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Lukas-Schule
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Wertschätzung als Schwerpunkt

Micha Bustian 04.09.2018 0 Kommentare

Sie haben viel zu erzählen: Elena Lenk (links) und Gunda Martens von der Bassumer Lukas-Schule.
Sie haben viel zu erzählen: Elena Lenk (links) und Gunda Martens von der Bassumer Lukas-Schule. (Jonas Kako)

Bassum. Am Anfang stand ein Spruch aus dem Lukas-Evangelium. Silke Grafe hatte ihn gelassen ausgesprochen. "Lasset die Kinder zu mir kommen", sagte sie bei einem Informationsabend in Neubruchhausen. Worüber dort im Jahre 2001 informiert wurde? Über die Idee, im Landkreis Diepholz eine freie christliche Schule zu gründen. Inzwischen steht sie seit 15 Jahren. Und weil Silke Grafes Zitat damals aus dem Lukas-Evangelium entnommen war, heißt die 2003 eröffnete Lehranstalt nun Lukas-Schule. Standort: Bassum.

Gunda Martens ist quasi von Anfang an dabei. Sie berichtet von etwa 30 Interessierten an einer christlichen Schule. "Doch dieser Kreis hat sich schnell verkleinert", sagt sie, die heute als Beisitzerin im Vereinsvorstand sitzt. Zehn Menschen hätten diesen Ansatz vorangetrieben, neben ihr und Silke Grafe seien da noch Klaus Giebel, Clemens Ruppelt, Edelgard Schmelzer, Claus Cirjak sowie die Ehepaare Becker und Kruse zu nennen. Diese Truppe entwickelte ganz konkrete Gedanken, checkte den Bedarf, das Interesse an einer christlichen Schule. "Wir haben gemerkt: Das könnte Eltern interessieren."

Schnell wurde ein Gebäude gefunden: die ehemalige Sportschule am Schützenplatz in Bassum. "Da haben wir 2003 ein Kaminzimmer und eine Küche zu Klassenzimmern hergerichtet", erinnert sich Gunda Martens. Jason Traemann war der erste Schüler, Martens' Sohn Jost gehörte ebenfalls zur ersten ersten Klasse. Vier Schüler gehörten der einst an: drei Jungen und ein Mädchen. Und dabei wurden der erste und zweite sowie der dritte und vierte Jahrgang schon zu einer Klasse zusammengefasst. Inzwischen – die Zahl kommt bei Direktorin Gabriele Wilk-Batram wie aus der Pistole geschossen – sind es 371, die an der Lukas-Schule unterrichtet werden.

Bis 2007 wurde in dieser Weise Lehrstoff vermittelt. 2006 startete der zweite Bauabschnitt. um weitere Klassen unterbringen zu können. Die fertigen Grundschüler wollten an der Lukas-Schule weitermachen, auch von außen wurden Wünsche an die Schulleitung herangetragen. Zudem hatte die Landesschulbehörde die Lukas-Grundschule nach einer Prüfung zur staatlich anerkannten Ersatzschule ernannt. "Seitdem bekommen wir finanzielle Unterstützung vom Staat", so Gunda Martens. "Vorher mussten wir uns über Spenden und Vereinsbeiträge finanzieren."

Inzwischen gehören zum Lukas-Konstrukt eine Grundschule sowie eine Realschule und ein Gymnasium – jeweils einzügig. Auch eine Kindertagesstätte gibt es mit Unterbrechung seit 2013. "Wir wollten alles aus einem Guss", formuliert es Gabriele Wilk-Batram. Jetzt haben sie es. Teilweise sogar in nagelneuen Gebäuden. "Vorher war das hier ein Acker."

Doch was macht die Lukas-Schule aus? Warum erhält sie einen solchen Zulauf? Elena Lenk, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, fasst es in einem Wort zusammen: Wertschätzung. "Die Eltern sehen, dass ihr Kind in unserem kleinen System eher wahrgenommen wird als an einer größeren Schule." Der Lehrplan ist nicht groß anders als anderswo, nur Religion wird verpflichtend für alle unterrichtet. Aber: Keiner der Schüler muss Mitglied in einer Kirche sein. Und: Auch Muslime und Juden sind an der Lukas-Schule gerne gesehen. "Unsere Lehrkräfte sind Menschen, die die Wertschätzung auch vorleben", erklärt Gabriele Wilk-Batram. Entsprechend höflich gingen die Schüler auch mit anderen Menschen um. Was hier und da schon einmal für Erstaunen gesorgt hat.

Am Freitag, 8. September, lädt Lukas Wirtschaftsvertreter an seine Schule ein, um ihnen Auszubildende näher zu bringen und Plätze in der Kita anzubieten. Richtig gefeiert wird dann am Sonnabend: Um 10 Uhr startet die Party mit einem Gottesdienst, zwei Stunden später steigt das Familienfest auf dem Campus an der Industriestraße 4a. Apropos Campus: der soll künftig noch ordentlich ausgebaut werden. Aber das hat Zeit bis zum 20. Geburtstag.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...