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Kinder-Kochkurs
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Selbst gemacht schmeckt's am besten

Tobias Denne 24.07.2019 0 Kommentare

Nur ein wenig über die Schulter gucken: Manuela Nedjari hilft Jamal und Hannah beim Zubereiten der eigenen Butter mit Schnittlauch und Petersilie. 
Nur ein wenig über die Schulter gucken: Manuela Nedjari hilft Jamal und Hannah beim Zubereiten der eigenen Butter mit Schnittlauch und Petersilie.  (Jonas Kako)

Bassum. Anni steht am Tisch. Sie ist noch mit dem Schneiden von Schnittlauch für den Quark beschäftigt. „Wir sind jetzt in der heißen Phase“, sagt Manuela Nedjari und wendet einen Gemüse-Puffer in der Pfanne. Schließlich soll gleich das Mittagessen fertig auf dem Tisch im Café des Mütter-Kinder-Zentrums (Mükize) in Bassum stehen. Gerade sieht es aber noch nicht danach aus, dass an dem Holztisch elf Kinder Platz nehmen können. Den Quark soll es zum Puffer geben. Salz, Pfeffer, Trinkbecher voller Wasser stehen ebenfalls noch auf dem Tisch. Überreste von geschälten Möhren werden gerade aufgesammelt. Nedjari wurde inzwischen von ihrer Tochter am Herd abgelöst. „Wir wollen auf gesunde Ernährung bei Kindern setzen. Wenn wir eines überzeugen, dann haben wir schon gewonnen“, ist sie sicher.

Das ist auch der Grund, weswegen sie den Kurs „Erhalte dein eigenes Kochdiplom“ im Zuge der Bassumer Ferienkiste im Mükize anbietet. Schon im Vorjahr hatte Nedjari einen Kurs gegeben, dieses Mal dürfen Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ihr eigenes Kochdiplom erarbeiten. „Das Interesse ist wirklich groß“, freut sich Nedjari über die Resonanz. Und die ist so groß, dass sie einen dritten Kurs anbieten will. Nedjari setzt dabei auf die Zutaten, die es vor Ort gibt. So stammen etwa Petersilie oder Schnittlauch aus den hauseigenen Hochbeeten vor dem Mükize. Vor dem Zubereiten stand aber noch ein wenig Theorie auf dem Plan. „Wir haben alle unsere Sinne aufgezählt“, erzählt Nedjari. Schließlich sind fürs Kochen alle Sinne, vom Hören und Sehen über Riechen, Fühlen und Schmecken wichtig. „Draußen haben wir erst mal am Schnittlauch gerochen“, wurde das Wissen laut Nedjari direkt angewandt.

Der Quark ist fertig. Joshua gibt noch eine Prise Salz hinzu, Anni probiert. Perfekt. Nun heißt es: schnell aufräumen und den Tisch decken. Auch das machen die Kinder alle selbst. Jeder packt mit an. Am Vormittag haben die Köche von morgen schon Butter selbst gemacht und Apfel-Eistee hergestellt. Als Nachtisch soll es einen Erdbeerjoghurt geben. Auf der Kochzeile steht noch der Pürierstab mit ein paar Resten der verarbeiteten Erdbeeren. „Noch ist es chaotisch, aber wir räumen gleich auf“, kündigt Nedjari schmunzelnd an. Sie selbst bietet „Kochen für Kinder“ bereits seit einem Jahr im Mükize an. Dann sind die Nachwuchs-Köche aber noch ein wenig jünger. „Das geht von zwei bis fünf Jahren. Grund dafür war, dass mein Sohn mit eineinhalb Jahren immer mit am Herd gestanden hat“, erzählt Nedjari.

Joshua stellt derweil die Teller auf den Tisch. Er selbst war schon im vergangenen Jahr dabei. „Mir macht das selber kochen einfach Spaß“, schwärmt der Jugendliche. Vom Gemüseschneiden bis zum Anbraten gefällt ihm die ganze Palette des Kurses. Nach getaner Arbeit setzt er sich auf einen Stuhl und wartet darauf, dass sich auch die anderen Teilnehmer zum Essen setzen. Jeder Platz ist ordentlich gedeckt. Teller, Besteck, Becher für den Eistee und eine Serviette – orange oder grün. Da kann man noch mal mit dem Sitznachbar um seine Lieblingsfarbe feilschen.

Der Ofen, in dem die fertigen Puffer warmgehalten wurden, wird ausgestellt. Die Teller mit dem selbst gemachten Mittagessen werden auf dem Tisch verteilt. Die, die mögen, greifen zu und kosten. Wer mag, nimmt noch Quark dazu. „Ich finde es toll, kochen zu lernen“, sagt Anni. Denn schon früher hat sie immer ihre Kochschürze und -mütze getragen und Mama und Papa beim Kochen geholfen. „Ich habe immer die Würstchen geschnitten“, erzählt sie stolz und schaut auf ihre Schürze. Heute steht sie allerdings ohne Mütze in der Küche, Spaß macht es ihr trotzdem. Und Pläne hat Anni auch: „Ich will Kochen lernen, damit ich mit Mama und Papa Kekse backen kann.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?