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DRK-Geschäftsstelle Syke
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Tradition beherbergt Moderne

Dominik Albrecht 26.01.2019 0 Kommentare

Kreatives Geschenk: Cord Bockhop übergibt der Geschäftsführerin des DRK Diepholz Ulrike Hirt-Schiller den Gutschein.
Kreatives Geschenk: Cord Bockhop übergibt der Geschäftsführerin des DRK Diepholz Ulrike Hirt-Schiller den Gutschein. (Braunschädel)

Landkreis Diepholz. Sykes ehrenamtliche Bürgermeisterin Edith Heckmann, Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann, Landrat Cord Bockhop, Hans Hartmann vom DRK-Landesverband Niedersachsen und noch viele mehr. Sie alle haben es sich nicht nehmen lassen, am Freitag bei der Einweihung der neuen DRK-Geschäftsstelle des Landkreises Diepholz in Syke dabei zu sein. Damit waren sie zugleich Zeugen, wie Architekt Martin Heller die Tradition des mehr als 150 Jahre alten Gebäudes an der Herrlichkeit 30 mehr als stilvoll in die Moderne geholt hat.

Eine DRK-typische, rote Theke im Eingangsbereich für Besucher, helle Büros und eine moderne Büroausstattung für die 28 untergebrachten Verwaltungsmitarbeiter. Während Architekt Martin Heller aus dem vorderen Teil der einstigen Villa und dem ehemaligen Sitz der Immobilienverwaltung der Sparkasse einiges rausgeholt hat, musste der hintere Teil des Gebäudes abgerissen und neu bebaut werden. Hier gibt es neben Büros und einem Schulungsraum für Auszubildende und Mitarbeiter auch eine Terrasse mit einer Aussparung in der Überdachung in Form des DRK-Logos.

Doch bevor Besucher all das auf eigene Faust herausfinden konnten, standen einige Reden auf dem Programm. Der Twistringer Interims-Bürgermeister Horst Wiesch, diesmal in der Rolle als Präsident des DRK-Kreisverbands Diepholz, stellte fest, dass die sanierte Villa fast so alt ist wie das DRK selber. Mehr als 150 Jahre haben beide auf dem Buckel. „Ich wünsche diesem Haus alles Gute und alles Beste und das hier im Sinne der Grundsätze des DRK mit Spaß und Engagement gearbeitet werden kann“, sprach Wiesch Werte wie Menschlichkeit und Unparteilichkeit an.

Auch Landrat Cord Bockhop nahm sich die Zeit, um die Schönheit des Baus zu betonen. „Nicht jeder, der sich wirtschaftlich betätigt, nimmt sich die Zeit, um städtebauliche Aspekte zu wahren und zu beachten“, honorierte er den guten Geschmack Martin Hellers und der DRK-Verantwortlichen. Ebenso hob er die Bedeutung des Roten Kreuzes und den Wert seiner Arbeit hervor. Wenn eine Katastrophe eintrete, helfe die aktuell viel erwähnte Digitalisierung nicht weiter. „Da brauchen wir Menschen, die uns helfen“, verdeutlichte Bockhop. Das DRK biete mit ihrer Struktur aus Ehren- und Hauptamt eine Stütze, ohne die der Landkreis im Katastrophenfall nicht auskommen könnte. „Auch die Flüchtlingssituation hat uns gezeigt, wer unsere Partner sind und, mit wem man per Handschlag einen Vertrag machen konnte, der nachher erst in Papier gegossen wurde“, war der Landrat stolz auf den fairen Umgang zwischen Landkreis und DRK. Der Neubau sei ein Bekenntnis zum Standort und Landkreis und zeige, welches Vertrauen man in die eigene Zukunft habe. Zu guter Letzt gab es noch ein Einzugsgeschenk. Ein Gutschein für eine Landkreis-Karte mit allen Bezugspunkten des DRK, sprich allen Sitzen, Krankenhäusern und Rettungsleitstellen. Oder, wie Cord Bockhop es mit einem Lächeln auf den Punkt brachte: „Alle Dinge, die uns verbinden. Und es wird eine ziemlich volle Karte.“

Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, sah es als gutes Omen, seine Arbeitsstelle in der Herrlichkeit aufnehmen zu können. „So kann das Wirken des Roten Kreuzes hier nur unter positiven Vorzeichen beginnen.“ Architekt Heller, vom Architektenbüro Das Syndikat, ließ die Entstehung des Baus Revue passieren. So habe er im Juli 2015 einen Anruf von Horst Wiesch erhalten, der eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau des Gebäudes vom Profi wünschte. „Damals hatten wir so viele Aufträge, dass ich grundsätzlich abgelehnt habe. Aber wenn Herr Wiesch anruft, sollte man doch eher 'Ja' sagen“, erzählte Heller und sorgte für Lacher. Im Februar 2016 kam der Auftrag, einen Bauantrag einzureichen, im Oktober 2017 folgte der erste Spatenstich.

Den Architekten faszinierte das Gebäude besonders durch seine Geschichte und Bauweise im Jugendstil. „Daraus konnten wir eine sehr schöne bauliche Idee entwickeln. Das war für einen Architekten ein gefundenes Fressen“, freute er sich. Das Ergebnis sei schöner, als er es sich selber vorgestellt habe. Dafür verantwortlich war aber auch Horst Wiesch, der die ersten Entwürfe „ganz ok“ fand, dem Syndikat aber mehr zutraute. Im Feinschliff entstand dann das jetzige Design. So grüßte Heller Horst Wiesch und schloss mit: „Besten Dank für die Korrektur.“


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...
tommi24 am 21.10.2019 17:33
Das Klimapaket ist geschnürt!

Sprit und Strom werden teurer! Ein Erfolg sondergleichen!