Wünsche und Träume für den neuen Kindergarten auf kleine Pappschilder gemalt: eine Turnhalle, ein schöner Garten, eine Schaukel, eine Kuschelecke mit Büchern, ein Gemüsebeet mit Apfelbaum und einen riesigen Kastanienbaum. Der allerdings muss noch lange wachsen, bis er riesig wird. Aber immerhin: Es wurde einer eingepflanzt. An seine Äste hängten die Lütten ihre Wünsche. Und einigten sich mit Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann auf einen weiteren: „Dass der Hamburger SV wieder in der ersten Liga spielt, wenn die Kinder hier einziehen.“

Das soll, wenn es nach Cattrin Siemers geht, im April/Mai 2020 der Fall sein. Dann soll der 1250 Quadratmeter große Komplex stehen und bezogen werden. „Ich weiß, dass das sportlich ist. Aber wir hoffen, dass es jetzt ganz schnell geht.“ Eine Hoffnung, der sich Bernd Bormann anschloss: „Bisher sind wir punktgenau da gelandet, wo wir landen wollten.“ Dafür, dass es so weitergeht, ist neben dem Bauunternehmen Eikenberg das Architekturbüro von Franziska und Oliver Keese verantwortlich. Oliver Keese war beeindruckt, dass in so kurzer Zeit die Bodenplatte liegt. 250 Kubikmeter Beton und Stahl seien dafür verbaut worden.

Ach ja, der Preis fehlt noch. Auf etwa drei Millionen Euro schätzt Cattrin Siemers den Bau des neuen „Löwenzahns“. Zweieinhalb Millionen Euro kommen aus einer großzügigen Privatspende, den Rest zahlt die Samtgemeinde. Das macht die Grundsteinlegung gleich noch liebenswerter. Nicht wahr, Dominik?


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Leserkommentare
Wesersteel am 19.10.2019 12:05
Da hat man sich genau den Richtigen zum Gespräch rausgesucht,denn der Hering ist ein Arbeitgeber-Betriebsrat !
Bremen99 am 19.10.2019 12:01
Na das passt ja hervorragend: 70 Jahre SPD-Regierung in Bremerhaven steht dann für "Ruinen schaffen ohne Waffen".

Wenn Bremerhaven die ...