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Mediation
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Mit viel Zeit und Vertrauen

Tobias Denne 13.12.2018 0 Kommentare

Leicht aufgeschrieben, schwer umzusetzen: Gunda Manke (links) und Brita Delfs zeigen, um was es bei der Mediation geht. 
Leicht aufgeschrieben, schwer umzusetzen: Gunda Manke (links) und Brita Delfs zeigen, um was es bei der Mediation geht.  (Janina Rahn)

Bruchhausen-Vilsen. Ein Streit ist nie wirklich schön. Innerhalb der Familie, unter Arbeitskollegen oder Nachbarn belastet ein Konflikt nur die Beziehung zueinander. Manche Zwiste gehen sogar so weit, dass nur noch ein Gericht für eine der beiden Parteien entscheiden kann. Doch damit es gar nicht dazu kommt, gibt es verschiedene Angebote. Ein bekanntes ist das Schiedsamt. Weniger weit verbreitet dagegen ist die Mediation. „Wir versuchen, eine Win-Win-Situation für beide Parteien zu schaffen“, sagt Brita Delfs. Mit Gunda Manke bietet sie ab Januar diese Form der außergerichtlichen Schlichtung an.

Normalerweise gewinne eine Partei und eine verliere bei einer Schlichtung. „Jeder will natürlich seine Standpunkte durchsetzen“, weiß Manke. Und genau da will die Mediation anknüpfen. Manke und Delfs agieren bei diesem Prozess als eine neutrale Person, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt. „Wir begleiten und unterstützen“, sagt Manke, aber – und das betonen beide: „Wir geben keine Lösungen vor.“ 

Damit es zu einem Ergebnis kommen kann, gibt es bei der Mediation fünf Schritte. Zunächst findet ein Vorgespräch statt, in dem geklärt werden soll, ob Mediation überhaupt geeignet ist und wie diese dann abläuft. Denn: „Beide müssen noch miteinander reden können“, weiß Manke. Zentral bei der Beratung ist der Schritt in der Mitte, Nummer drei: Konflikterhebung. Dabei soll geklärt werden, was den einzelnen Parteien wichtig ist und wo die Interessen liegen. „Der Perspektivwechsel ist sehr wichtig bei der Mediation“, sagt Manke und fügt hinzu: „Wir suchen nach kreativen und nachhaltigen Lösungen. Die Vereinbarung, die wir am Ende verfassen, müssen alle Parteien unterschreiben.“ Auch nach dem Abschlussgespräch gibt es die Möglichkeit zu einem späteren Austausch. 

Und genau das ist der Vorteil der Mediation, wie Delfs und Manke wissen. „Man nimmt sich viel Zeit, um einen Konsens zu finden“, erzählt Delfs. Ein Unterschied zum ebenfalls außergerichtlichen Schiedsamt ist zum Einen die Freiwilligkeit der Parteien. Mediation kann zudem jederzeit abgebrochen werden. Zum anderen liegen hinter Delfs und Manke Aus- und Fortbildungen, um diese Form der Streitschlichtung anzubieten. „Es ist traurig, wenn ein Konflikt vor Gericht landet“, sagt Delfs, die bereits seit mehreren Jahren ehrenamtlich aktiv ist und „für ein faires Miteinander“ plädiert. Denn das könne zu einer Entlastung im Alltag führen.

Sie ist es auch, die bereits in Hamburg Kontakt zur Mediation hatte, die dort bei Unternehmen eingesetzt wird. Denn bei Firmen geht es bei Konflikten auch um etwas anderes. „Die Konflikte kosten Geld“, weiß Delfs. Falls jemand gemobbt werde, dann komme er selbstredend nicht mehr so gern zur Arbeit. Das wiederum wirke sich auf die Leistung aus. Daher seien Unternehmen auch aus wirtschaftlicher Sicht daran interessiert, diese Konflikte aus der Welt zu räumen. 

Da diese Form der Streitschlichtung allerdings in der Samtgemeinde noch relativ unbekannt ist, wollen Delfs und Manke genau da ansetzen – und das im Team: „Wir kennen uns schon länger“, sagt Delfs. Daher könnten sie als Mediatorinnen theoretisch zu zweit agieren. „Eigentlich macht man das alleine, aber bei großen Gruppen könnte eine zweite Person wichtig sein“, wissen beide Frauen. Manke ist unter anderem für Themen rund um Familie und Erbrecht zuständig, wohingegen Delfs sich auf die Wirtschaftsmediation und Erb- sowie Familienfälle spezialisiert hat. „Ich habe mein Leben lang in der Wirtschaft gearbeitet, ich kenne die Abläufe von Unternehmen“, erzählt die studierte Juristin Delfs.

Doch nicht nur Firmen können die Dienste der beiden Frauen in Anspruch nehmen, auch Privatpersonen können sich mit einem Konflikt an die Bruchhausen-Vilserinnen richten. Das Erstgespräch ist dabei kostenfrei, für sozial schwache Menschen ist mit einem entsprechenden Nachweis die gesamte Mediation mit keinen Kosten verbunden. Manke: „Mediation ist eine große Chance für beide Parteien.“


Wer Interesse an einer Mediation hat, der kann sich bei Gunda
Manke im Internet auf www.gunda-manke.info informieren oder sich telefonisch unter der Nummer 0 42 52 / 44 27 oder bei Brita Delfs per Mail an mediation-bruchhausen-vilsen@t-online.de oder unter der Telefonnummer 01 78 / 9 61 03 94 melden.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...